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Digitale Kommunikation auf der Arbeit: Wann es zu viel ist

Digitale Kommunikation als Standard In der modernen Berufswelt sind Tools wie Microsoft Teams und Slack zum Synonym für Flexibilität und Vernetzung geworden. Sie erlauben es, unabhängig vom Standort zu arbeiten und dennoch in engem Austausch mit dem Team zu stehen. Diese digitalen Helfer sind aus dem Büroalltag kaum noch wegzudenken und ergänzen die traditionelle E-Mail-Kommunikation. Während sie einerseits den Arbeitsalltag vereinfachen, können sie andererseits auch Stressfaktoren sein, da sie eine Flut an Nachrichten mit sich bringen und das Gefühl vermitteln, ständig erreichbar sein zu müssen.
Dimitri Karastelev

Digitale Kommunikation als Standard

In der modernen Berufswelt sind Tools wie Microsoft Teams und Slack zum Synonym für Flexibilität und Vernetzung geworden. Sie erlauben es, unabhängig vom Standort zu arbeiten und dennoch in engem Austausch mit dem Team zu stehen. Diese digitalen Helfer sind aus dem Büroalltag kaum noch wegzudenken und ergänzen die traditionelle E-Mail-Kommunikation. Während sie einerseits den Arbeitsalltag vereinfachen, können sie andererseits auch Stressfaktoren sein, da sie eine Flut an Nachrichten mit sich bringen und das Gefühl vermitteln, ständig erreichbar sein zu müssen.

Die Kehrseite der Medaille

Studien und Berichte von Krankenkassen deuten auf einen Anstieg von psychischen Belastungen hin, die unter anderem durch die permanente digitale Erreichbarkeit verursacht werden. Experten betonen, dass die Fähigkeit, sich bewusste Pausen von der ständigen Konnektivität zu nehmen, essentiell für die psychische Gesundheit ist. Die Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen der Nutzung digitaler Tools und der Notwendigkeit von Erholungsphasen zu finden.

Auf der Suche nach dem Gleichgewicht

Die Diskussion um Arbeitszeiten und Effizienz zeigt, dass es möglich ist, produktiv zu arbeiten, ohne in eine Überlastung zu geraten, sofern Abläufe optimiert und Kommunikationswege effektiv genutzt werden. Die Idee einer reduzierten Arbeitswoche bei gleichbleibendem Gehalt wird in diesem Kontext als möglicher Weg gesehen, vorausgesetzt, die Mitarbeiter können mit den digitalen Werkzeugen umgehen. Die Realität zeigt jedoch, dass die Anpassung an die digitale Arbeitswelt und die damit verbundene ständige Erreichbarkeit für viele eine Herausforderung darstellt.

Die Rolle der Führung

Entscheidend für den Umgang mit der digitalen Erreichbarkeit ist das Verhalten der Führungskräfte. Sie haben die Aufgabe, durch ihr eigenes Verhalten zu signalisieren, dass ständige Erreichbarkeit nicht gleichbedeutend mit Produktivität ist. Experten für psychische Gesundheit weisen darauf hin, dass eine kritische Auseinandersetzung mit dem Einsatz digitaler Tools notwendig ist, um zu verhindern, dass Mitarbeiter sich von diesen beherrscht fühlen.

Fazit

Die digitale Transformation hat die Arbeitswelt nachhaltig verändert und bietet zahlreiche Vorteile hinsichtlich Flexibilität und Effizienz. Gleichzeitig stellt sie neue Anforderungen an die psychische Widerstandsfähigkeit der Arbeitnehmer. Um die Vorteile der digitalen Arbeitswelt voll ausschöpfen zu können, ohne die Mitarbeiter zu überfordern, ist es entscheidend, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Erholung zu finden. Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie eine Unternehmenskultur fördern, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.