Neue Zahlen zeigen, wie Schulen im Kreis Steinfurt personell aufgestellt sind

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Taylor Flowe

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Die Personalsituation an Schulen im Kreis Steinfurt liegt nach aktuellen Angaben der Landesregierung rechnerisch über dem anerkannten Stellenbedarf. Zum Stichtag 4. Mai 2026 weist das Schulinformations- und Planungssystem SchIPS eine Personalausstattung von 102,91 Prozent aus. Zugleich macht die Antwort der Landesregierung deutlich, dass diese Quote nur eine Momentaufnahme ist und nicht automatisch etwas über die konkrete Lage an jeder einzelnen Schule aussagt.

Warum die Quote nicht alles über den Schulalltag sagt

Die Landesregierung verweist darauf, dass die schulische Personalausstattung auf Grundlage des anerkannten Lehrerstellenbedarfs berechnet wird. Dabei können Besonderheiten vor Ort eine Rolle spielen, etwa Entlastungen wegen Alter oder Schwerbehinderung. Deshalb bedeutet eine rechnerisch niedrigere Quote an einer einzelnen Schule nicht zwangsläufig, dass dort Unterricht ausfällt. Umgekehrt steht eine höhere Quote nicht automatisch für eine Überversorgung.

Wichtig ist zudem der Stichtag der Auswertung. Veränderungen durch Neueinstellungen, Pensionierungen, Elternzeit, Altersteilzeit, Beurlaubungen oder geänderte Beschäftigungsumfänge können in einer solchen Abfrage nicht vollständig abgebildet werden. Für Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen bleibt damit entscheidend, wie sich die Versorgung konkret im Schulalltag bemerkbar macht.

Schulsozialarbeit im Kreis Steinfurt wird weiter gefördert

Neben Lehrkräften rückt auch die Schulsozialarbeit in den Blick. Für das Schuljahr 2025/2026 wurden dem Kreis Steinfurt nach Angaben der Landesregierung Landesmittel in Höhe von 1.036.131,62 Euro bewilligt. Damit werden rund 18 kommunale Stellen im Bereich Schulsozialarbeit gefördert.

Hinzu kommen landeseigene Stellen. Zum Stichtag 4. Mai 2026 weist SchIPS für den Kreis Steinfurt 32 Fachkräfte für Schulsozialarbeit aus. Ihre Personalausstattung entspricht 26,47 Stellen. Historische Vergleichsdaten liegen in SchIPS nach Darstellung der Landesregierung nicht vor, weil das System grundsätzlich tagesaktuelle Daten abbildet.

Lehrkräfte werden an Grundschulen abgeordnet

Eine weitere Zahl zeigt, wie stark die Grundschulen im Kreis Steinfurt auf Unterstützung aus anderen Schulformen angewiesen sind. Zum Stichtag 4. Mai 2026 waren Lehrkräfte im Umfang von insgesamt rund 35,58 Stellen von anderen Schulformen an Grundschulen abgeordnet.

Seit dem Schuljahr 2021/2022 wurden außerdem Lehrerstellen im Umfang von 1,375 Stellen in Stellen für Fachkräfte für Schulsozialarbeit umgewandelt. Unter Einbeziehung kommunaler Anteile entstanden daraus 2,75 Stellen für Schulsozialarbeit. Damit zeigt die Antwort der Landesregierung ein differenziertes Bild: Rechnerisch liegt die Personalausstattung im Kreis Steinfurt über 100 Prozent, zugleich bleibt die Versorgung von Schulen ein bewegliches System, das stark von Stichtagen, Abordnungen und einzelnen Personalentscheidungen abhängt.

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