Zwei Klubs werben um Hoffenheims Talent Deniz Zeitler

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Ein Wechsel von Deniz Zeitler könnte in diesem Transfersommer noch konkret werden. Nach Informationen des kicker beschäftigen sich sowohl der österreichische Spitzenklub RB Salzburg als auch Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07 mit dem 19 Jahre alten Offensivspieler der TSG Hoffenheim. Während Salzburg dem Bericht zufolge einen festen Transfer anstreben könnte, käme für Paderborn offenbar eher eine Leihe infrage. Offiziell bestätigt war das Interesse der beiden Vereine zunächst nicht.

Salzburg und Paderborn bieten unterschiedliche Perspektiven

Bei der TSG Hoffenheim ist der Konkurrenzkampf in der Offensive zuletzt größer geworden. Der Bundesligist verstärkte sich unter anderem mit Adam Daghim, der von RB Salzburg in den Kraichgau wechselte. Dadurch könnten Zeitlers Aussichten auf regelmäßige Einsätze bei der Profimannschaft gesunken sein.

Nach Darstellung des kicker könnte Zeitler nun den umgekehrten Weg nach Salzburg nehmen. Bei einem Wechsel zum österreichischen Klub soll demnach ein Verkauf möglich sein. Salzburg setzt seit Jahren stark auf junge und entwicklungsfähige Spieler, die zunächst in der österreichischen Bundesliga Spielpraxis sammeln und später den nächsten Karriereschritt machen sollen.

Auch Paderborn soll sich weiterhin Chancen ausrechnen. Beim SCP würde das Modell laut dem Bericht eher auf eine Leihe hinauslaufen. Eine unabhängige Bestätigung der Gespräche oder konkreter Verhandlungen lag zunächst nicht vor.

Deniz Zeitler wurde zehn Jahre in Ingolstadt ausgebildet

Zeitler wurde am 13. Dezember 2006 in Ingolstadt geboren und begann beim TV 1861 Ingolstadt mit dem Fußball. Im Alter von acht Jahren wechselte er 2015 in das Nachwuchsleistungszentrum des FC Ingolstadt 04. Dort durchlief er die weiteren Jugendmannschaften und schaffte bereits als 16-Jähriger den Sprung in den Profifußball.

Sein Drittligadebüt gab der Offensivspieler am 25. November 2023 gegen Rot-Weiss Essen. Damit wurde er zum damals jüngsten Pflichtspieldebütanten der Ingolstädter Profimannschaft. In der U19 des FCI hatte Zeitler zuvor und parallel in 13 Ligaspielen neun Tore erzielt.

Für die Ingolstädter Profis absolvierte der beidfüßige Angreifer insgesamt 34 Drittligaspiele. Dabei gelangen ihm acht Tore. Hinzu kam ein Einsatz im DFB-Pokal. In seiner letzten Saison bei den Schanzern kam Zeitler wettbewerbsübergreifend auf 34 Partien, zehn Treffer und vier Vorlagen.

15 Tore für Hoffenheim II in der 3. Liga

Im Juli 2025 wechselte Zeitler zur TSG Hoffenheim. Die beteiligten Vereine vereinbarten über die finanziellen Bedingungen Stillschweigen. Hoffenheim bezeichnete die Verpflichtung als langfristig angelegten Transfer. Ein konkretes Vertragsende wurde von der TSG nicht veröffentlicht.

Zeitler spielte in seiner ersten Saison im Kraichgau überwiegend für die zweite Mannschaft. Für Hoffenheim II bestritt er alle 38 Begegnungen der Drittligasaison 2025/26. Dabei erzielte er 15 Tore und gehörte zu den erfolgreichsten jungen Offensivspielern der Liga. Drei seiner Treffer erzielte er per Strafstoß.

In einem Pflichtspiel der Hoffenheimer Bundesligamannschaft kam Zeitler bislang nicht zum Einsatz. Seine Leistungen in der 3. Liga brachten ihn dennoch in den erweiterten Kreis der deutschen Juniorennationalmannschaften.

Drei Juniorenländerspiele für Deutschland

Für die deutsche U19-Nationalmannschaft absolvierte Zeitler im Mai 2025 sein erstes Länderspiel. Später folgten zwei Einsätze für die U20. In seinen bislang drei Juniorenländerspielen erzielte er kein Tor.

Sein Marktwert wird vom Branchenportal Transfermarkt derzeit mit vier Millionen Euro angegeben. Dabei handelt es sich nicht um einen festgelegten Verkaufspreis, sondern um eine Schätzung des Portals. Eine mögliche Ablösesumme für einen Wechsel nach Salzburg wurde zunächst nicht belastbar genannt.

Paderborn plant nach dem Bundesliga-Aufstieg weiter

Anders als teilweise dargestellt, bereitet sich der SC Paderborn nicht auf eine weitere Saison in der 2. Bundesliga vor. Die Ostwestfalen setzten sich im Mai in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg durch und stiegen in die Bundesliga auf.

Der Verein hat seinen Kader bereits auf mehreren Positionen verstärkt. Zu den externen Neuzugängen gehören unter anderem Mittelfeldspieler Luka Duric, der ebenfalls von Hoffenheim kam, Oliver Batista Meier von Preußen Münster, Defensivspieler Jano ter Horst sowie Torhüter Nahuel Noll. Auch mehrere junge Spieler wurden für den erweiterten Profikader verpflichtet.

Zum Trainingsauftakt Anfang Juli erklärte die sportliche Leitung, dass der Kader bereits weitgehend stehe, auf dem Transfermarkt aber noch weitere Bewegungen möglich seien. Mit Zeitler könnte Paderborn zusätzliche Geschwindigkeit und Flexibilität für die offensiven Außenpositionen gewinnen. Ob daraus tatsächlich eine Leihe wird oder Salzburg bei einem festen Transfer den Zuschlag erhält, blieb zunächst offen.

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