
37° Femizid heute läuft am Dienstag, 5. Mai 2026, um 22.15 Uhr im ZDF. Die halbstündige Dokumentation Tödlicher Hass auf Frauen beschäftigt sich mit Gewalt gegen Frauen durch Partner oder Ex-Partner. Im Mittelpunkt stehen zwei Fälle, in denen der Wunsch nach Trennung und Kontrolle eine zentrale Rolle spielt. Die Sendung ist bis 22.45 Uhr angesetzt.
Die heutige 37°-Ausgabe erzählt von Ilona, die einen Messerangriff ihres Partners überlebte. Nach den veröffentlichten Programminformationen akzeptierte der Mann die Trennung nicht und hielt einen Bekannten für einen Nebenbuhler. Der Bekannte starb, Ilona wurde lebensgefährlich verletzt.
Der zweite Fall führt nach Freiburg. Dort wurde Daniela, die Schwester von Corina, von ihrem Partner getötet. Auch hier steht nach den vorliegenden Sendungsinformationen eine Trennungssituation im Zentrum. Die Dokumentation stellt beide Geschichten nicht als isolierte Beziehungstaten dar, sondern als Beispiele für Femizide, bei denen Besitzdenken, Kontrolle und die Ablehnung weiblicher Selbstbestimmung eine Rolle spielen.
Die ZDF-Dokumentation trifft auf eine gesellschaftliche Debatte, die längst nicht mehr nur Fachkreise beschäftigt. Gewalt gegen Frauen wird zunehmend als strukturelles Problem diskutiert. Besonders Trennungsphasen gelten in vielen Fällen als gefährliche Zeit, weil Täter den Verlust von Kontrolle nicht akzeptieren. Genau an diesem Punkt setzt die Sendung an: Sie zeigt, wie aus Drohungen, Eifersucht oder Besitzansprüchen tödliche Gewalt entstehen kann.
Nach Angaben in aktuellen Programmübersichten wurden 2024 in Deutschland 133 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kamen 174 versuchte Tötungen. Das Bundeskriminalamt nennt für das Berichtsjahr 2024 im Bundeslagebild Häusliche Gewalt 132 Frauen und 24 Männer, die durch Partnerschaftsgewalt getötet wurden. Die leichte Abweichung zeigt, dass je nach Auswertung und Abgrenzung unterschiedliche Zahlen genannt werden können.
Ein wichtiger Punkt der Dokumentation ist die Sprache, mit der solche Taten beschrieben werden. Lange wurden Tötungen von Frauen durch Partner oder Ex-Partner häufig als Beziehungstragödien oder Familiendramen bezeichnet. Der Begriff Femizid rückt dagegen die geschlechtsspezifische Dimension stärker in den Mittelpunkt. Gemeint sind Tötungen von Frauen, bei denen Frauenfeindlichkeit, Besitzdenken, Kontrolle oder die Ablehnung einer Trennung eine Rolle spielen.
Die 37°-Sendung macht deutlich, dass solche Gewalt in unterschiedlichen sozialen Milieus vorkommen kann. Sie zeigt außerdem, wie schwer es für Überlebende und Angehörige sein kann, öffentlich über die Tat zu sprechen. Dass Ilona und Corina ihre Geschichten erzählen, gibt dem Thema ein konkretes Gesicht, ohne es auf reine Einzelschicksale zu reduzieren.
37° Femizid – Tödlicher Hass auf Frauen läuft heute um 22.15 Uhr im ZDF. Eine Wiederholung ist für Dienstag, 12. Mai 2026, von 0.05 Uhr bis 0.35 Uhr gelistet. Zudem wird die Sendung als Angebot der ZDFmediathek geführt.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu