
Nach einem tödlichen Verkehrsunfall bei Delmenhorst bleibt die A28 in Richtung Oldenburg am Donnerstagmorgen gesperrt. Ein 66 Jahre alter Lastwagenfahrer war am Mittwochabend von einem Autotransporter erfasst worden, nachdem sein Sattelzug wegen eines technischen Defekts auf dem Standstreifen zum Stillstand gekommen war. Die zunächst für etwa 6 Uhr erwartete Freigabe verzögerte sich. Die beteiligten Fahrzeuge waren am frühen Morgen bereits geborgen, die Reinigung der Fahrbahn dauerte jedoch weiter an.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Mittwoch, 9. September 2026, gegen 19.15 Uhr zwischen den Anschlussstellen Delmenhorst-Adelheide und Delmenhorst-Deichhorst. Ein 45 Jahre alter Mann war dort mit einem Autotransporter auf dem rechten Fahrstreifen der A28 in Richtung Oldenburg unterwegs.
Aus bislang ungeklärter Ursache kam das Fahrzeug nach rechts vom Fahrstreifen ab. Dort stand ein Sattelzug, dessen 66 Jahre alter Fahrer zuvor wegen eines technischen Defekts auf dem Standstreifen angehalten hatte. Der Autotransporter kollidierte mit dem Sattelzug und erfasste dabei den Fahrer, der sich außerhalb seiner Zugmaschine befand. Rettungskräfte und Feuerwehren rückten zur Unfallstelle aus. Eine Notärztin konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Einzelheiten dazu, was der 66-Jährige unmittelbar vor dem Zusammenstoß an seinem Fahrzeug machte, sind von der Polizei bislang nicht näher beschrieben worden. Berichte, wonach er eine Leckage am Tank untersucht habe und sich dabei unter dem Lastwagen befunden habe, gingen zunächst über die offiziellen Angaben hinaus. Bestätigt ist, dass der Sattelzug wegen eines technischen Defekts auf dem Standstreifen stand und der Fahrer seine Zugmaschine verlassen hatte.
Der 45 Jahre alte Fahrer des Autotransporters wurde nach dem Zusammenstoß mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Nach einer dortigen Untersuchung galt er nach Polizeiangaben als unverletzt.
Gegen den Fahrer des Autotransporters wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Damit ist keine Feststellung einer strafrechtlichen Schuld verbunden. Gegenstand der weiteren Ermittlungen ist unter anderem, weshalb der Autotransporter nach rechts von seinem Fahrstreifen abkam. Dazu lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs ließ die Polizei die Unfallstelle vermessen und mit einer Drohne fotografieren. Das Technische Hilfswerk aus Delmenhorst unterstützte die Arbeiten und leuchtete den Bereich aus. Wegen der umfangreichen Unfallaufnahme und der anschließenden Bergung blieb die Fahrbahn in Richtung Oldenburg während der gesamten Nacht gesperrt.
Die Bergung der beschädigten Fahrzeuge konnte nach Angaben der Polizei gegen 0.30 Uhr beginnen. Zunächst hatten die Einsatzkräfte damit gerechnet, die Sperrung ungefähr gegen 6 Uhr am Donnerstagmorgen aufheben zu können. Dieser Zeitplan ließ sich allerdings nicht einhalten.
Am frühen Donnerstagmorgen waren der Autotransporter und der beschädigte Sattelzug zwar von der Unfallstelle entfernt. Die Fahrbahn zwischen Delmenhorst-Adelheide und Delmenhorst-Deichhorst blieb in Richtung Oldenburg dennoch vollständig gesperrt, weil Reinigungsarbeiten fortgesetzt werden mussten. Eine neue verlässliche Uhrzeit für die vollständige Freigabe war zunächst nicht genannt.
Der Verkehr wurde bereits seit dem Mittwochabend an der Anschlussstelle Adelheide von der Autobahn abgeleitet. Verkehrsteilnehmer in Richtung Oldenburg mussten deshalb mit Behinderungen rechnen. Aktuelle Verkehrsmeldungen wiesen am Donnerstagmorgen weiterhin auf Stau vor der Sperrung hin und empfahlen Ortskundigen, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Eine konkret ausgeschilderte überregionale Umleitungsstrecke nannte die Polizei in ihrer Mitteilung zunächst nicht. Angaben aus Nutzerkommentaren, wonach der gesamte Verkehr durch das Delmenhorster Stadtgebiet geführt werde, waren nicht behördlich bestätigt und lassen daher keine verlässliche Aussage über die offizielle Umleitungsführung zu.
Für Fahrer hinter der eigentlichen Unfallstelle entspannte sich die Situation zumindest teilweise. Nach Angaben der Polizei war die Auffahrt an der Anschlussstelle Delmenhorst-Deichhorst in Richtung Oldenburg am frühen Morgen wieder nutzbar. Die Sperrung betraf damit weiterhin den Abschnitt zwischen Adelheide und Deichhorst.
Wie lang der Rückstau im Berufsverkehr konkret wurde, war zunächst nicht verlässlich beziffert. Verkehrsdienste meldeten weiterhin Stau vor der Vollsperrung und forderten Autofahrer auf, eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Eine genaue Kilometerangabe lag zunächst nicht vor.
Die A28 verbindet den Raum Bremen und Delmenhorst mit Oldenburg und führt weiter in Richtung Ostfriesland. Die Sperrung auf der Richtungsfahrbahn Oldenburg trifft damit eine wichtige Verbindung im Nordwesten Niedersachsens. Insbesondere während des morgendlichen Berufsverkehrs können Ausweichstrecken im Raum Delmenhorst zusätzlich belastet werden.
Wann der Abschnitt vollständig wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, hängt von den noch erforderlichen Arbeiten an der Unfallstelle ab. Der zunächst genannte Zeitpunkt gegen 6 Uhr ist verstrichen. Eine neue bestätigte Prognose lag am frühen Donnerstagmorgen noch nicht vor.
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