Zara-Mutter Inditex überzeugt mit robustem Auftakt

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der spanische Modekonzern Inditex ist mit einem Umsatzplus in das Geschäftsjahr 2026/27 gestartet. Die Muttergesellschaft von Zara, Bershka, Massimo Dutti, Pull&Bear und Stradivarius steigerte die Erlöse im ersten Quartal um 5,8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 8,8 Prozent. Der Konzern verwies dabei auf gut angenommene Frühjahr- und Sommerkollektionen sowie auf die Umsetzung seines integrierten Geschäftsmodells aus Filialnetz, Onlinegeschäft und schneller Warensteuerung. Die Inditex Aktie reagiert entsprechend freundlich.

Ergebnis und Marge fallen stärker aus

Auch auf der Ergebnisseite legte Inditex zu. Das Bruttoergebnis stieg um 6,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Die Bruttomarge erreichte 61,2 Prozent und lag damit 67 Basispunkte über dem Vorjahreswert. Das EBITDA erhöhte sich um 7,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, das EBIT um 7,0 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Inditex 1,4 Milliarden Euro, ein Plus von 5,4 Prozent. Jefferies sah Umsatz und operatives Ergebnis nach den Zahlen leicht über den Konsensschätzungen.

Aktie rückt wieder näher an das Jahreshoch

Die Inditex Aktie reagierte positiv auf die Zahlen und die anschließenden Hinweise zum laufenden Quartal. Aktuelle Kursdaten zeigten die Aktie zuletzt im Bereich von rund 56 Euro. Das 52-Wochen-Hoch wurde mit gut 58 Euro angegeben, womit der Abstand zum Hoch überschaubar blieb. Die im Markt diskutierte starke Reaktion spiegelt vor allem wider, dass Anleger nicht nur auf das abgelaufene Quartal blickten, sondern auch auf die beschleunigte Umsatzentwicklung nach Quartalsende.

Jefferies bleibt bei Kaufempfehlung

Das Analysehaus Jefferies bestätigte nach den Quartalszahlen seine Kaufempfehlung für Inditex und beließ das Kursziel bei 62 Euro. Analyst James Grzinic wertete den Jahresauftakt als robust. Positiv hervorgehoben wurden das organische Umsatzwachstum, die Entwicklung seit Anfang Mai und die Fähigkeit des Konzerns, in einem schwierigeren europäischen Marktumfeld Marktanteile auszubauen. Zudem sah Jefferies die bestätigte Bruttomargenprognose als Hinweis darauf, dass Inditex Kostendruck in der Herstellung abfedern kann.

Mai-Verkäufe geben dem Ausblick Gewicht

Für den Zeitraum vom 1. Mai bis 1. Juni meldete Inditex währungsbereinigt ein Umsatzplus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Konzern verwies allerdings auch auf positive Kalendereffekte. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Inditex bei aktuellen Wechselkursen einen negativen Währungseffekt von rund einem Prozentpunkt auf den Umsatz. Die Bruttomarge soll stabil bleiben, mit einer Bandbreite von plus oder minus 50 Basispunkten. Die geplanten Investitionen liegen bei rund 2,3 Milliarden Euro und sollen vor allem in Flächenoptimierung, technologische Integration und Onlineplattformen fließen.

Strategie bleibt auf Tempo und Flächenproduktivität ausgerichtet

Inditex sieht seine Stärke weiterhin in einem schnell reagierenden Geschäftsmodell. Dazu gehören kurze Reaktionszeiten auf Modetrends, ein globales Filialnetz, der Ausbau des Onlinegeschäfts und ein abgestimmter Marken-Mix von Zara bis Stradivarius. Trotz der starken Zahlen bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Für Inditex sind vor allem Wechselkurse, Herstellungskosten, Transportkosten und die Konsumstimmung in wichtigen Absatzmärkten relevant. Die bestätigte Margenprognose zeigt, dass der Konzern derzeit von einer stabilen Rentabilität ausgeht. Unklar blieb zunächst, wie stark sich die positiven Kalendereffekte in den Mai-Zahlen auf die weitere Entwicklung im zweiten Quartal übertragen lassen.

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