Fiege und Dunlop feiern Richtfest für neues Logistikzentrum

Fiege und Dunlop feiern Richtfest für neues Logistikzentrum
Foto: Fiege

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Der Logistikdienstleister Fiege aus Greven kommt mit seinem neuen Logistikzentrum in Hessisch Lichtenau weiter voran. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde am Dienstag Richtfest für den Neubau gefeiert, der künftig unter anderem für die Reifenmarke Dunlop genutzt werden soll.

Neues Logistikzentrum in Hessisch Lichtenau soll im Herbst fertig sein

Fiege errichtet in Hessisch Lichtenau unweit von Kassel ein neues Multi-User-Center mit knapp 52.000 Quadratmetern Logistikfläche. Die Fläche verteilt sich nach Unternehmensangaben auf fünf Hallenschiffe. Hinzu kommen Büro- und Sozialflächen, damit der Standort nicht nur als Lager, sondern auch als Arbeits- und Verwaltungsumgebung genutzt werden kann. Die Fertigstellung ist für den Herbst dieses Jahres geplant.

Für Fiege ist das Projekt auch aus regionaler Sicht relevant, weil der Logistikdienstleister seinen Stammsitz im westfälischen Greven hat. Damit bleibt das Unternehmen ein wichtiger Wirtschaftsakteur aus dem Münsterland, auch wenn der neue Standort in Hessen entsteht. Das Bauprojekt wird von Fiege Real Estate umgesetzt. Ankerkunde wird die Dunlop Tyre Europe GmbH.

Beim Richtfest war auch Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Dirk Oetzel dabei. Laut Mitteilung der Fiege-Gruppe bewertete er die Ansiedlung als positives Signal für den Wirtschaftsstandort Hessisch Lichtenau. Für die Stadt bedeutet das Projekt eine größere Unternehmensansiedlung, während Fiege damit seine Logistikkapazitäten für einen langjährigen Kunden erweitert.

Fiege und Dunlop setzen ihre Zusammenarbeit fort

Dunlop soll das neue Logistikzentrum als zentraler Ankerkunde nutzen. Die Zusammenarbeit zwischen Fiege und Dunlop besteht nach Angaben des Unternehmens seit fast 20 Jahren. Beide Unternehmen haben demnach bereits an mehreren europäischen Standorten zusammengearbeitet, unter anderem in Gengenbach und in Ungarn. Mit Hessisch Lichtenau kommt nun ein weiterer Standort hinzu.

Für Fiege ist das neue Zentrum Teil einer größeren Logistikstrategie. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den großen europäischen Kontraktlogistikern und beschäftigt rund 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 131 Standorten in 15 Ländern. Im Jahr 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Insgesamt verfügt Fiege über 4,3 Millionen Quadratmeter Logistikfläche.

Dunlop Tyre Europe ist eine europäische Tochtergesellschaft von Sumitomo Rubber Industries. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Reifen für Erstausrüster und den Ersatzmarkt. Nach der Übernahme der Markenrechte durch Sumitomo Rubber Industries firmiert das Unternehmen seit Februar 2026 unter dem Namen Dunlop Tyre Europe. Deshalb passt der neue Standort in die Neuaufstellung der Marke in Europa.

Nachhaltigkeit spielt bei der Planung eine zentrale Rolle

Beim Neubau setzt Fiege nach eigenen Angaben auf ein nachhaltiges Energiekonzept. Das Logistikzentrum soll EU-Taxonomie-konform entwickelt werden. Außerdem strebt das Unternehmen eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen nach der Version 2023 an. Damit rückt neben der reinen Logistikfläche auch die energetische Qualität des Gebäudes in den Mittelpunkt.

Geplant sind unter anderem Ladesäulen für E-Lkw, eine Mineralwolldämmung und eine energieeffiziente LED-Beleuchtung. Beheizt werden soll das Gebäude mit Luft-Luft-Wärmepumpen. Einen großen Teil des benötigten Stroms soll eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefern. Diese soll nach Unternehmensangaben eine Leistung von 3.000 Kilowattpeak erreichen.

Zusätzlich sollen eine automatisierte Gebäudeleittechnik und digitale Monitoring-Systeme den Energieverbrauch steuern. Dadurch will Fiege den Betrieb des Logistikzentrums ressourcenschonender gestalten. Ergänzend ist ein standortbezogenes Biodiversitätskonzept vorgesehen. Für Münster Nachrichten und aktuelle Meldungen aus dem Münsterland ist das Projekt deshalb vor allem wegen des Grevener Unternehmensbezugs interessant.

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