
Auf der Bundesstraße 12 im Westallgäu beginnt am Montag, 12. Oktober 2026, eine mehrwöchige Vollsperrung. Zwischen Eisenharz in der Gemeinde Argenbühl und Dorenwaid bei Isny wird die Fahrbahn auf rund 1,8 Kilometern erneuert. Die Arbeiten sollen bis Freitag, 30. Oktober, abgeschlossen werden. Der Verkehr wird während der Bauzeit in beiden Richtungen über mehrere Kreisstraßen und eine Landesstraße umgeleitet.
Das Regierungspräsidium Tübingen bestätigte den Baubeginn in einer Mitteilung vom 6. Oktober. Betroffen ist ein Abschnitt der B12 im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg. Die Bundesstraße gehört zu den wichtigen Verkehrsverbindungen zwischen dem Bodenseeraum und Kempten im Allgäu.
Die B12 zwischen Eisenharz und Isny ist ab Montag, 12. Oktober, im betroffenen Baustellenabschnitt nicht mehr regulär befahrbar. Die Sperrung beginnt an der Einmündung der Kreisstraße K8013 bei Eisenharz und reicht bis zur Einmündung der L2378 bei Dorenwaid.
Nach Angaben des Regierungspräsidiums umfasst die Sanierung etwa 1,8 Kilometer. Die Vollsperrung gilt für beide Fahrtrichtungen. Als Grund nennt die Behörde den Arbeitsschutz während der Bauarbeiten.
Eine genaue Uhrzeit für den Beginn der Sperrung wurde in der Mitteilung vom 6. Oktober nicht genannt. Fest steht damit der geplante Starttag, nicht jedoch der Zeitpunkt, zu dem die Fahrbahn am Montag tatsächlich für den Verkehr geschlossen wird.
Für den Durchgangsverkehr hat das Regierungspräsidium eine Umleitungsstrecke festgelegt. Fahrzeuge, die auf der B12 aus Richtung Lindau kommen, werden an der K8013 von der Bundesstraße abgeleitet.
Die Umleitung führt zunächst nach Eisenharz. Anschließend verläuft sie über die K8014 und die L265 in Richtung Unterried. Von dort gelangen Autofahrer über die K8016 zur B12 bei Isny-Schweinebach zurück.
In der Gegenrichtung gilt dieselbe Umleitungsstrecke mit umgekehrter Fahrtrichtung. Damit betrifft die Verkehrsänderung nicht nur Fahrten in Richtung Isny, sondern ebenso den Verkehr in Richtung Lindau.
Die B12 Sperrung im Westallgäu führt somit dazu, dass der überörtliche Verkehr den betroffenen Abschnitt über das umliegende Straßennetz umfahren muss. Eine konkrete Prognose zu zusätzlichen Fahrzeiten oder zum erwarteten Verkehrsaufkommen veröffentlichte das Regierungspräsidium nicht.
Hintergrund der Bauarbeiten ist der Zustand des Fahrbahnbelags. Auf dem rund 1,8 Kilometer langen Abschnitt haben sich nach Angaben des Regierungspräsidiums altersbedingte Schäden gebildet. Dazu gehören Risse in der Asphaltoberfläche und Spurrinnen.
Diese Schäden sollen durch eine Erneuerung der Fahrbahndecke beseitigt werden. Die Bauarbeiten beschränken sich nicht ausschließlich auf die durchgehende Fahrbahn der Bundesstraße.
Auch die Einmündungsbereiche der K8013 bei Eisenharz und der L2378 bei Dorenwaid werden in die Belagsarbeiten einbezogen. Damit umfasst die Maßnahme sowohl den eigentlichen Streckenabschnitt als auch die Übergänge zu den angrenzenden Straßen.
Für die Sanierung sind rund drei Wochen vorgesehen. Nach der aktuellen Planung des Regierungspräsidiums soll die Maßnahme am Freitag, 30. Oktober 2026, abgeschlossen werden.
Dieser Termin steht allerdings unter einem Vorbehalt. Die Behörde macht den vorgesehenen Abschluss ausdrücklich von günstigen Witterungsverhältnissen abhängig.
Ein verbindlicher Zeitpunkt für die anschließende Verkehrsfreigabe wurde nicht veröffentlicht. Auch eine mögliche Verlängerung der Sperrung lässt sich aus der bisherigen Planung nicht ableiten. Maßgeblich bleibt zunächst der 30. Oktober als angekündigter Fertigstellungstermin.
Bereits am 10. September hatte das Regierungspräsidium die geplante Maßnahme angekündigt. Mit der Mitteilung vom 6. Oktober wurden der Baubeginn bestätigt und der voraussichtliche Fertigstellungstermin konkretisiert.
Eine Besonderheit der Bauarbeiten betrifft die beiden Einmündungsbereiche an den Enden des Sanierungsabschnitts. Dort soll der Verkehr während bestimmter Arbeiten trotz der grundsätzlichen Vollsperrung jeweils an der Baustelle vorbeigeführt werden.
An der K8013 und der L2378 sind dafür halbseitige Sperrungen vorgesehen. Der Verkehr wird in diesen Bereichen mithilfe einer Ampelanlage geregelt.
Nach Angaben des Regierungspräsidiums dauern diese Arbeiten jeweils etwa eine Woche. Konkrete Termine für die einzelnen Bauphasen an den Einmündungen wurden zunächst nicht genannt.
Die Ampelregelungen gelten für die jeweiligen Einmündungsbereiche. Sie bedeuten nicht, dass die gesamte gesperrte B12 während der Sanierungsarbeiten durchgehend einspurig befahrbar bleibt.
Die Baumaßnahme hat ebenfalls Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr. Das Regierungspräsidium bestätigt ausdrücklich, dass Linienbusse von den Arbeiten betroffen sind.
Fahrgäste sollen deshalb die Informationen an den Haltestellen beachten. Welche Buslinien während der Bauzeit konkret umgeleitet werden, welche Haltestellen entfallen und ob Ersatzhaltestellen eingerichtet werden, geht aus der behördlichen Mitteilung nicht hervor.
Ein gesonderter Ersatzverkehr oder ein konkreter Baustellenfahrplan wurde darin ebenfalls nicht angekündigt. Fahrgäste müssen daher insbesondere bei Verbindungen im betroffenen Bereich zwischen Argenbühl und Isny auf die örtlichen Hinweise achten.
Für Anwohner und Betriebe unmittelbar am betroffenen Straßenabschnitt enthält die Mitteilung keine gesonderten Zufahrtsregelungen. Ob einzelne Grundstücke während bestimmter Bauphasen erreichbar bleiben oder zeitweise Einschränkungen gelten, wurde nicht näher erläutert.
Die veröffentlichten Regelungen betreffen vor allem die Vollsperrung der Bundesstraße, die überörtliche Umleitung und die halbseitigen Sperrungen an den beiden Einmündungen. Eine allgemeine Ausnahme von der Vollsperrung für Anlieger wurde nicht angekündigt.
Für die Fahrbahnerneuerung sind nach Angaben des Regierungspräsidiums Tübingen insgesamt rund 620.000 Euro vorgesehen. Die Kosten trägt die Bundesrepublik Deutschland.
Die Maßnahme betrifft damit einen vergleichsweise kurzen, aber für die regionale Verkehrsverbindung wichtigen Abschnitt der B12. Während der geplanten dreiwöchigen Bauphase wird der Verkehr zwischen Eisenharz und Isny-Dorenwaid über das benachbarte Straßennetz geführt.
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