Alexander Zverevs Paris-Triumph wird auch privat zum Thema

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Alexander Zverev hat bei den French Open den größten Titel seiner bisherigen Karriere gewonnen. Der 29 Jahre alte Hamburger setzte sich im Finale von Roland Garros gegen den Italiener Flavio Cobolli in fünf Sätzen mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 und 6:1 durch. Für Zverev war es der erste Grand-Slam-Titel nach mehreren verlorenen Endspielen. Zuvor hatte er unter anderem das Finale der US Open 2020, das French-Open-Finale 2024 und das Australian-Open-Finale 2025 verloren. In Paris beendete er nun eine lange Serie knapper Anläufe auf einen der vier wichtigsten Tennistitel.

Ein historischer Sieg für deutsches Herrentennis

Der Erfolg hat über den persönlichen Durchbruch hinaus sporthistorische Bedeutung. Alexander Zverev ist der erste deutsche Grand-Slam-Sieger im Herreneinzel seit Boris Becker, der 1996 die Australian Open gewann. In Roland Garros ist er zudem der erste deutsche Männerchampion der Profiära. Der Titel passt zu einer Karriere, in der Zverev bereits große Erfolge gefeiert hatte. Er gewann 2021 Olympiagold in Tokio, holte zweimal die ATP Finals und stand über Jahre in der Weltspitze. Der fehlende Grand-Slam-Titel blieb dennoch lange der zentrale Makel seiner Laufbahn. Dieser ist seit dem Finalerfolg von Paris beseitigt.

Sophia Thomalla fehlte beim Finale zunächst

Sophia Thomalla war beim Finale in Paris zunächst nicht in Zverevs Box zu sehen. Die Moderatorin und der Tennisspieler machten ihre Beziehung im Oktober 2021 öffentlich. Beide sind beruflich viel unterwegs, was Zverev noch im Frühjahr in einem Interview als normalen Teil ihres gemeinsamen Alltags beschrieben hatte. Nach dem Sieg rückte Thomalla dennoch in die Begleitgeschichte des Triumphs. Sie machte sich nach Paris auf den Weg und teilte ihre Freude öffentlich. Dass sie das Finale nicht direkt vor Ort verfolgte, änderte nichts daran, dass ihr Name in vielen Reaktionen auf den Pariser Erfolg eine Rolle spielte.

Ein Dackel stiehlt kurz die Aufmerksamkeit

Neben dem Pokal sorgte auch ein Hund für Aufmerksamkeit. Zverev ist als Hundefreund bekannt. Nach dem Finale war Dackel Mishka auf Bildern und Videos rund um den Triumph zu sehen. Anschließend wurde auch ein weiterer Dackel zum Thema. Nach Berichten brachte Thomalla einen jungen Hund namens Buba mit nach Paris. Der private Moment blieb eine Randnotiz des sportlichen Erfolgs, zeigte aber, wie stark Zverevs Sieg auch außerhalb des Tennisplatzes begleitet wurde.

Interview-Abbruch nach Frage zu alten Vorwürfen

Nach dem Sieg sorgte außerdem ein Interview mit französischer Presse für Aufmerksamkeit. Zverev beendete das Gespräch vorzeitig, nachdem Fragen zu früheren Gewaltvorwürfen gestellt wurden. Diese Vorwürfe gehören seit Jahren zum öffentlichen Kontext seiner Karriere. Ein Verfahren in Berlin wurde 2024 nach einer Einigung ohne Urteil eingestellt. Zverev bestritt die Vorwürfe. Bereits 2023 hatte die ATP nach einer unabhängigen Untersuchung zu anderen Vorwürfen mitgeteilt, dass es wegen unzureichender Belege keine Disziplinarmaßnahme geben werde. Im aktuellen Fall blieb der Interview-Abbruch eine Begleiterscheinung des Turniersiegs, nicht der sportliche Kern des Ereignisses.

Paris verändert Zverevs Karrierebild

Mit dem Titel in Roland Garros verändert sich die Wahrnehmung von Zverevs sportlicher Laufbahn deutlich. Aus einem Spieler, der trotz großer Erfolge immer wieder an der letzten Hürde gescheitert war, wurde in Paris ein Grand-Slam-Sieger. Der Erfolg kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Zverev weiter zur internationalen Spitze gehört und mit dem Rückenwind des größten Karrieretitels in die kommenden Turniere geht. Für das deutsche Tennis ist der Sieg ein seltener Moment. Seit fast drei Jahrzehnten hatte kein deutscher Mann mehr ein Grand-Slam-Turnier gewonnen.

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