Taylor Swift trifft auf Kirche: Besonderer Gottesdienst in Dülmen

In Dülmen verbindet ein besonderer Gottesdienst Taylor-Swift-Songs mit Psalmen, Live-Musik und Freundschaftsarmbändern.
Eva Rinaldi, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Teilen:

Popmusik, Psalmen und Freundschaftsarmbänder: In der Heilig-Kreuz-Kirche in Dülmen wird am Sonntag, 20. September 2026, ein ungewöhnliches Format gefeiert. Unter dem Titel „Take me to church Taylor“ verbindet die katholische Gemeinde Songs des US-Popstars mit biblischen Texten. Der Taylor-Swift-Gottesdienst in Dülmen beginnt um 18 Uhr.

Anzeige

Swift-Songs werden theologisch gedeutet

Eine Band aus Recklinghausen soll mehrere Stücke live spielen. Welche Songs auf dem Programm stehen, ist bislang nicht bekannt. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Themen und Motive aus den Liedern Parallelen zu den Psalmen der Bibel aufweisen.

Das Format ist bewusst lockerer angelegt als eine klassische Messe. Mitsingen und Tanzen sollen möglich sein, außerdem können Besucher die unter Swift-Fans beliebten Freundschaftsarmbänder tauschen. Nach der Veranstaltung ist Zeit für Gespräche und Begegnungen vorgesehen. Organisiert wird das Angebot nach Medienangaben von der Dülmener Theologiestudentin Felicitas Höing, die damit auch Menschen erreichen möchte, die sich von traditionellen Gottesdienstformen weniger angesprochen fühlen.

Vorbild aus Heidelberg war mehrfach ausgebucht

Ähnliche Veranstaltungen gab es bereits in Heidelberg. Die evangelische Heiliggeistkirche veranstaltete dort im Mai 2024 zwei Abende unter dem Titel „Anti Hero“. Eine Live-Band interpretierte sechs Songs, die anschließend theologisch eingeordnet wurden. Beide Termine waren ausgebucht.

Anzeige

2025 wurde das Konzept fortgesetzt. Für zwei weitere Veranstaltungen wurden nach Angaben der Evangelischen Kirche mehr als 1.300 kostenlose Tickets vergeben. Auch eine Station zum Tausch selbstgemachter Freundschaftsarmbänder gehörte zum Programm.

Popmusik im Kirchenraum hat in Heidelberg bereits eine längere Tradition. Frühere Formate beschäftigten sich unter anderem mit den Beatles, Madonna, Bob Dylan, Michael Jackson und Leonard Cohen. In Dülmen findet ein solches Konzept nun in einer römisch-katholischen Pfarrkirche des Bistums Münster statt.

Historischer Kirchenbau als ungewöhnliche Kulisse

Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde zwischen 1936 und 1938 nach Plänen des bekannten Kirchenarchitekten Dominikus Böhm errichtet und am 16. November 1938 durch den Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen eingeweiht.

Zugleich ist sie Grab- und Wallfahrtskirche der seligen Anna Katharina Emmerick. Ihr Grab befindet sich seit der Umgestaltung 2004 und 2005 in einem eigens gestalteten Lichtraum. Auffällig ist zudem die Rosette an der Westfassade, die rund neun Meter Durchmesser hat und aus etwa 11.800 farbigen Glasscheiben besteht.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu