
Gronau/Münster. Bei einer Zollkontrolle nahe Gronau haben Beamte des Hauptzollamts Münster eine 44-jährige Radfahrerin mit Kokain und Heroin erwischt. Die Frau war aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist und hatte die Drogen unter ihrer Kleidung versteckt. Nach ihrer Festnahme wurde sie einem Haftrichter vorgeführt. Inzwischen sitzt sie in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld.
Die Kontrolle ereignete sich am Freitagabend, 23. Oktober 2026, kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze in der Nähe von Gronau. Wie das Hauptzollamt Münster am 30. Oktober mitteilte, war die 44-jährige Deutsche mit dem Fahrrad aus den Niederlanden eingereist. Auf die Frage der Zollbeamten, ob sie zollpflichtige Waren mitführe, antwortete die Frau zunächst mit Nein. Bei der weiteren Kontrolle entdeckten die Einsatzkräfte jedoch ein Stück Folie, das unter einem Jackenärmel hervorschaute.
Die Beamten untersuchten die Kleidung daraufhin genauer und fanden mehrere unter der Jacke versteckte Beutel. Darin befanden sich Kokain und Heroin. Die Zollbeamten brachten die Frau anschließend zur Dienststelle, wo eine körperliche Durchsuchung durchgeführt wurde. Dabei entdeckten die Einsatzkräfte zwei weitere Kunststoffröhrchen, die mit Heroin gefüllt waren.
Insgesamt stellte der Zoll etwa 21 Gramm Kokain und 23 Gramm Heroin sicher. Die gesamte Menge der gefundenen Betäubungsmittel lag damit bei rund 44 Gramm. Nicole Thomsen, Pressesprecherin des Hauptzollamts Münster, verwies auf die Erfahrung der Einsatzkräfte bei Kontrollen an der sogenannten Grünen Grenze. Die Zollbeamten würden typische Wege und Methoden kennen, mit denen Betäubungsmittel aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht werden.
Der Fall zeigt, dass der Zoll auch abseits der großen Grenzübergänge Kontrollen durchführt. Die sogenannte Grüne Grenze bezeichnet Grenzabschnitte außerhalb der regulären Straßenübergänge, die beispielsweise über Feldwege oder mit dem Fahrrad passiert werden können.
Nach dem Drogenfund wurde die 44-Jährige vorläufig festgenommen und zunächst in Polizeigewahrsam gebracht. Bereits am folgenden Tag erfolgte die Vorführung vor einem Haftrichter. Wie das Hauptzollamt Münster weiter mitteilte, hatte die Frau außerdem noch eine Freiheitsstrafe zu verbüßen, die zuvor zur Bewährung ausgesetzt worden war.
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