Verletzung eines Mitarbeiters des Kommunalen Ordnungsdienstes durch Silvesterrakete

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Telgte-Westbevern-Vadrup sind am Dienstagmorgen drei Männer lebensgefährlich verletzt worden. Das bestätigte die Polizei Warendorf am Vormittag. Auf der L588 waren gegen 7.55 Uhr ein Auto und ein Lastwagen frontal zusammengestoßen. Die Landesstraße blieb anschließend für die Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten vollständig gesperrt. Auto gerät auf der L588 in den Gegenverkehr Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Autofahrer auf der L588 in Richtung Vadrup unterwegs. Der mutmaßlich 62-Jährige verlor aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Wagen und geriet in den Gegenverkehr. Dort stieß das Auto frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Am Steuer des Lkw saß nach Polizeiangaben ein 61 Jahre alter Mann aus Sassenberg. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Drei Pkw-Insassen schweben in Lebensgefahr Anders als zunächst bekannt, wurden alle drei Insassen des Autos bei dem Zusammenstoß lebensgefährlich verletzt. Zwei von ihnen mussten mit jeweils einem Rettungshubschrauber in Krankenhäuser geflogen werden. Der Autofahrer wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Dort wurde ihm nach Angaben der Polizei zur Klärung seiner Fahrtüchtigkeit eine Blutprobe entnommen. Ob und gegebenenfalls welche Erkenntnisse sich daraus ergeben haben, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Die Identität der drei lebensgefährlich verletzten Männer war am späten Dienstagvormittag noch Gegenstand der Ermittlungen. Unfallaufnahmeteam aus Münster untersucht die Unfallstelle Zur Rekonstruktion des Zusammenstoßes wurde das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Münster hinzugezogen. Die Spezialisten sollen Spuren sichern und dabei helfen, den genauen Ablauf des Unfalls zu klären. Die L588 bei Westbevern-Vadrup blieb auch nach 10.30 Uhr noch gesperrt. Nach Angaben der Polizei müssen zunächst die beteiligten Fahrzeuge geborgen und die Fahrbahn gereinigt werden. Der Verkehr wird währenddessen abgeleitet.
Foto: Jonas Augustin

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In der Silvesternacht kam es in Münster zu Zwischenfällen, die das Einsatzgeschehen der Feuerwehr und des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) beeinträchtigten. Ein Mitarbeiter des KOD wurde durch eine gezielt abgefeuerte Silvesterrakete leicht verletzt. Diese Vorfälle werfen Fragen zur Sicherheit der Einsatzkräfte auf.

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Aggression gegen Einsatzkräfte

In der Altstadt zielte eine unbekannte Person eine Silvesterrakete direkt auf Einsatzkräfte des KOD. Ein Mitarbeiter wurde dabei verletzt. Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer verurteilte das Verhalten entschieden: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Pyrotechnik zu beschießen, ist gefährlich, dumm und gegen die Rechtsordnung gerichtet.“ Er zeigte sich erleichtert, dass der Verletzte nicht schwerer betroffen war, und dankte allen Einsatzkräften für ihren Einsatz in der herausfordernden Nacht.

Verschiebung des Geschehens an die Randzonen

Die Stadt Münster hatte Feuerwerksverbotszonen auf dem Domplatz und Prinzipalmarkt eingerichtet, die weitgehend beachtet wurden. Lediglich zwei Platzverweise wurden ausgesprochen. Doch das Geschehen verlagerte sich an die Ränder der Verbotszonen. Besonders der Bereich Rothenburg wurde zum Brennpunkt: Dort versammelten sich 250 bis 300 Personen und zündeten legale wie illegale Feuerwerkskörper. Neben dem Angriff auf den KOD kam es zu gefährlichem Verhalten, bei dem Personen Raketen aufeinander abschossen.

Einsätze der Feuerwehr unter erschwerten Bedingungen

Die Feuerwehr war in der Silvesternacht mehrfach im Einsatz: 28 Brandeinsätze, zwei technische Hilfeleistungen und 53 Rettungsdiensteinsätze wurden verzeichnet. Brände in Müllcontainern und auf Balkonen bildeten die Einsatzschwerpunkte. In einigen Fällen behinderten gezielt auf Einsatzkräfte und Fahrzeuge gerichtete Feuerwerkskörper die Arbeit der Feuerwehr und führten zu Verzögerungen. Trotz der Angriffe gab es keine weiteren Verletzten.

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Unterstützung durch zusätzliche Kräfte

Für die Nacht waren Rufbereitschaften der Freiwilligen Feuerwehr eingerichtet. Die Johanniter-Unfall-Hilfe verstärkte den Rettungsdienst mit einem zusätzlichen Fahrzeug. Diese Vorbereitungen halfen, das Einsatzgeschehen unter Kontrolle zu halten.

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