A4 bei Glauchau-Ost länger gesperrt: Auch am Autobahnkreuz Leipzig gibt es Einschränkungen

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Symbolfoto

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Autofahrer in Sachsen müssen sich auf weitere Einschränkungen auf zwei Autobahnen einstellen. An der A4-Anschlussstelle Glauchau-Ost bleibt die Auf- und Abfahrt in Richtung Erfurt deutlich länger gesperrt als ursprünglich vorgesehen. Statt Ende Oktober nennt die Autobahn GmbH inzwischen Mitte Dezember 2026 als spätesten Termin. Gleichzeitig wird die Verkehrsführung auf der A38 am Autobahnkreuz Leipzig Anfang November nachts verändert. Dort bestehen zudem mehrere Sperrungen von Verbindungsrampen zur A72.

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A4-Anschlussstelle Glauchau-Ost bleibt bis Mitte Dezember gesperrt

Die Sperrung der A4-Anschlussstelle Glauchau-Ost besteht bereits seit dem 13. Juli 2026. Betroffen sind sowohl die Auffahrt als auch die Abfahrt in Fahrtrichtung Erfurt beziehungsweise Aachen. Die Verbindungen in Richtung Chemnitz bleiben für die vorgesehenen Umleitungsfahrten nutzbar.

In der ursprünglichen Projektübersicht der Autobahn GmbH war für die Einschränkungen an dieser Anschlussstelle noch der Zeitraum von Mitte Juli bis Oktober 2026 genannt worden. Inzwischen sieht die aktualisierte Verkehrsmeldung eine Sperrung bis spätestens Mitte Dezember vor. In der Terminübersicht der Autobahn GmbH ist der 15. Dezember 2026 eingetragen. Eine konkrete Uhrzeit für die Wiederfreigabe wird nicht genannt.

Damit bleibt die Anschlussstelle über den ursprünglich vorgesehenen Zeitraum hinaus eingeschränkt. Einen gesonderten technischen oder organisatorischen Grund für die Verlängerung nennt die veröffentlichte Verkehrsmeldung nicht. Die Sperrung steht weiterhin im Zusammenhang mit der umfangreichen Erneuerung der A4 zwischen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau-West.

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Umleitungen über Hohenstein-Ernstthal und Glauchau-West

Für die gesperrten Rampen hat die Autobahn GmbH zwei unterschiedliche Verkehrsführungen festgelegt. Wer bei Glauchau-Ost auf die A4 in Richtung Erfurt auffahren möchte, nutzt zunächst die Auffahrt in Richtung Chemnitz. An der Anschlussstelle Hohenstein-Ernstthal erfolgt anschließend die Wendefahrt zurück in Richtung Erfurt.

Für Fahrzeuge, die auf der A4 aus Richtung Chemnitz kommen und bei Glauchau-Ost abfahren möchten, gilt eine andere Regelung. Sie fahren zunächst bis zur Anschlussstelle Glauchau-West. Dort wechseln sie auf die Gegenrichtung und gelangen anschließend zurück zur Anschlussstelle Glauchau-Ost.

Beide Umleitungen erfolgen damit über benachbarte Autobahnanschlussstellen. Für die beschriebenen Wendefahrten nennt die Autobahn GmbH keine gesonderten U-Nummern. Auch eine zusätzliche innerörtliche Umleitungsroute mit bestimmten Straßennamen ist in der veröffentlichten Verkehrsmeldung nicht vorgesehen.

Umfangreiche Sanierung der A4 bis Dezember 2026

Hintergrund der Einschränkungen ist eine größere Baumaßnahme auf der A4. Zwischen den Anschlussstellen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau-West wird die Fahrbahn in Richtung Erfurt grundlegend erneuert. Die Arbeiten laufen von April bis Dezember 2026.

Nach Angaben der Autobahn GmbH weist die rund 20 Jahre alte Fahrbahn Schäden auf. Im Zuge der Erneuerung wird eine neue Betonfahrbahn hergestellt. Außerdem gehören die Sanierung der Anschlussstellen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau-Ost sowie Arbeiten an insgesamt 13 Brückenbauwerken zum Projekt.

Weitere Bestandteile sind die Erneuerung der Schutzplanken, die Instandsetzung der Entwässerung und die Sanierung von vier Regenrückhaltebecken. Zusätzlich entstehen zwei neue Verkehrszeichenbrücken und zwei seitliche Ausleger für die Beschilderung. Die Gesamtkosten beziffert die Autobahn GmbH auf rund 38 Millionen Euro brutto.

Während der Bauarbeiten wird der Verkehr nach der veröffentlichten Verkehrsführung mit jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung über die Fahrbahn Richtung Chemnitz geleitet. Für den Baustellenbereich nennt die Autobahn GmbH eine vorläufige Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Kilometern pro Stunde. Sie bittet Verkehrsteilnehmer um eine angepasste Fahrweise, auch zum Schutz der Beschäftigten im Baustellenbereich.

A38 am Autobahnkreuz Leipzig nachts nur einspurig

Weitere Einschränkungen betreffen die A38 am Autobahnkreuz Leipzig, an dem sich die A38 und die A72 kreuzen. Nach den am 3. November 2026 verbreiteten Verkehrsinformationen der Autobahn GmbH wird dort in Fahrtrichtung Dresden vorübergehend ein Fahrstreifen gesperrt.

Die Einschränkungen sind für die Nächte vom 3. auf den 4., vom 4. auf den 5. und vom 5. auf den 6. November 2026 vorgesehen, jeweils zwischen 20 Uhr und 5 Uhr. Die nächtliche Maßnahme soll am Freitag, 6. November, um 5 Uhr enden.

Während dieser Zeiten wird der Verkehr in Richtung Dresden auf einem einzigen Fahrstreifen durch den Baustellenbereich geführt. Dieser verläuft aufgrund der bestehenden Bauarbeiten derzeit auf der Richtungsfahrbahn Göttingen.

Als Grund für die nächtliche Einschränkung wird eine Anpassung der baustellenbedingten Verkehrsführung genannt. Eine zusätzliche Vollsperrung der gesamten A38 ist für diese Nachtarbeiten nicht angekündigt.

Vier Verbindungsrampen zwischen A38 und A72 gesperrt

Unabhängig von den nächtlichen Arbeiten bestehen am Autobahnkreuz Leipzig bereits längerfristige Sperrungen. Seit dem 5. Oktober 2026, 19 Uhr, sind vier Verbindungsrampen im südlichen Bereich des Kreuzes nicht nutzbar. Die Maßnahme soll nach der Ankündigung vom 29. September voraussichtlich bis zum 6. November dauern.

Betroffen sind die beiden Überfahrten von der A38 in Richtung Leipzig beziehungsweise Dresden auf die A72 in Richtung Chemnitz und in Richtung Leipzig. Außerdem sind die beiden Verbindungen von der A72 aus Richtung Chemnitz beziehungsweise Leipzig auf die A38 in Richtung Dresden gesperrt.

Für Fahrzeuge, die von der A38 auf die A72 wechseln möchten, führt die offizielle Umleitung zunächst weiter auf der A38 bis zur Anschlussstelle Leipzig-Südost. Dort wird zurück in Richtung Göttingen gewendet. Anschließend kann am Autobahnkreuz Leipzig die Verbindung zur A72 genutzt werden.

Wer dagegen von der A72 auf die A38 in Richtung Dresden fahren möchte, wird zunächst auf die A38 in Richtung Göttingen geführt. Die Wendefahrt erfolgt an der Anschlussstelle Leipzig-Neue Harth, von wo aus die Weiterfahrt in Richtung Dresden möglich ist.

Die Autobahn GmbH weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Umleitung über die A72-Anschlussstelle Zwenkau eingerichtet wird. Grund für die Sperrungen der Verbindungsrampen ist die Erneuerung der Fahrbahn. Die durchgehende Fahrt auf A38 und A72 bleibt in beiden Richtungen möglich.

Bauarbeiten auf der A38 reichen bis Dezember

Die Einschränkungen am Autobahnkreuz Leipzig gehören zu einer umfassenderen Fahrbahnerneuerung auf der A38. Zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Neue Harth und Leipzig-Südost wird die Fahrbahn in Richtung Dresden auf einer Länge von rund 7,2 Kilometern saniert.

Nach Angaben der Autobahn GmbH sind Schäden an der Fahrbahn sowie erforderliche Instandsetzungen an Bauwerken Gründe für das Projekt. Die Arbeiten sind für den Zeitraum von April bis Dezember 2026 vorgesehen.

Die grundsätzliche Baustellenverkehrsführung sieht zwei Fahrstreifen pro Richtung vor. Dabei werden drei Fahrstreifen über die Richtungsfahrbahn Göttingen geführt. Zwei davon dienen dem Verkehr nach Göttingen, einer dem Verkehr nach Dresden. Ein weiterer Fahrstreifen Richtung Dresden verläuft auf der ursprünglichen Richtungsfahrbahn. Während der angekündigten Nachtarbeiten wird diese Verkehrsführung vorübergehend eingeschränkt.

Konkrete Änderungen einzelner Buslinien, Haltestellen oder Fahrpläne werden in den veröffentlichten Verkehrsinformationen zu den beiden Autobahnbaustellen nicht genannt. Ebenso enthalten die Mitteilungen keine bezifferten Prognosen zu möglichen Stauzeiten oder Verzögerungen.

Für beide Baustellen verweist die Autobahn GmbH auf ihre laufenden Verkehrsinformationen. Die veröffentlichten Angaben zur A4 stammen aus der Projektinformation vom 26. März und der aktualisierten Sperrungsmeldung vom 13. Juli 2026. Die Angaben zu den Rampensperrungen in Leipzig wurden am 29. September veröffentlicht und die zusätzlichen nächtlichen Einschränkungen am 3. November 2026 bekannt gemacht.

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