NRW schafft Überblick: Digitale Baustellenkarte für RE, RB und S-Bahn

Aufbau der Jägerstegbrücke in Münster verschoben: Schwertransport defekt, neue Woche als Ziel. Vollsperrung der Umgehung geplant.
Foto: Monika

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Pendlerinnen und Pendler in Nordrhein-Westfalen bekommen ein neues digitales Werkzeug für ihre Reiseplanung. Mit dem „Baustellenüberblick NRW“ steht ab sofort eine interaktive Karte zur Verfügung, die größere Bauprojekte im Schienenpersonennahverkehr frühzeitig sichtbar macht. Ziel ist es, Reisenden eine bessere Orientierung zu ermöglichen – noch bevor detaillierte Fahrpläne oder Ersatzkonzepte veröffentlicht sind.

Interaktive Jahresübersicht für RE, RB und S-Bahn

Die neue Baustellenkarte richtet sich an Fahrgäste im nordrhein-westfälischen SPNV. Sie bündelt geplante Maßnahmen mit spürbaren Auswirkungen auf Regionalexpress-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Anders als klassische Störungsmeldungen, die kurzfristige Ausfälle oder akute Einschränkungen anzeigen, bietet der Überblick eine langfristige Perspektive.

Dargestellt werden vor allem Großbaustellen, die den Bahnverkehr über Wochen oder Monate beeinflussen können. Damit können Reisende bereits im Vorfeld abschätzen, in welchen Zeiträumen mit Umleitungen, längeren Fahrzeiten oder Schienenersatzverkehr zu rechnen ist.

Zu finden auf zuginfo.nrw

Abrufbar ist die interaktive Karte online über das Portal zuginfo.nrw unter dem Bereich „Baustellenüberblick NRW“. Die Anwendung ergänzt bestehende Informationsangebote der Verkehrsverbünde und Aufgabenträger. Einige Regionen stellen zusätzlich eigene Übersichten bereit, etwa für spezifische Teilräume innerhalb Nordrhein-Westfalens.

Hintergrund: Viele Großbaustellen im Jahr 2026

Der Start der digitalen Jahresübersicht fällt in eine Phase intensiver Bauaktivitäten. Für 2026 sind in Nordrhein-Westfalen mehrere umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen geplant. Dazu zählen unter anderem langfristige Streckensanierungen mit erheblichen Auswirkungen auf zentrale Bahnverbindungen.

Gerade bei solchen Großprojekten entsteht für Fahrgäste häufig frühzeitig Informationsbedarf. Während konkrete Ersatzfahrpläne oft erst näher am Baubeginn veröffentlicht werden, ermöglicht die neue Karte zumindest eine zeitliche und geografische Einordnung der Maßnahmen.

Ergänzung zur aktuellen Störungsinformation

Wichtig ist die Abgrenzung zu bestehenden Meldesystemen. Kurzfristige Verspätungen, Zugausfälle oder technische Störungen bleiben weiterhin über die bekannten Kanäle abrufbar. Der Baustellenüberblick NRW versteht sich dagegen als Planungsinstrument für mittelfristige und langfristige Reiseentscheidungen.

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Ob Pendler, Gelegenheitsfahrer oder Berufspendler mit regelmäßigen Verbindungen: Die neue Übersicht soll Transparenz schaffen und Überraschungen im Bahnverkehr reduzieren.

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