
Der AC Mailand verstärkt seine Abwehr mit Mario Gila. Der spanische Innenverteidiger kommt von Lazio Rom und hat bei den Rossoneri einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031 unterschrieben. Der 25-Jährige wird bei seinem neuen Verein weiterhin die Rückennummer 34 tragen. Eine Ablösesumme teilte Milan nicht mit. Italienische und spanische Medien berichten von einem Gesamtpaket zwischen 28 und 30 Millionen Euro.
Nach Angaben von Football Italia soll sich die Vereinbarung aus 25 Millionen Euro als festem Betrag und möglichen Bonuszahlungen von bis zu fünf Millionen Euro zusammensetzen. Die spanische Zeitung AS nennt dagegen ein Gesamtvolumen von 28 Millionen Euro. Da weder Milan noch Lazio finanzielle Einzelheiten veröffentlichten, bleibt die genaue Struktur des Transfers offen. Fest steht, dass Gila dauerhaft nach Mailand wechselt. Lazio verabschiedete den Verteidiger nach insgesamt 120 Pflichtspielen und zwei Toren in vier Jahren.
Gila ist nach dem portugiesischen Mittelstürmer Gonçalo Ramos der zweite neue Spieler für Milans erste Mannschaft in diesem Sommer. Ramos war Ende Juni von Paris Saint-Germain gekommen und unterschrieb ebenfalls bis 2031. Beide Transfers gehören zum personellen Umbau unter dem neuen Trainer Rúben Amorim, der seit dem 16. Juni 2026 für die Mannschaft verantwortlich ist.
Mario Gila wurde am 29. August 2000 in Barcelona geboren. Nach Stationen im spanischen Nachwuchsbereich wechselte er 2018 in die Akademie von Real Madrid. Dort entwickelte er sich bei Real Madrid Castilla weiter und schaffte in der Saison 2021/22 den Sprung in die erste Mannschaft. Im Sommer 2022 verkaufte Real Madrid den Innenverteidiger für eine damals gemeldete Summe von rund sechs Millionen Euro an Lazio Rom.
Bei Lazio benötigte Gila zunächst Zeit, entwickelte sich anschließend aber zu einem regelmäßig eingesetzten Innenverteidiger. In der Saison 2025/26 absolvierte er 31 Spiele in der Serie A und stand dabei jeweils in der Anfangsformation. Er kam auf rund 2.483 Ligaminuten, erzielte kein Tor und sah vier Gelbe Karten.
Gila ist ein rechtsfüßiger Innenverteidiger, der vor allem durch sein Aufbauspiel auffällt. Statistikportale führen ihn als spielstarken Abwehrspieler mit hoher Passsicherheit. In der vergangenen Serie-A-Saison gehörte er bei Pässen aus dem rechten Halbraum und bei der Einleitung von Angriffen aus der eigenen Hälfte zu den auffälligen Innenverteidigern der Liga. Seine Erfolgsquote bei kurzen Pässen lag nach den ausgewerteten Daten bei knapp 97 Prozent.
Damit passt der Spanier grundsätzlich zu den Vorstellungen von Rúben Amorim. Milan beschreibt den Ansatz des portugiesischen Trainers als ballbesitzorientiert, pressingstark und auf schnelle Übergänge ausgerichtet. Amorim setzte bei früheren Stationen häufig auf eine Dreierabwehr. Medienberichten zufolge ist Gila deshalb vor allem für die rechte Position in dieser Abwehrreihe vorgesehen.
Ein besonderer Aspekt des Wechsels ist die alte Vereinbarung zwischen Lazio und Real Madrid aus dem Jahr 2022. Für den jetzigen Transfer ist vor allem eine Beteiligung an einem Weiterverkauf entscheidend. Demnach erhält Real Madrid einen erheblichen Anteil des Erlöses. AS berichtet, dass etwa zehn Millionen Euro an Real Madrid fließen und Lazio aus dem genannten Gesamtvolumen von 28 Millionen Euro rechnerisch rund 18 Millionen Euro verbleiben. Sportlich sucht der Klub aus Rom bereits nach einem Nachfolger. Als Kandidaten werden vor allem Sergi Domínguez von Dinamo Zagreb und Diego Coppola genannt.
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