Streit um Sperrung der Domgasse: CDU drängt auf Änderungen

Die Finkenstraße wird am 14. Januar 2026 am Schillergymnasium gesperrt. Alle Infos zu Zeiten, Grund und Durchkommen.
Foto: Markus Winkler

Teilen:

Münster. Die geplante Sperrung der Domgasse in Münster sorgt für politische Diskussionen. Hintergrund ist der Umbau des Freiherr-von-Vincke-Hauses am Domplatz 36. Dort soll künftig der Verfassungsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen seinen Sitz haben. Zuständig für das Landesbauprojekt ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Nach bisherigem Stand steht während der Arbeiten eine längere Sperrung der Domgasse im Raum. Die CDU-Ratsfraktion fordert nun eine erneute Prüfung und eine transparente Begründung.

CDU sieht Belastung für Innenstadt, Anlieger und Radverkehr

Innenstadt-Ratsherr Dr. Dietmar Erber kritisiert die möglichen Folgen der Sperrung deutlich. „Eine erneute Prüfung und transparente Begründung ist angemessen, da die Sperrung erhebliche Auswirkungen auf Anlieger, Fußgänger und Radfahrer haben wird“, erklärt Erber. Die CDU will insbesondere wissen, ob während der gesamten Bauzeit eine Restbreite von mindestens zwei Metern für Fußgänger und Radfahrer erhalten bleiben kann.

Dabei verweist die Fraktion auf den vorhandenen Parkplatz auf dem Grundstück. Dieser könne möglicherweise stärker für Baustelleneinrichtung oder Materiallagerung genutzt werden, um den öffentlichen Verkehrsraum zu entlasten. Auch Alternativen mit geringeren Einschränkungen sollen nach dem Willen der CDU geprüft werden.

Domgasse ist eine wichtige Verbindung zum Wochenmarkt

Die Domgasse ist für die Innenstadt mehr als eine kleine Seitengasse. Sie verbindet den Bereich rund um Drubbel und Lambertikirche mit dem Domplatz. Gerade an Markttagen nutzen viele Menschen diese Verbindung auf dem Weg zum Wochenmarkt. Auch für Anlieger, Geschäftsleute, Fußgänger und Radfahrer hätte eine langfristige Sperrung spürbare Folgen.

Im Ausschuss für Wohnen, Stadtplanung und Stadtentwicklung wurde das Vorhaben bereits thematisiert. Stadtbaurat Robin Denstorff machte dort deutlich, dass das Projekt noch nicht genehmigt sei. Auch die konkrete Baustellenlogistik sei noch nicht abschließend festgelegt. Zugleich stellte er klar, dass es während der Bauarbeiten voraussichtlich Sperrungen geben werde.

Landesprojekt soll Verfassungsgerichtshof dauerhaft in Münster sichern

Das Freiherr-von-Vincke-Haus wurde 1892 und 1893 für die damalige Reichsbank errichtet und liegt an der Ecke Domplatz/Domgasse. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde bislang von der Bezirksregierung genutzt. Für den künftigen Verfassungsgerichtshof soll es umgebaut und erweitert werden. Der rückwärtige, nicht denkmalgeschützte Gebäudeteil soll durch einen Glaspavillon ersetzt werden.

Der Siegerentwurf stammt vom Münsteraner Büro Hehnpohl Architektur BDA. Das Raumprogramm umfasst unter anderem Büros, Sitzungs- und Beratungsräume sowie weitere Funktionsflächen. Der Verfassungsgerichtshof sitzt bereits seit mehr als 70 Jahren in Münster. Der neue Standort am Domplatz soll diese Verbindung langfristig sichern.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu