Strafverfahren wegen sexueller Belästigung: Bistum Münster stellt Priester frei

Warum Münster sich gerade wieder wie 2016 anfühlt
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Wegen eines Strafverfahrens wegen sexueller Belästigung hat das Bistum Münster einen Priester aus Nordkirchen mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Der Ordenspriester war erst seit Februar 2026 in der Kirchengemeinde St. Mauritius eingesetzt. Neben den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Münster wurde auch eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet.

Priesterliche Tätigkeiten im Bistum Münster untersagt

Mit der Freistellung darf der Priester nach Angaben des Bistums Münster keine priesterlichen und seelsorglichen Tätigkeiten im Bistum mehr ausüben. Das entsprechende Dekret wurde von Dr. Antonius Hamers, dem Diözesanadministrator des Bistums Münster, unterzeichnet.

Kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet

Neben dem staatlichen Strafverfahren hat das Bistum Münster auch eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet. Zudem wurde nach Angaben des Bistums der Generalobere des Ordens informiert. Der Schritt ist nach kirchenrechtlichen Vorgaben vorgesehen.

Keine Hinweise auf Betroffene aus priesterlicher Tätigkeit

Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es laut Bistum Münster keine Betroffenen im Zusammenhang mit der priesterlichen Tätigkeit des Mannes. Das Bistum verweist dennoch darauf, dass mögliche Betroffene sich an die zuständigen Ansprechpersonen oder an die weisungsunabhängige Interventionsbeauftragte Christina Kogenschott wenden können.

Fall betrifft Kirchengemeinde St. Mauritius in Nordkirchen

Der Priester war erst seit Februar 2026 in der Kirchengemeinde St. Mauritius in Nordkirchen tätig. Die Gemeinde gehört zum Kreisdekanat Coesfeld im Bistum Münster. Weitere Angaben zum laufenden Strafverfahren machte das Bistum in der Mitteilung nicht.

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