Apple-Aktie fällt: Neue iPhone-Modelle sorgen für Zweifel an der Nachfrage

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der US-Technologiekonzern Apple gerät an der Börse unter Druck. Hintergrund sind Informationen über mögliche Kürzungen bei der Produktion von Komponenten für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max. Nach Angaben der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei Asia soll Apple seine Bestellungen bei einigen Zulieferern deutlich reduziert haben. Die neuen Premium-Smartphones sind erst seit September erhältlich. Zugleich belasten gestiegene Speicherpreise und höhere Verkaufspreise die Smartphone-Branche. Eine offizielle Bestätigung der gemeldeten Bestellkürzungen lag zunächst nicht vor.

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Apple soll Komponentenbestellungen um mindestens 15 Prozent gekürzt haben

Im Mittelpunkt stehen die Produktionsplanungen für Oktober 2026. Nach Angaben von Nikkei Asia, die sich auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen stützt, hat Apple einige Zulieferer angewiesen, weniger Komponenten für die beiden Spitzenmodelle seiner neuen iPhone-Generation herzustellen.

Demnach sollen die Bestellungen für Oktober mindestens 15 Prozent unter den ursprünglich angeforderten Mengen liegen. Die Zurückhaltung bei den Liefermengen habe bereits Anfang September begonnen. Als Hintergrund werden eine schwächere Nachfrage und steigende Kosten für Speicherchips genannt.

Die genaue Zahl der betroffenen Zulieferer sowie das gesamte Volumen der möglichen Kürzungen blieben zunächst offen. Auch lässt sich aus niedrigeren Komponentenbestellungen nicht unmittelbar ableiten, wie viele fertige iPhones Apple tatsächlich weniger verkaufen wird. Produktionsplanungen, Lagerbestände und bereits vorhandene Bauteile können die benötigten Bestellmengen beeinflussen.

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Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig verifizieren. Apple reagierte auf eine außerhalb der regulären Geschäftszeiten gestellte Anfrage zunächst nicht. Eine öffentliche Stellungnahme zu den konkreten Kürzungen lag damit nicht vor.

Apple-Aktie verliert im vorbörslichen Handel

An den Finanzmärkten lösten die Nachrichten über die möglichen Bestellkürzungen Kursverluste aus. Die Apple-Aktie gab am Freitag im vorbörslichen US-Handel um rund 1,8 Prozent nach. Diesen Rückgang meldete Reuters am 9. Oktober um 12:25 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Die zugrunde liegenden vorbörslichen Marktdaten stammten aus dem Vormittag.

Damit entwickelte sich Apple zunächst schwächer als mehrere andere große US-Technologieunternehmen. Während unter anderem Nvidia, Amazon und Tesla vorbörslich Kursgewinne verzeichneten, reagierten Anleger bei Apple auf die Unsicherheit über die Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen.

Der reguläre Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq beginnt um 15:30 Uhr deutscher Zeit. Die vorbörslichen Kursbewegungen sind deshalb noch kein Ergebnis des offiziellen Handelstages. Sie zeigen allerdings, dass die möglichen Veränderungen in Apples Lieferkette bereits Einfluss auf die Bewertung des Unternehmens hatten.

Höhere iPhone-Preise treffen auf steigende Speicherkosten

Apple hatte seine neue Smartphone-Generation am 9. September 2026 vorgestellt. Seit dem 18. September sind das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max erhältlich. Beide Geräte setzen auf den neuen A20-Pro-Prozessor, verbesserte Kameratechnik und zusätzliche Funktionen mit künstlicher Intelligenz.

Allerdings sind die Preise gegenüber der vorherigen Generation gestiegen. In den USA beginnt das iPhone 18 Pro bei 1.199 US-Dollar, das größere Pro Max bei 1.299 US-Dollar. Beide Modelle kosten damit jeweils 100 Dollar mehr als ihre Vorgänger. Die höheren Einstiegspreise könnten die Kaufentscheidungen beeinflussen, insbesondere angesichts der weltweit gestiegenen Lebenshaltungskosten. Wie stark sich dies tatsächlich auf die Verkaufszahlen auswirkt, ist bislang nicht belegt.

Ein wesentlicher Kostenfaktor ist der weltweite Markt für Speicherchips. Der Ausbau großer Rechenzentren für künstliche Intelligenz erhöht die Nachfrage nach leistungsfähigen Halbleitern und Speicherbausteinen. Dadurch steigen die Beschaffungskosten auch für Hersteller von Smartphones und Computern. Apple hatte bereits im Juni die Preise verschiedener iPad- und MacBook-Modelle angehoben und dies mit den gestiegenen Kosten für Speicher und Datenspeicherung begründet.

Schwächere Bestellungen bedeuten nicht automatisch weniger Umsatz

Für Apple ist die Entwicklung besonders relevant, weil das iPhone weiterhin zu den wichtigsten Produkten des Konzerns gehört. Schon geringe Veränderungen bei den Absatzmengen oder Produktionskosten können sich auf die Geschäftsergebnisse auswirken. Gleichzeitig erzielen die teureren Pro-Modelle höhere Verkaufspreise als die günstigeren Varianten.

Eine geringere Zahl bestellter Komponenten muss deshalb nicht zwangsläufig zu einem entsprechenden Umsatzrückgang führen. Entscheidend ist unter anderem, wie viele Geräte tatsächlich verkauft werden, welche Modellvarianten Käufer bevorzugen und wie hoch die Kosten für ihre Herstellung ausfallen. Auch eine veränderte zeitliche Verteilung der Produktion kann die Bestellmengen einzelner Monate beeinflussen.

Die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen hatten zunächst ein anderes Bild vermittelt. Im dritten Geschäftsquartal 2026, das Ende Juni abgeschlossen wurde, erzielte Apple einen Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Wachstum von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch das iPhone-Geschäft hatte nach Konzernangaben zugelegt. Diese Zahlen beziehen sich allerdings noch auf die Zeit vor der Markteinführung des iPhone 18 Pro und des iPhone 18 Pro Max.

Neue iPhone-Strategie erhöht die Bedeutung der Premium-Modelle

Zusätzlich hat Apple in diesem Jahr seine Produktstrategie verändert. Neben den beiden Pro-Modellen stellte das Unternehmen im September mit dem iPhone Duo erstmals ein faltbares Smartphone vor. Damit erweitert Apple sein Angebot im hochpreisigen Marktsegment.

Die veränderte Modellpalette erschwert zunächst auch Vergleiche mit dem Vorjahr. Denn die Nachfrage verteilt sich nicht mehr ausschließlich auf die bisher bekannten Geräteklassen. Ob Käufer verstärkt zu dem faltbaren Modell greifen oder Anschaffungen angesichts der gestiegenen Preise verschieben, lässt sich aus den bislang bekannten Bestellinformationen nicht bestimmen.

Für die weitere Entwicklung der Apple-Aktie dürfte deshalb entscheidend sein, ob sich die Hinweise auf eine schwächere Nachfrage in den tatsächlichen Verkaufszahlen niederschlagen. Bislang stehen den Berichten über reduzierte Komponentenbestellungen die zuletzt starken Geschäftszahlen des Konzerns gegenüber. Wie sich die im September gestartete iPhone-Generation auf Umsatz und Gewinn auswirkt, war am Freitag zunächst noch nicht durch neue Quartalsergebnisse belegt.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu