He-Man ist zurück: Masters of the Universe jetzt im Stream

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

Teilen:

Seit Mittwoch, 22. Juli 2026, ist Masters of the Universe bei Prime Video verfügbar. Damit wechselt die neue Realverfilmung der He-Man-Geschichte bereits sieben Wochen nach ihrem deutschen Kinostart ins Streamingabo. In Deutschland war der Fantasy-Actionfilm am 4. Juni angelaufen, einen Tag vor dem US-Start. Für Amazon MGM Studios beginnt damit die zweite Auswertungsphase eines kostspieligen Franchise-Neustarts, der im Kino finanziell deutlich hinter seinem Produktionsaufwand zurückblieb.

Prinz Adam muss nach Eternia zurückkehren

Im Mittelpunkt steht Prinz Adam, der als Kind von seinem Heimatplaneten Eternia getrennt und zu seinem Schutz auf die Erde gebracht wird. Dort wächst er unter dem Namen Adam Glenn auf, ohne seine Herkunft vollständig zu kennen. Erst als das verschwundene Schwert der Macht wieder auftaucht, öffnet sich für ihn der Weg zurück nach Eternia.

Auf seinem Heimatplaneten hat sich die Lage grundlegend verändert. Skeletor hat die Herrschaft übernommen, Adams Familie ist bedroht und das Königreich liegt weitgehend unter der Kontrolle des Gegners. Adam muss deshalb nicht nur seine Vergangenheit verstehen, sondern auch akzeptieren, welche Rolle ihm zugedacht ist. Gemeinsam mit Teela und dem Waffenmeister Duncan stellt er sich Skeletors Truppen. Die Handlung verbindet eine klassische Herkunftsgeschichte mit Fantasy, Science-Fiction und humorvoll gebrochenen Actionszenen.

Nicholas Galitzine spielt He-Man

Nicholas Galitzine übernimmt die Doppelrolle als Prinz Adam und He-Man. Camila Mendes spielt Teela, die kampferprobte Vertraute des Helden. Idris Elba ist als Duncan beziehungsweise Man-At-Arms zu sehen. Jared Leto verkörpert Skeletor, während Alison Brie als dessen Verbündete Evil-Lyn auftritt.

Zur weiteren Besetzung gehören James Purefoy als König Randor, Charlotte Riley als Königin Marlena und Morena Baccarin als Sorceress. Kristen Wiig leiht dem Roboter Roboto ihre Stimme. Mehrere Figuren aus den Spielzeugreihen und Animationsserien tauchen ebenfalls auf, darunter Fisto, Ram Man und Trap Jaw. Damit greift der Film deutlich breiter auf die bekannte Figurenwelt zurück als die erste Realverfilmung von 1987.

Regie führte Travis Knight, der zuvor unter anderem Bumblebee inszenierte. Produziert wurde der Film von Amazon MGM Studios, Mattel Studios und Escape Artists. Der internationale Kinoverleih lag bei Sony Pictures Releasing International.

Hohe Kosten und eine Freigabe ab zwölf Jahren

Das Produktionsbudget wird auf 170 bis 200 Millionen Dollar beziffert. Damit gehört Masters of the Universe zu den teuersten Fantasyproduktionen des Kinojahres. Die deutsche Kinofassung hat laut FSK eine Laufzeit von knapp 142 Minuten. Sie ist ab zwölf Jahren freigegeben. Kinder ab sechs Jahren durften den Film im Kino in Begleitung eines Elternteils, Vormunds oder einer erziehungsbeauftragten Person sehen.

Die FSK begründete die Einstufung mit zahlreichen Kampfszenen, Gewaltmomenten und bedrohlichen Situationen. Zugleich werde das Geschehen durch Humor und die deutlich fantastische, realitätsferne Welt abgeschwächt. Der Film setzt sichtbar auf große Kulissen, digitale Effekte, außerirdische Technik und die Mischung aus Schwertkampf und Science-Fiction, die das Franchise seit seinen Anfängen prägt.

Vom Spielzeughit zum Filmstoff

Masters of the Universe begann 1982 als Actionfigurenreihe von Mattel. Bereits in der ersten Welle erschienen zentrale Figuren wie He-Man, Skeletor, Teela und Man-At-Arms. 1983 folgte die Zeichentrickserie He-Man and the Masters of the Universe, die die Welt von Eternia einem internationalen Fernsehpublikum bekannt machte. Die Verbindung aus Muskelhelden, Magie, futuristischen Waffen und klaren Gut-gegen-Böse-Konflikten wurde zu einem prägenden Bestandteil der Popkultur der achtziger Jahre.

Die erste Realverfilmung kam 1987 in die Kinos. Gary Goddard führte Regie, Dolph Lundgren spielte He-Man und Frank Langella Skeletor. Ein großer Teil der Handlung spielte auf der Erde, während zahlreiche bekannte Orte und Figuren der Vorlage nur eingeschränkt vorkamen. Der Film spielte weltweit rund 17,3 Millionen Dollar ein und blieb damit unter seinem auf etwa 22 Millionen Dollar geschätzten Budget.

Die Fassung von 2026 ist keine Fortsetzung, sondern eine neue Ursprungsgeschichte. Sie rückt Eternia, die königliche Familie und das Schwert der Macht stärker ins Zentrum. Dolph Lundgren ist dennoch in einem kurzen Auftritt dabei, diesmal nicht als He-Man.

Kritiken besser als das Einspielergebnis

Die Kritiken fielen gemischt bis freundlich aus. Bei Rotten Tomatoes waren zuletzt 67 Prozent der 252 erfassten Kritiken positiv. Das Publikum bewertete den Film dort deutlich besser. Metacritic kam auf 52 von 100 Punkten. Gelobt wurden vor allem die spielfreudige Besetzung, die farbenreiche Gestaltung und der Versuch, den oft überzeichneten Charakter der Vorlage nicht in düsteren Realismus zu verwandeln. Kritisiert wurden die lange Laufzeit, die Vielzahl an Anspielungen und ein Drehbuch, das zwischen Selbstironie, Nostalgie und klassischer Heldenreise schwankt.

An den Kinokassen konnte der Film seine hohen Kosten nicht einspielen. In Nordamerika startete er mit rund 29,4 Millionen Dollar. Weltweit kamen zuletzt etwa 113,7 Millionen Dollar zusammen. In Deutschland wurden rund 3,9 Millionen Dollar umgesetzt. Der frühe Wechsel zu Prime Video gibt dem Neustart nun die Chance, ein größeres Streamingpublikum zu erreichen.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu