Heidelberg Materials kauft weiter eigene Aktien zurück

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die Heidelberg Materials AG treibt ihr milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm weiter voran. Wie der DAX-Konzern am Freitag mitteilte, hat das Unternehmen in der Berichtswoche zwischen dem 1. und 5. Juni weitere 120.100 eigene Aktien an der Börse zurückgekauft. Das Volumen liegt bei rund 21,84 Millionen Euro — der gewichtete Durchschnittskurs der Käufe betrug 181,81 Euro je Aktie.

Damit setzt der Baustoffhersteller die dritte Tranche seines insgesamt 1,2 Milliarden Euro schweren Rückkaufprogramms planmäßig fort. Die laufende Tranche hat ein Gesamtvolumen von 448 Millionen Euro und läuft bis Dezember 2026.

Eines der größten Rückkaufprogramme der DAX-Geschichte

Insgesamt sollen bis Jahresende Aktien im Wert von 1,2 Milliarden Euro vom Markt genommen werden. Damit zählt das Programm zu den volumenstärksten in der jüngeren DAX-Historie. Vorstandschef Dominik von Achten hatte bereits im Februar betont, dass Heidelberg Materials angesichts der robusten Cashflow-Lage zusätzliches Kapital konsequent an die Aktionäre zurückgeben werde.

Konkret werden die eigenen Aktien über die Börse erworben und anschließend eingezogen. Das reduziert die Anzahl ausstehender Aktien und steigert rechnerisch den Gewinn je Aktie — ein Effekt, der besonders bei einem konjunkturanfälligen Geschäftsmodell wie Zement und Baustoffen die Bewertung stützt.

Bestätigte Jahresprognose stabilisiert die Aktie

Trotz schwächerer Bauaktivität in mehreren europäischen Märkten bestätigte Heidelberg Materials jüngst die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft wird weiterhin zwischen 3,40 und 3,75 Milliarden Euro erwartet. Treiber bleiben margenstarke Spezialprodukte und Preiserhöhungen in Nordamerika.

Die Aktie reagierte am Freitag verhalten. Mit 177,55 Euro notierte das Papier rund 1,1 Prozent im Minus — auf Sieben-Tage-Sicht büßte der Titel rund sieben Prozent ein. Analysten von JPMorgan und der Deutschen Bank stuften die Aktie zuletzt auf „Buy“ und verwiesen vor allem auf die robuste Bilanz und die hohe Free-Cashflow-Rendite.

Belastungsfaktoren bleiben sichtbar

Belastend wirken weiterhin steigende Energiekosten in Europa, die Verschiebung großer Infrastrukturprojekte in Deutschland und die anhaltende Schwäche im Wohnungsbau. Auch die CO₂-Regulierung verlangt dem Konzern hohe Investitionen ab — vor allem in den Hochlauf von Carbon Capture an den Werken in Brevik (Norwegen) und Bremerhaven.

Heidelberg Materials hatte zuletzt mehrfach betont, dass das Unternehmen trotz der Investitionen ausreichend Spielraum für Dividenden und Rückkäufe behalte. Die Bilanz weist eine Netto-Verschuldung von rund 4,7 Milliarden Euro aus — bei einer Eigenkapitalquote von knapp 50 Prozent.

Was Anleger jetzt prüfen sollten

Für Anleger sind die regelmäßigen Wochenmeldungen zum Rückkauf ein wichtiger Indikator. Sie zeigen, ob der Konzern das geplante Tempo einhält und damit das angestrebte Gesamtvolumen tatsächlich bis Jahresende erreichen wird. Bislang läuft die Umsetzung im Plan.

Mittelfristig dürfte der Kurs der Heidelberg Materials AG vor allem von zwei Faktoren bestimmt werden: dem Ausgang der EZB-Zinsentscheidungen, die maßgeblich den Wohnungsbau beeinflussen, und der Frage, wann die Konjunktur in Deutschland wieder anzieht. Solange beide Punkte unklar sind, dient der Rückkauf vor allem als Stabilisator nach unten — nicht als Wachstumstreiber.

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