
Münster. Rund 500 Bürgerinnen und Bürger sind am Dienstag, 13. Januar, zum traditionellen Neujahrsempfang von Rat und Verwaltung im Festsaal des Historischen Rathauses zusammengekommen. Eingeladen hatte Stadt Münster, die Veranstaltung richtete sich ausdrücklich an die Stadtgesellschaft insgesamt. Im Mittelpunkt standen der Ausblick auf das Jahr 2026 sowie die Frage, wie Münster aktuelle und künftige Herausforderungen gemeinsam bewältigen kann.
In seiner Ansprache machte Oberbürgermeister Tilman Fuchs deutlich, dass Münster vor anspruchsvollen Aufgaben steht. Dazu zählen unter anderem enger werdende finanzielle Spielräume, der wirtschaftliche Wandel und der Schutz demokratischer Strukturen. Diese Themen könnten aus seiner Sicht nur im Zusammenspiel von Bürgerschaft, Politik, Verwaltung sowie Akteuren aus Wissenschaft, Kultur, Sport und Wirtschaft bewältigt werden. Gerade angesichts der bevorstehenden Jahre sei es entscheidend, Verantwortung gemeinsam zu tragen und den Dialog innerhalb der Stadt zu stärken.
Mit Blick auf das neue Jahr zeigte sich Fuchs zuversichtlich. Er warb dafür, 2026 mit Offenheit und Gestaltungswillen anzugehen und Münster weiterzuentwickeln. Dabei nannte er den Wirtschaftsstandort, die Rolle als Wissenschaftsstadt und die Lebensqualität für alle Menschen in Münster als zentrale Leitlinien. Nach Darstellung der Stadt soll der Neujahrsempfang damit auch ein Signal für Zusammenhalt und gemeinsames Handeln senden. Für die Münster Nachrichten ordnet sich der Empfang damit als wichtiger politischer und gesellschaftlicher Auftakt ins neue Jahr ein.
Die Festrede hielt in diesem Jahr der Chemiker Martin Winter, wissenschaftlicher Leiter des MEET Batterieforschungszentrums der Universität Münster. Er stellte die Entwicklung Münsters zu einem bedeutenden Standort der Batterieforschung in den Mittelpunkt. Nach seiner Einschätzung habe sich die Stadt national wie international als wichtiger Akteur in der Forschung und Entwicklung von Speichertechnologien etabliert. Dazu trügen neben dem MEET Batterieforschungszentrum auch weitere wissenschaftliche Einrichtungen und Industriepartner bei.
Insgesamt arbeiten nach Angaben Winters inzwischen mehrere Hundert Fachkräfte in Münster an innovativen Lösungen für die Energie und Mobilitätswende sowie an nachhaltigen Produktionsprozessen. Im Anschluss an die Rede diskutierte er mit dem Oberbürgermeister über die Rolle der Batterieforschung für die Zukunft der Stadt. Dieser Austausch sollte verdeutlichen, welche Bedeutung Wissenschaft und Innovation für die wirtschaftliche Entwicklung Münsters haben. Für Nachrichten aus Münster ist dies ein weiteres Zeichen dafür, wie eng Stadtpolitik und Forschung inzwischen miteinander verknüpft sind.
Gemeinsam halten wir unabhängige Nachrichten frei zugänglich. Was es dir wert ist, entscheidest du.
Bereits vor dem Empfang war Martin Winter als Ehrengast im Friedenssaal des Historischen Rathauses empfangen worden. Dort trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein, eine Geste, mit der Münster besondere Verdienste und Verbundenheit würdigt. Der eigentliche Neujahrsempfang bot anschließend auch Raum für persönliche Gespräche und Begegnungen der Gäste untereinander.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Jazz Soul Pop Gruppe Triade. Damit verband die Stadt den politischen Ausblick mit einem kulturellen Rahmen. Wie die Stadt Münster mitteilt, soll der Neujahrsempfang auch künftig ein Ort des Austauschs bleiben, an dem unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammenkommen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten setzt Münster damit bewusst auf Dialog und Gemeinschaft.