
Der Waldbrand in der Wahner Heide im Rösrather Stadtteil Brand ist beendet. Nach Angaben der Feuerwehr konnte am Dienstag gegen 14 Uhr Feuer aus gemeldet werden. Der Einsatz hatte am Montagnachmittag begonnen und dauerte viele Stunden. Betroffen war nach einer Drohnenvermessung eine Fläche von rund 1.600 Quadratmetern.
Die Feuer und Rettungsleitstelle des Rheinisch Bergischen Kreises war am Montag gegen 17 Uhr über eine unklare Rauchentwicklung im Bereich der Wahner Heide informiert worden. Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Rösrath lokalisierten daraufhin einen Vegetationsbrand in einem Waldgebiet.
Da für den betroffenen Bereich ein Munitionsverdacht nicht ausgeschlossen werden konnte, ließ die Einsatzleitung die Brandfläche aus Gründen des Eigenschutzes nicht betreten. Die Löscharbeiten erfolgten deshalb ausschließlich von sicheren Waldwegen aus. Unterstützt wurde die Feuerwehr zunächst durch einen Hubschrauber der Polizei NRW mit einem sogenannten Bambi Bucket. Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Löschflüge eingestellt werden.
In der Nacht übernahmen überörtliche Einsatzkräfte aus dem Rheinisch Bergischen Kreis eine Brandwache und sicherten das Einsatzgebiet. Am Dienstagmorgen wurden die Löschmaßnahmen durch die Feuerwehr Rösrath fortgesetzt.
Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr seit den Morgenstunden insgesamt 13 Kreisregner ein. Für die Wasserversorgung wurde eine rund 1.800 Meter lange Schlauchleitung verlegt. Zusätzlich kamen handgeführte Strahlrohre aus sicherer Entfernung zum Einsatz, um verbliebene Glutnester gezielt abzulöschen.
Die Rauchentwicklung ging im Laufe des Einsatzes vollständig zurück. Die über die Warn App NINA veröffentlichte Bevölkerungsinformation konnte deshalb gegen 12.30 Uhr zurückgenommen werden. Nach Angaben der Feuerwehr bestand während des gesamten Einsatzes keine Gefahr für die Bevölkerung.
Auch der Flugbetrieb des Flughafens Köln Bonn war demnach zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Gegen 14 Uhr konnte die Feuerwehr schließlich Feuer aus melden.
Zeitweise waren rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Neben der Feuerwehr Rösrath unterstützten zahlreiche Einheiten aus dem gesamten Rheinisch Bergischen Kreis. Dazu gehörten unter anderem die Informations und Kommunikationseinheit des Kreises, der Waldbrandzug der Feuerwehr Bergisch Gladbach sowie Feuerwehren aus Overath, Kürten, Burscheid, Odenthal und Leichlingen.
Auch die Flughafen Feuerwehr Köln Bonn war eingebunden. Zusätzlich waren das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei NRW, die Stadtwerke Rösrath, das Ordnungsamt, Vertreter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, der Bundesforst sowie ein Verbindungsbeamter der Bundeswehr an der Einsatzbewältigung beteiligt.
Zur Ursache des Waldbrandes machte die Feuerwehr in ihrer Abschlussmeldung keine Angaben. Im Mittelpunkt standen die schwierigen Einsatzbedingungen in dem betroffenen Waldgebiet. Wegen des möglichen Munitionsverdachts musste die Brandbekämpfung mit besonderem Abstand und ohne Betreten der Fläche erfolgen.
Die Feuerwehr bedankte sich nach dem Einsatz bei allen beteiligten Kräften, Hilfsorganisationen und der Bevölkerung für die Beachtung der Absperrmaßnahmen.
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