BVB-Angebot für El Mala: Köln fordert 50 Millionen Euro

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Symbolbild mit KI erstellt

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Borussia Dortmund hat im Werben um Said El Mala offenbar einen ersten konkreten Vorstoß unternommen. Nach Informationen des kicker habe der BVB dem 1. FC Köln in der vergangenen Woche ein Angebot vorgelegt, dessen garantierte Ablösesumme bei mehr als 30 Millionen Euro gelegen habe. Auch mit möglichen Bonuszahlungen sei das Gesamtpaket jedoch unter den von Köln geforderten 50 Millionen Euro geblieben. Eine Einigung gebe es deshalb bislang nicht.

Der 19 Jahre alte Offensivspieler tendiere nach kicker-Informationen derzeit zu einem Wechsel nach Dortmund. Aus Sicht des BVB bestehe dennoch kein unmittelbarer Zeitdruck, weil El Mala einen Transfer nach Dortmund grundsätzlich bevorzuge. Ob die Borussia ihr Angebot erhöhe, sei offen. Ebenso möglich seien ein Verbleib in Köln oder ein Wechsel zu einem anderen Klub.

Dortmunds Sportdirektor Nils-Ole Book bestätigte die kursierenden Zahlen nicht. Am Samstag erklärte er bei Sky, der BVB kommentiere grundsätzlich keine Spieler anderer Vereine. Zugleich sprach er von einer beachtlichen Menge an Falschinformationen. Book stellte allerdings klar, dass Dortmund noch zwei Offensivpositionen besetzen wolle. Nach den Abgängen von Karim Adeyemi und Julian Brandt besteht im Angriff zusätzlicher Handlungsbedarf.

Köln kann auf langfristigen Vertrag verweisen

Der 1. FC Köln besitzt im Poker eine starke Verhandlungsposition. El Malas Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2030. Der FC hatte das Arbeitspapier des Flügelspielers erst im Juli 2025 vorzeitig verlängert. Köln ist deshalb nicht gezwungen, den Spieler in diesem Sommer zu verkaufen.

Sportdirektor Thomas Kessler hatte zum Trainingsauftakt erklärt, er gehe fest davon aus, dass El Mala in der neuen Saison für den FC spielen werde. Der Spieler wirke voller Tatendrang und freue sich, in Köln zu sein. Trainer René Wagner äußerte sich ähnlich. El Mala sei mit seinen Gedanken beim FC, arbeite intensiv und vermittle weder der Mannschaft noch dem Trainerstab den Eindruck, sich bereits verabschiedet zu haben.

Diese Aussagen schließen einen Transfer nicht aus. Wagner hatte zugleich betont, dass schnelle Klarheit für alle Beteiligten hilfreich wäre. El Mala selbst verwies zuletzt auf seinen Vertrag und sein Wohlbefinden in Köln, ließ seine Zukunft aber offen.

13 Tore in der ersten Bundesligasaison

El Malas sportlicher Wert stieg in der vergangenen Saison erheblich. In 34 Bundesliga-Spielen erzielte er 13 Tore. Bei den Vorlagen unterscheiden sich die Statistiken: Der 1. FC Köln führt fünf Assists, das DFB-Datencenter vier Liga-Vorlagen sowie eine weitere im DFB-Pokal. In jedem Fall war El Mala der erfolgreichste Kölner Torschütze der Saison und an mehr Treffern beteiligt als jeder andere FC-Profi.

Besonders auffällig waren seine Tempodribblings und Abschlüsse nach Einzelaktionen. Der FC zählte 37 Dribblings, die mit einem Torschuss endeten. Sechs seiner Treffer entstanden direkt aus solchen Aktionen. Transfermarkt taxiert seinen Marktwert seit dem Update vom 27. Mai auf 45 Millionen Euro. Diese Summe ist eine redaktionelle Schätzung und nicht mit einer festgeschriebenen Ablöse gleichzusetzen.

Weg über Viktoria Köln in die Nationalteams

El Mala wurde in Krefeld geboren und spielte im Nachwuchs für den Linner SV, den KFC Uerdingen, Borussia Mönchengladbach und den TSV Meerbusch. 2023 wechselte er zu Viktoria Köln. Dort gelang ihm im Februar 2024 das Profidebüt. In der Drittligasaison 2024/25 kam er in 32 Spielen auf 13 Tore und fünf Vorlagen. Der 1. FC Köln hatte ihn bereits 2024 verpflichtet und zunächst für ein weiteres Jahr an die Viktoria ausgeliehen.

Auch beim DFB durchlief El Mala mehrere Auswahlmannschaften. Er bestritt ein Spiel für die U18, 15 Partien für die U19 und sieben Einsätze für die U21. Für die U19 erzielte er sieben Tore, für die U21 bislang eines. Im November 2025 wurde er erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert, blieb aber ohne Einsatz und reiste anschließend zur U21 weiter. Für die Weltmeisterschaft 2026 wurde er nicht berufen.

Weitere Klubs bleiben im Rennen

Vor Dortmund hatte vor allem der FC Brentford konkrete Anstrengungen unternommen. Nach Sky-Informationen hätten die Engländer 45 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an Boni geboten. El Mala habe den Wechsel jedoch nach Gesprächen mit seiner Familie abgelehnt. Auch die AS Rom habe Interesse angemeldet, sei nach Sky-Informationen aber ebenfalls beim Spieler abgeblitzt.

Englische Medien hatten zuvor auch Brighton, Chelsea und Manchester City mit dem Kölner in Verbindung gebracht. Zu einem Abschluss sei es bei keinem dieser Klubs gekommen. Damit bleibt die Zukunft von Said El Mala offen. Das deutsche Sommertransferfenster schließt am Dienstag, 1. September, um 20 Uhr. Bis dahin könnten Dortmund, Köln und weitere Klubs ihre Positionen noch verändern. Aktuell spricht die lange Vertragslaufzeit für den FC, während die sportliche Perspektive und El Malas mögliche Präferenz Dortmund Hoffnung geben dürften.

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