
Die Krimiserie Surface – Das versunkene Dorf wird am heutigen Sonntag, 2. August 2026, im Ersten fortgesetzt. Um 21.45 Uhr beginnt die dritte Folge, unmittelbar danach folgt ab 22.35 Uhr Episode vier. Es handelt sich weder um einen Spielfilm noch um eine Dokumentation, sondern um eine sechsteilige französisch-deutsche Fernsehserie aus dem Produktionsjahr 2025. Im Mittelpunkt steht die Pariser Hauptkommissarin Noémie Chastain, gespielt von Laura Smet, die in einem abgelegenen Dorf einen 23 Jahre alten Vermisstenfall aufrollt. Die jeweils rund 50 Minuten langen Episoden verbinden einen klassischen Cold Case mit Thriller- und Familiendrama-Elementen.
Noémie Chastain wird nach einem Einsatz, bei dem sie durch einen Schuss schwer im Gesicht verletzt wurde, aus Paris in die Provinz geschickt. In Avalone soll sie eigentlich prüfen, ob die kleine Polizeidienststelle noch benötigt wird. Kurz nach ihrer Ankunft treibt jedoch ein Fass aus dem nahe gelegenen Stausee an die Oberfläche. Darin befinden sich die sterblichen Überreste eines Kindes. Die Ermittlungen führen zurück in das alte Avalone, das vor 23 Jahren für den Bau eines Staudamms geflutet wurde. Kurz vor der Umsiedlung verschwanden dort die Kinder Alex, Cyril und Elsa sowie der damals verdächtigte Jean Casteran.
An Noémies Seite arbeitet der örtliche Kommissar Romain Valant, dargestellt von Théo Costa-Marini. Er war als Zehnjähriger mit den verschwundenen Kindern befreundet und ist deshalb persönlich in den Fall verwickelt. Der von Tomer Sisley gespielte Polizeitaucher Hugo Massey untersucht währenddessen den Grund des Sees und die Ruinen des versunkenen Dorfes. Bürgermeisterin Catherine Valant, Romains Mutter, gehört ebenfalls zu den zentralen Figuren. Sie wird von Florence Muller verkörpert und scheint mehr über die damaligen Ereignisse zu wissen, als sie zunächst preisgibt.
In der dritten Folge verhören Noémie und Romain die junge Justine Casteran. Ihr Vater Jean war nach dem Verschwinden der Kinder untergetaucht und galt lange als Hauptverdächtiger. Justine belastet ihn durch einzelne Angaben, verteidigt jedoch zugleich seine Unschuld. Damit gerät die bisherige Annahme, Jean habe die Kinder getötet und sei anschließend geflohen, zunehmend ins Wanken.
Ein aufgefundenes Tagebuch nährt den Verdacht, dass eines der Kinder missbraucht worden sein könnte. Die darin enthaltenen Hinweise lassen allerdings unterschiedliche Deutungen zu und führen die Ermittler zunächst nicht zu einer eindeutigen Person. Besonders Romain wird durch die erneute Beschäftigung mit seiner Kindheit belastet. Noémie lässt den Stausee noch einmal systematisch absuchen. Der erneute Tauchgang endet jedoch mit einem gefährlichen Zwischenfall, der die Suche nach weiteren Spuren erheblich erschwert. Die dritte Episode hat eine Länge von 48 Minuten.
Die vierte Folge beginnt mit den Vorbereitungen für eine Doppelbeisetzung. Zwei der verschwundenen Kinder konnten inzwischen identifiziert werden, doch von einem weiteren Kind fehlt weiterhin jede Spur. Noémie zweifelt daran, dass sämtliche Antworten tatsächlich auf dem Grund des Sees liegen. Sie misstraut mehreren Bewohnern von Avalone und versucht, die Beziehungen zwischen den Familien sowie ihre damaligen Aussagen neu zu ordnen.
Romain hofft unterdessen, von Annie Dorin entscheidende Informationen zu bekommen. Annie, gespielt von Serpentine Teyssier, lebte bereits zur Zeit des Verschwindens im alten Dorf. Bevor sie ihre Kenntnisse vollständig offenlegen kann, bricht auf ihrem Hof ein Feuer aus. Dadurch weitet sich der Fall aus und bekommt eine neue Dringlichkeit. Gleichzeitig bleibt offen, ob das Feuer mit den Ermittlungen zusammenhängt. Die vierte Folge dauert 50 Minuten und wird direkt im Anschluss an Episode drei ausgestrahlt.
Regie führte Slimane-Baptiste Berhoun, der zuvor unter anderem an der französischen Science-Fiction-Serie „Vortex“ arbeitete. Die Drehbücher stammen von Marie Deshaires, Catherine Touzet, Laura Piani, Gaëlle Bellan, Stéphane Carrié und Joris Morio. Grundlage ist der Roman „Surface“ des französischen Krimiautors und früheren Polizeibeamten Olivier Norek. Produziert wurde die Serie von Quad Drama mit Iris Bucher als Produzentin. Beteiligt waren außerdem La Compagnie Cinématographique, Panache Productions, Nadcon Film, France Télévisions und ARD Degeto Film.
Die Außenaufnahmen entstanden im Sommer 2024 in Okzitanien. Gedreht wurde unter anderem in Vabre, Mazamet, Lacaune, Anglès und La Salvetat-sur-Agout sowie an den Seen La Raviège, Laouzas, Saints-Peyres und Vézole. Für die Unterwasseraufnahmen wurde das versunkene Dorf in einem großen Wassertank im belgischen Vilvoorde teilweise nachgebaut. Kamera und Landschaftsinszenierung gehören zu den besonders häufig hervorgehobenen Stärken der Produktion.
„Surface“ wurde 2025 zunächst im französischsprachigen Raum veröffentlicht. Bei der linearen Premiere auf France 2 erreichten die ersten beiden Folgen durchschnittlich rund 3,41 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 18,5 Prozent. In Deutschland sind alle sechs Episoden bereits seit dem 17. Juli 2026 in der ARD Mediathek abrufbar. Die Fernsehausstrahlung begann am 26. Juli mit den ersten beiden Folgen. Die heutige Ausstrahlung der Episoden drei und vier ist daher eine deutsche Fernsehpremiere und keine Wiederholung. Nächtliche Wiederholungen sind am Montag ab 1.45 Uhr vorgesehen.
Die Kritiken fallen insgesamt ordentlich, aber nicht uneingeschränkt positiv aus. Gelobt werden vor allem Laura Smets körperlich und emotional präsente Darstellung, die Landschaftsbilder sowie die atmosphärischen Tauchsequenzen. Kritischer beurteilt werden vertraute Krimimotive, das stellenweise langsame Erzähltempo und mehrere Nebenhandlungen. Folge drei ist in der ARD Mediathek bis zum 17. Juli 2027 um 5.30 Uhr verfügbar. Für die Serie werden außerdem Untertitel, Audiodeskription und die französische Originalfassung angeboten.
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