Vor den Wochen der Wahrheit: Preußen Münster vor richtungsweisendem Spiel in Braunschweig

Ende glaubt an die Wende: Preußen Münster vor Paderborn
Symbolbild

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Münster/Braunschweig. Preußen Münster steht vor einem Spiel, das die Richtung der kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen kann. Am Sonntag um 13.30 Uhr gastiert der SCP bei Eintracht Braunschweig. Die tabellarische Konstellation macht aus der Partie ein direktes Duell im unteren Bereich der 2. Bundesliga. Braunschweig geht mit 25 Punkten in den Spieltag, Münster folgt mit 23 Zählern.

Während in Münster von Wochen der Wahrheit gesprochen wird, rechnet Braunschweig mit rund 20.000 Fans im eigenen Stadion. Die Bühne ist damit bereitet für ein Spiel, das weniger von Schönspielerei als von Intensität, Struktur und mentaler Widerstandskraft geprägt sein dürfte.

Münsters Lage: Aufarbeitung, Verantwortung und personelle Fragezeichen

Bei Preußen Münster stand in der Trainingswoche zunächst die Analyse der jüngsten Partie im Mittelpunkt. Trainer Alexander Ende legte den Fokus auf das Spiel gegen den Ball, auf Verantwortungsübernahme in entscheidenden Momenten und auf die mentale Haltung innerhalb schwieriger Phasen. Die Mannschaft habe sich zuletzt mit Gegnern konfrontiert gesehen, die zunehmend mit aggressivem Eins-gegen-eins-Pressing über das gesamte Feld agieren. Dadurch werde es schwieriger, freie Spieler zu finden und das eigene Kombinationsspiel aufzuziehen.

Gleichzeitig ergeben sich aus diesem hohen Druck Räume, sobald die erste Linie überspielt wird. Genau dort sieht das Trainerteam Potenzial. Die Mannschaft müsse diese Situationen klarer und konsequenter nutzen.

Personell bleibt die Lage angespannt. Tobias Raschl fehlt wegen einer leichten Sprunggelenksverletzung. Luca Bolay befindet sich nach anhaltenden Fersenproblemen weiterhin im Aufbau, nachdem eine Entzündung zusätzliche muskuläre Beschwerden ausgelöst hatte. Marvin Benjamins fällt krankheitsbedingt aus, kleinere Infekte gab es zudem bei Zidan Sertdemir und Marvin Schulz. Positiv ist die Rückkehr mehrerer Akteure. Mikkel Kirkeskov, Marcel Benger, Jorrit Hendrix, Joshua Mees und Oscar Vilhelmsson stehen wieder zur Verfügung. Ob alle unmittelbar in den Kader rücken, ist jedoch offen.

Im Tor bleibt Johannes Schenk gesetzt. Trotz einzelner unglücklicher Szenen sieht das Trainerteam keinen grundsätzlichen Leistungsabfall. Intern wird betont, dass er im Training stabil wirke und nicht als wacklig wahrgenommen werde.

Braunschweig mit Torwartwechsel und klarer Ansage

Auch Eintracht Braunschweig muss personelle Veränderungen verkraften. Torben Hoffmann wird nach einem Zusammenprall im Training am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Eine genaue Diagnose soll Anfang der kommenden Woche kommuniziert werden. Für Trainer Heiner Backhaus ist der Ausfall eines Führungsspielers spürbar, dennoch setzt er Vertrauen in den Vertreter. Dieser verfüge über umfangreiche Erfahrung aus dem Profifußball und habe bereits auf höherem Niveau gespielt.

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Hinzu kommt eine Sperre im Torwartteam. Marco Reikovic ist nach einer Roten Karte bei der U23 für zwei Spiele gesperrt, was nach Angaben aus der Pressekonferenz auch Auswirkungen auf den Profibereich hat. Faride Alidu fehlte zuletzt aufgrund von Magenproblemen, ist unter der Woche jedoch dosiert ins Training zurückgekehrt.

Backhaus nutzte die Pressekonferenz zudem für eine persönliche Einordnung. Nach der Niederlage gegen Elversberg seien Emotionen übergekocht, dafür habe er sich entschuldigt. Intern sei das Thema abgeschlossen. Entscheidend sei nun, mit der richtigen Energie ins Heimspiel zu gehen.

Energie, Zweikämpfe und die Erinnerung ans Hinspiel

Inhaltlich ähneln sich die Kernbotschaften beider Trainer. Für Braunschweig ist das Heimspiel gegen Preußen Münster eine große Chance, sich tabellarisch etwas abzusetzen. Backhaus spricht offen davon, dass Punkte zu Hause gegen direkte Konkurrenten besonders wichtig sind. Gleichzeitig warnt er vor dem Gegner. Münster verfüge über Erfahrung, individuelle Qualität und einen klaren Spielstil.

Das Hinspiel wirkt nach. Braunschweig verlor in Münster deutlich, eine Partie, die der Trainer als schwächste Saisonleistung seines Teams einordnet. Entsprechend hoch ist die Erwartung, diesmal mit besserem Zugriff und höherer Zweikampfquote aufzutreten. Backhaus betont, dass taktische Pläne wertlos seien, wenn die Grundenergie in Laufduellen und direkten Duellen fehle.

Münster wiederum weiß um die Bedeutung dieser Phase. Die kommenden Spiele gegen Teams auf Augenhöhe gelten als richtungsweisend. Noch steht der SCP über dem Strich, doch die Abstände sind gering. Ein Auswärtssieg in Braunschweig würde nicht nur Punkte bringen, sondern auch ein Signal senden.

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