Rose-Tattoo-Frontmann Angry Anderson ist mit 79 Jahren gestorben

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Symbolfoto

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Der australische Rocksänger Gary „Angry“ Anderson ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Der langjährige Frontmann von Rose Tattoo starb am 21. September 2026 in Australien im Kreis seiner Angehörigen. Seine Familie und die Band machten die Nachricht zwei Tage später gemeinsam öffentlich. Eine Todesursache wurde dabei nicht genannt.

Angry Anderson hatte im August einen Herzstillstand erlitten

Wenige Wochen vor seinem Tod hatte Rose Tattoo eine Europatour abbrechen müssen. Am 10. August teilte die Band zunächst lediglich mit, Anderson befinde sich wegen eines medizinischen Problems im Krankenhaus. Sämtliche noch ausstehenden europäischen Konzerte wurden daraufhin abgesagt.

Ende August machte die Band weitere Angaben. Anderson habe einen Herzstillstand erlitten und werde im Krankenhaus behandelt. Der Sänger war während der europäischen Etappe der zum 50-jährigen Bandbestehen geplanten Tour in Deutschland ins Krankenhaus gekommen. Einen Zusammenhang zwischen diesem medizinischen Notfall und Andersons Tod stellte die Familie in ihrer späteren Mitteilung nicht her. Eine offizielle Todesursache wurde nicht veröffentlicht.

Prägende Stimme von Rose Tattoo

Anderson wurde am 5. August 1947 in Melbourne geboren und begann seine musikalische Laufbahn Anfang der 1970er-Jahre. Nach seiner Zeit bei Buster Brown wurde er 1976 Sänger von Rose Tattoo. Die in Sydney gegründete Band entwickelte sich zu einem der prägenden Namen des australischen Hard Rock und Pub Rock. Anderson blieb über Jahrzehnte ihre markanteste Stimme und ihr bekanntestes Gesicht.

Zu den bekanntesten Titeln von Rose Tattoo gehören „Bad Boy for Love“, „Rock ’n‘ Roll Outlaw“, „Nice Boys“ und „We Can’t Be Beaten“. Charakteristisch waren ein harter, vom Blues geprägter Rocksound und der starke Einsatz von Slide-Gitarre. Rose Tattoo wurden 2006 in die ARIA Hall of Fame aufgenommen.

Auch außerhalb Australiens hinterließ die Gruppe Spuren. Guns N‘ Roses gehörten zu den Bands, die sich auf Rose Tattoo beriefen. Guns N‘ Roses nahmen zudem eine eigene Version von „Nice Boys“ auf. Rose Tattoo traten 1993 bei der Australien-Tour von Guns N‘ Roses als Vorgruppe auf.

„Suddenly“ machte Anderson auch als Solosänger bekannt

Neben seiner Arbeit mit Rose Tattoo veröffentlichte Anderson eigene Musik. Sein größter internationaler Soloerfolg wurde die Ballade „Suddenly“. Das Stück erhielt 1987 besondere Bekanntheit durch die Hochzeit der Figuren Scott Robinson und Charlene Mitchell, gespielt von Jason Donovan und Kylie Minogue, in der australischen Fernsehserie „Neighbours“.

In Großbritannien stieg „Suddenly“ Ende 1988 in die Charts ein und erreichte Platz drei. Der Titel blieb insgesamt 13 Wochen in den britischen Singlecharts. Mit dem Film „Dirty Dancing“ steht das Lied dagegen nicht in Verbindung.

Anderson arbeitete zudem als Schauspieler und Fernsehpersönlichkeit. Unter anderem spielte er 1985 im Film „Mad Max Beyond Thunderdome“. In Australien engagierte er sich über viele Jahre für soziale und wohltätige Projekte, besonders für Kinder und Jugendliche. 1993 wurde er für sein gesellschaftliches Engagement zum Member of the Order of Australia ernannt.

Slash, Jimmy Barnes und Sebastian Bach erinnern an Anderson

Nach Bekanntwerden seines Todes meldeten sich zahlreiche Musiker und Weggefährten zu Wort. Jimmy Barnes erinnerte an Anderson als kraftvollen Sänger und zugleich fürsorglichen Menschen. Sein Sohn Jackie Barnes, der bei Rose Tattoo Schlagzeug gespielt hatte, bezeichnete die gemeinsame Zeit mit Anderson als eines der großen Privilegien seines Lebens.

Auch Guns-N‘-Roses-Gitarrist Slash würdigte Anderson und sprach seinem Umfeld sein Beileid aus. Sebastian Bach erinnerte an gemeinsame Begegnungen und Andersons Bedeutung für seine eigene Begeisterung für Rockmusik. Jason Donovan verwies auf die besondere Verbindung durch „Suddenly“ und die berühmte „Neighbours“-Hochzeit.

Das Musikunternehmen BMG würdigte Anderson ebenfalls. Das Unternehmen hob seine markante Stimme und seine Bedeutung für die Entwicklung des australischen Rock hervor. Rose Tattoo habe mit Anderson über Jahrzehnte ein Publikum weit über Australien hinaus erreicht.

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