Staatsschutz ermittelt nach Feuer an Bahnstrecke in Leverkusen

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen-Rheindorf haben Staatsanwaltschaft und Polizei Köln Ermittlungen aufgenommen. Nach dem bisherigen Stand gehen die Ermittler davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnte. Weil ein politischer Hintergrund derzeit nicht ausgeschlossen werde, befasse sich der Staatsschutz mit dem Fall. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die am Freitagvormittag Beobachtungen im Bereich der Eisenbahnbrücke über die Wupper gemacht haben.

Techniker entdecken Feuer an Eisenbahnbrücke

Der Brand wurde am Freitag, 10. Juli 2026, gegen 10.30 Uhr bemerkt. Nach Angaben der Polizei stellten Techniker das Feuer in einem Kabelschacht an der Eisenbahnbrücke fest, die bei Leverkusen-Rheindorf über die Wupper führt. Der betroffene Bereich liegt in der Nähe der Solinger Straße. Die Techniker alarmierten daraufhin die Feuerwehr.

Durch das Feuer entstand Sachschaden an der Bahninfrastruktur. Dieser führte nach Angaben der Ermittlungsbehörden zu Störungen im Bahnbetrieb. Wie hoch der Schaden ausfiel, welche technischen Anlagen konkret betroffen waren und wie lange die Beeinträchtigungen dauerten, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst nicht mit. Auch zu möglichen Zugausfällen oder Verspätungen enthält die Mitteilung keine näheren Angaben.

Ermittler vermuten vorsätzliche Brandlegung

Der Erkennungsdienst untersuchte den Brandort und sicherte dort Spuren. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Damit steht der Verdacht im Raum, dass die Bahnanlage gezielt beschädigt worden sein könnte. Eine abschließende Bewertung des Geschehens liegt bislang jedoch nicht vor.

Da ein politisch motivierter Hintergrund nach Angaben der Polizei nicht ausgeschlossen werden könne, übernahm der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen. Diese Zuständigkeit bedeutet noch nicht, dass ein politisches Motiv bereits nachgewiesen ist. Die Ermittler prüfen vielmehr, ob die mutmaßliche Tat möglicherweise in einem politischen Zusammenhang steht oder andere Hintergründe hatte.

Bekennerschreiben wird überprüft

Zu den Gegenständen der Ermittlungen gehört nach Behördenangaben auch ein Schreiben, das zwischenzeitlich im Internet veröffentlicht wurde und als Bekennerschreiben bezeichnet wird. Ob das Dokument tatsächlich von der Person oder Gruppe stammt, die für den Brand verantwortlich sein könnte, ist bislang offen. Ebenso ist nicht geklärt, ob die darin möglicherweise erhobenen Behauptungen einen belastbaren Bezug zu dem Feuer haben.

Die Ermittler müssen daher sowohl die Spuren am Brandort als auch die Herkunft und Authentizität des veröffentlichten Schreibens prüfen. Angaben zu dessen Inhalt machten Staatsanwaltschaft und Polizei in ihrer Mitteilung nicht. Auch Hinweise auf konkrete Tatverdächtige wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Polizei Köln bittet Zeugen um Hinweise

Die Kriminalpolizei sucht nun Personen, die am Freitagmorgen im Bereich der Eisenbahnbrücke über die Wupper nahe der Solinger Straße in Leverkusen-Rheindorf verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Von Bedeutung könnten insbesondere Wahrnehmungen rund um den Zeitpunkt gegen 10.30 Uhr sein. Auch Aufzeichnungen oder andere Hinweise zum Geschehen könnten für die Ermittlungen relevant sein.

Hinweise nimmt die Polizei Köln unter der Telefonnummer 0221 229-0 entgegen. Alternativ können sich Zeugen per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de an die Ermittler wenden. Die Mitteilung wurde am Samstag, 11. Juli 2026, um 15.39 Uhr von der Polizei Köln veröffentlicht.

Staatsanwaltschaft und Polizei führen die Ermittlungen gemeinsam. Weitere Einzelheiten zum Tathergang, zu möglichen Tatverdächtigen oder zum Umfang der Schäden lagen zunächst nicht vor. Ebenso blieb offen, ob die Ermittler bereits Aufnahmen oder weitere Spuren aus dem Umfeld der Eisenbahnbrücke auswerten.

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