Heidelberger Druckmaschinen legt Jahreszahlen vor

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem nahezu stabilen Umsatz abgeschlossen, musste beim Auftragseingang aber einen Rückgang hinnehmen. Der Konzernumsatz stieg leicht von 2,280 Milliarden Euro auf 2,293 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von rund einem Prozent. Der Auftragseingang sank dagegen von 2,433 Milliarden Euro auf 2,246 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende ging von 722 Millionen Euro auf 639 Millionen Euro zurück. Damit zeigen die Heidelberger Druckmaschinen Jahreszahlen ein gemischtes Bild: Das Unternehmen konnte den Umsatz halten, spürt aber weiterhin die schwächere Investitionsbereitschaft in wichtigen Märkten.

EBITDA steigt, bereinigte Marge bleibt unter dem Vorjahr

Beim Ergebnis fiel die Bilanz differenziert aus. Das EBITDA verbesserte sich von 137 Millionen Euro auf 145 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA sank jedoch von 162 Millionen Euro auf 151 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag damit bei 6,6 Prozent nach 7,1 Prozent im Vorjahr. Bereits im April hatte Heidelberger Druckmaschinen die Ergebnisprognose angepasst und auf Belastungen durch Währungseffekte, schwächere Investitionsnachfrage, Produktmix sowie Anlaufkosten für neue Geschäftsfelder verwiesen. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 5 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie von 0,02 Euro auf 0,05 Euro.

Aktie reagiert zunächst freundlich

Die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen reagierte am Berichtstag zunächst nicht mit einem deutlichen Ausverkauf. Auf Tradegate wurde der Titel am Morgen mit 1,409 Euro und einem Plus von 0,86 Prozent angezeigt. Bei Lang & Schwarz lag der Kurs laut wallstreetONLINE bei 1,4155 Euro, was einem Plus von 1,43 Prozent entsprach. Die Handelsspanne bei Tradegate lag zu diesem Zeitpunkt zwischen 1,374 Euro und 1,441 Euro. Diese Werte zeigen eine zunächst freundliche Reaktion, ändern aber nichts am schwachen Gesamtbild der vergangenen Monate. Auf Sicht des bisherigen Jahres lag die Aktie deutlich im Minus.

Ausblick: Umsatz stabil, Marge soll sich verbessern

Für das Geschäftsjahr 2026/27 stellt Heidelberger Druckmaschinen einen Konzernumsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht. Zugleich erwartet das Unternehmen eine spürbare Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge. Grundlage dafür seien fortgesetzte Kostendisziplin, die Umsetzung des Zukunftsplans und Effekte aus der regionalen sowie produktseitigen Erweiterung. Die Prognose steht allerdings unter der Annahme, dass sich Wechselkurse nicht wesentlich verändern und die Weltwirtschaft mindestens im Rahmen der derzeitigen Erwartungen wächst. Damit bleibt der Ausblick vorsichtig: Der Konzern setzt auf Effizienz, geht aber weiterhin von schwierigen Rahmenbedingungen im Kerngeschäft aus.

Strategie: Vom Druckmaschinenbauer zum breiteren Hightech-Anbieter

Strategisch positioniert sich Heidelberger Druckmaschinen nicht mehr nur als klassischer Maschinenbauer für die Druckindustrie. Der Konzern beschreibt im Geschäftsbericht eine neue Segmentstruktur mit Print & Packaging Equipment, Digital Solutions & Lifecycle sowie HEIDELBERG Technology. Ziel ist es, das Kerngeschäft mit Verpackungsdruck, Digitaldruck, Software, Service und Verbrauchsmaterialien zu stärken und zugleich neue Märkte zu erschließen. Dazu zählen Sicherheit, Verteidigung, Energie, Ladeinfrastruktur und industrielle Systemlösungen. Besonders das Segment HEIDELBERG Technology soll wachsen, wird aber zunächst durch Anlaufkosten belastet.

Kerngeschäft bleibt herausfordernd

Im klassischen Druckmaschinen- und Verpackungsgeschäft rechnet Heidelberger Druckmaschinen auch 2026/27 mit schwierigen Bedingungen. Der Geschäftsbericht nennt eine weiterhin schwache Investitionsnachfrage und begrenzte Möglichkeiten zur vollständigen Weitergabe gestiegener Kosten. Neue Geschäftsfelder wie Sicherheit, Verteidigung und Ladeinfrastruktur sollen mittelfristig Wachstum bringen, drücken aber wegen der nötigen Investitionen zunächst auf das Ergebnis.

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