
Nach einem schweren Unfall mit drei Lastwagen ist die Autobahn A44 bei Büren am Mittwochmorgen, 9. September 2026, in Fahrtrichtung Kassel voll gesperrt. Ein Lastwagenfahrer wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Nach Angaben aus der Polizeileitstelle besteht jedoch keine Lebensgefahr. Die Bergung der Fahrzeuge und die Reinigung der Fahrbahn dauern länger als zunächst erwartet. Die Sperrung soll deshalb voraussichtlich bis mindestens 12 Uhr bestehen bleiben.
Der Unfall ereignete sich in der Nacht auf Mittwoch in einem Baustellenbereich zwischen der Anschlussstelle Büren und dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei spielte ein Überholmanöver eines bislang nicht näher bekannten Lastwagens eine entscheidende Rolle. Dessen Fahrer setzte seine Fahrt anschließend fort. Die Polizei versucht nun, den Lastwagen und den Fahrer zu ermitteln.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wollte ein Lastwagenfahrer innerhalb des Baustellenbereichs einen anderen Lkw überholen. Dabei kam es zu einer gefährlichen Situation. Der Lastwagen auf dem rechten Fahrstreifen musste den bisherigen Erkenntnissen zufolge ausweichen und geriet außer Kontrolle.
In der Folge wurden insgesamt drei Lastwagen in den Unfall verwickelt. Nach übereinstimmenden Angaben kam es zunächst zu einer seitlichen Kollision beziehungsweise einem Ausweichmanöver. Anschließend fuhr ein weiterer Lastwagen auf eines der beteiligten Fahrzeuge auf. Die genaue Abfolge der einzelnen Zusammenstöße ist Gegenstand der laufenden Unfallaufnahme.
Der Fahrer des Lastwagens, dessen Überholvorgang den bisherigen Erkenntnissen zufolge am Anfang des Geschehens stand, hielt nach dem Unfall nicht an, sondern fuhr weiter. Eine abschließende Bewertung seiner Rolle bei dem Unfall lag am Mittwochmorgen zunächst nicht vor.
Bei dem Unfall wurde ein Mensch schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei war der Zustand des Verletzten nicht lebensbedrohlich. Weitere schwere Verletzungen wurden zunächst nicht bekannt.
Rettungskräfte waren auf beiden Seiten der Autobahn im Einsatz. Auch in der Gegenrichtung Kassel nach Dortmund war deshalb zeitweise mindestens der linke Fahrstreifen gesperrt. Autofahrer wurden dort aufgefordert, langsam zu fahren. Die Fahrtrichtung Kassel musste dagegen vollständig geschlossen werden.
Für die Unfallaufnahme wurde ein spezialisiertes Team der Polizei eingesetzt. Die Beamten sicherten Spuren am Unfallort, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Wegen der Beteiligung mehrerer schwerer Lastwagen gestalteten sich auch die anschließenden Bergungsarbeiten aufwendig.
Betroffen ist die A44 in Fahrtrichtung Kassel zwischen der Anschlussstelle Büren und dem Kreuz Wünnenberg-Haaren. Dort ist die komplette Richtungsfahrbahn gesperrt. Die aktuellen Verkehrsmeldungen gehen von einer Sperrung bis etwa 12 Uhr am Mittwoch aus. Als Umleitung wird die U65 empfohlen.
Am Morgen hatte sich hinter der Sperrung bereits ein Stau gebildet. In den Verkehrsmeldungen wurde zeitweise ein Rückstau von rund einem Kilometer registriert. Autofahrer sollten den Bereich nach Möglichkeit weiträumig umfahren und insbesondere die ausgeschilderte Umleitung nutzen.
Die Dauer der Sperrung hängt vor allem von der Bergung der beschädigten Lastwagen, den Aufräumarbeiten und der Unfallaufnahme ab. Zunächst war noch von einer deutlich früheren Freigabe ausgegangen worden. Im Laufe des Morgens wurde die Prognose jedoch auf etwa 12 Uhr verschoben, weil sich die Arbeiten umfangreicher gestalteten als erwartet.
Im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen steht auch der Lastwagen, dessen Fahrer nach dem Unfall weiterfuhr. Nach ersten Erkenntnissen soll dessen Überholmanöver das anschließende Unfallgeschehen ausgelöst haben. Dabei handelt es sich um den derzeitigen Stand der Ermittlungen und nicht um eine abschließend geklärte Verantwortlichkeit.
Die Polizei wertet die am Unfallort gesicherten Spuren aus. Ob bereits konkrete Hinweise auf das gesuchte Fahrzeug oder dessen Fahrer vorlagen, war am Mittwochmorgen zunächst nicht bekannt. Ebenso lagen zunächst keine gesicherten Angaben dazu vor, ob Kennzeichen, Fahrzeugtyp oder Herkunft des Lastwagens bereits ermittelt werden konnten.
Fest steht bislang, dass der betreffende Fahrer nach dem Zusammenstoß nicht am Unfallort blieb. Die Ermittlungen zu den Umständen seines Weiterfahrens und zu seiner Beteiligung am Unfall dauern an.
Der betroffene Abschnitt der A44 ist bereits unabhängig von dem Unfall durch Bauarbeiten beeinträchtigt. Im Bereich Büren und auf weiteren Abschnitten der Autobahn bestehen längerfristige Fahrbahnarbeiten und Verkehrsführungen. Unter anderem ist die Einfahrt Büren in Fahrtrichtung Kassel wegen Fahrbahnerneuerungen längerfristig gesperrt.
Für den Verkehr zwischen dem östlichen Ruhrgebiet, Ostwestfalen und Nordhessen ist die A44 eine wichtige Verbindung. Die vollständige Sperrung zwischen Büren und Wünnenberg-Haaren kann deshalb auch über den unmittelbaren Unfallbereich hinaus zu Verzögerungen führen.
Wann die Fahrbahn tatsächlich wieder freigegeben werden kann, hängt vom Fortgang der Bergungs- und Reinigungsarbeiten ab. Die Verkehrsbehörden nannten am Mittwochmorgen etwa 12 Uhr als voraussichtliches Ende der Sperrung.
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