Volksbank und May Ventures stärken Start-ups aus Münster und der Region

Volksbank und May Ventures stärken Start-ups aus Münster und der Region
Foto: Volksbank im Münsterland eG

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Münster. Die Start-up-Förderung in Münster bekommt zusätzlichen finanziellen Rückhalt. Die Volksbank im Münsterland beteiligt sich als institutioneller Ankerinvestor am Venture-Capital-Fonds May Ventures, der junge Technologieunternehmen in der Region früher erreichen und begleiten will. Das geht aus einer Pressemitteilung der Volksbank im Münsterland und von May Ventures hervor.

Die Kooperation richtet sich vor allem an Gründerinnen und Gründer, deren Unternehmen noch am Anfang stehen. May Ventures investiert in der Pre-Seed- und Seed-Phase, also in einem Abschnitt, in dem klassische Bankfinanzierungen wegen hoher Risiken oft noch nicht greifen. Für das Münsterland ist das ein wichtiger Punkt, weil hier Hochschulen, Mittelstand und junge Technologieunternehmen enger zusammenrücken.

Venture Capital Münster: Fonds soll auf bis zu 50 Millionen Euro wachsen

May Ventures wurde 2025 von Dominik Lohle und Maximilian Derpa in Münster gegründet. Beide bringen laut Mitteilung zusammen mehr als 18 Jahre Erfahrung im Venture-Capital-Bereich mit. Bereits beim ersten Abschluss des Fonds kamen mehr als 30 Millionen Euro von Investoren zusammen. Neben der Volksbank im Münsterland sind weitere Finanzinstitute und Unternehmer aus der Region beteiligt.

In den kommenden Monaten soll das Fondsvolumen auf bis zu 50 Millionen Euro steigen. Das Geld soll in junge Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik, Automation, Infrastruktur und Energie fließen. Damit setzt May Ventures gezielt auf Branchen, die für die wirtschaftliche Entwicklung der Region an Bedeutung gewinnen.

Die Volksbank im Münsterland begründet ihr Engagement mit den Standortbedingungen vor Ort. Nach Darstellung des Vorstandsmitglieds Jürgen Feistmann bietet das Münsterland gute Voraussetzungen durch einen starken Mittelstand, Hochschulen und qualifizierte Fachkräfte. Die Bank bringt dabei vor allem ihr regionales Netzwerk ein, während May Ventures die frühe Finanzierung und die fachliche Begleitung der Start-ups übernimmt.

Start-ups Münsterland: Frühe Hilfe für junge Technologieunternehmen

Der Fonds will Gründerinnen und Gründer nicht erst in der Wachstumsphase erreichen, sondern bereits in der Ideen- und Gründungsphase. Genau dort entscheidet sich häufig, ob aus einem technologischen Ansatz ein tragfähiges Geschäftsmodell wird. Deshalb setzt May Ventures neben Kapital auch auf Know-how und Kontakte zu potenziellen Partnern, Kunden und späteren Geldgebern.

Der regionale Fokus liegt auf dem Münsterland, Ostwestfalen und dem Raum Osnabrück. May Ventures will nach eigenen Angaben alle relevanten Start-up-Gründungen in Münster, Osnabrück und Ostwestfalen-Lippe frühzeitig wahrnehmen und aktiv begleiten. Für die Volksbank entsteht dadurch eine Verbindung zwischen klassischem regionalem Bankgeschäft und einem Finanzierungsmodell, das stärker auf Risiko und Wachstum ausgerichtet ist.

Die Zusammenarbeit zeigt zugleich, wie sich die Finanzierung junger Unternehmen verändert. Während Banken etablierte Firmen oft über Kredite begleiten, übernehmen Venture-Capital-Fonds eine Rolle in den besonders frühen Phasen. Wenn ein Unternehmen wächst und belastbare Strukturen entwickelt, können später klassische Finanzierungspartner dazukommen. Für junge Technologieunternehmen entsteht dadurch eine durchgehendere Perspektive von der ersten Idee bis zum Markteintritt.

May Ventures Münster investiert bereits in erste Unternehmen

Zu den ersten Beteiligungen von May Ventures gehört das Osnabrücker Start-up Droidrun. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform für automatisierte KI-Workflows auf mobilen Endgeräten. Die Software soll nicht nur auf Browser oder Computer zugreifen, sondern auch Smartphone-Apps steuern können. So sollen künftig etwa Reservierungen oder Buchungen automatisiert ausgeführt werden.

Anfang 2026 folgte ein Investment in Conmeet, ein Start-up aus dem Münsterland. Die cloudbasierte Plattform richtet sich an Bau- und Handwerksunternehmen und bündelt zentrale Geschäftsprozesse. Dazu gehören unter anderem Kundenmanagement, Auftragsbearbeitung, Projektsteuerung, Kommunikation, Controlling und Banking. Ziel ist eine einheitliche Datenbasis vom ersten Auftrag bis zur Abrechnung.

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