
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B64 bei Höxter sind in der Nacht zu Mittwoch, 2. September, zwei junge Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei kam der Pkw von der Fahrbahn ab. Der Unfall ereignete sich im Bereich eines Bahnübergangs zwischen Höxter und Godelheim. Die Ermittlungen zur genauen Ursache dauerten zunächst an.
Nach ergänzenden Angaben aus einem regionalen Einsatzbericht soll sich das Fahrzeug im Bereich des sogenannten Bahnpostens 39 überschlagen haben. Dabei seien auch Einrichtungen des Bahnübergangs erheblich beschädigt worden. Beide Insassen hätten das Fahrzeug dennoch ohne technische Rettung verlassen können. Sie seien anschließend vom Rettungsdienst untersucht und versorgt worden.
Der Unfall ereignete sich auf dem Abschnitt der Bundesstraße zwischen Höxter und Godelheim. Nach dem regional veröffentlichten Einsatzbericht sei der Notruf am Dienstagabend um 23.06 Uhr bei der Leitstelle eingegangen. Zunächst habe die Meldung darauf hingedeutet, dass möglicherweise mindestens eine Person in dem Unfallwagen eingeklemmt sei. Beim Eintreffen der Feuerwehr hätten sich jedoch bereits beide Insassen selbst aus dem Fahrzeug befreit.
Bei dem Wagen soll es sich um einen BMW der 3er-Reihe gehandelt haben. Diese Angabe war zunächst nur in der regionalen Darstellung zu finden. Zu den genauen Altersangaben der beiden Insassen lagen zunächst keine gesicherten öffentlich zugänglichen Angaben vor. Bestätigt war, dass es sich um zwei junge Personen handelte und beide verletzt wurden.
Nach ersten Angaben aus dem Einsatzgeschehen seien die Verletzungen als leicht eingestuft worden. Weitergehende medizinische Angaben lagen zunächst nicht vor. Ebenso gab es zunächst keine Hinweise darauf, dass eine der beiden Personen lebensgefährlich verletzt worden wäre.
Erhebliche Schäden soll der Unfall am Bahnübergang verursacht haben. Nach Angaben des regionalen Berichts seien ein Andreaskreuz sowie eine Bahnschranke mitsamt ihrem Fundament aus der Verankerung gerissen worden. Die Beschädigungen betrafen damit unmittelbar die Sicherungstechnik des Übergangs.
Die Bahnstrecke sei zu diesem Zeitpunkt bereits durch die Deutsche Bahn gesperrt gewesen. Ein herannahender Zug habe deshalb nach den bislang veröffentlichten Angaben keine zusätzliche Gefahr dargestellt. Eine Kollision zwischen dem Pkw und einem Zug gab es nicht.
Ob die Streckensperrung bereits unabhängig von dem Unfall bestanden hatte und wie lange sie insgesamt dauerte, war zunächst nicht abschließend geklärt. Auch zu möglichen Zugausfällen oder Ersatzverkehren lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Der betreffende Abschnitt gehört zum Bahnverkehr im Raum Höxter. Höxter-Godelheim wird unter anderem von der Regionalbahnlinie RB 84 bedient, die über Höxter-Ottbergen verläuft.
Nach dem Unfall rückten dem regionalen Einsatzbericht zufolge mehrere Feuerwehreinheiten aus Höxter, Godelheim und Ottbergen aus. Außerdem seien der Rettungsdienst Höxter, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises, die Polizei und Kräfte der Bundespolizei vor Ort gewesen.
Die Feuerwehr habe die Unfallstelle abgesichert und ausgeleuchtet sowie den Brandschutz gewährleistet. Zudem sei die Fahrzeugbatterie abgeklemmt worden. Die Einsatzkräfte hätten das Fahrzeug auch auf austretende Betriebsstoffe kontrolliert. Dabei seien nach den veröffentlichten Angaben keine Betriebsstoffe ausgetreten.
Trümmerteile seien anschließend von der Fahrbahn entfernt worden. Die Feuerwehr habe darüber hinaus die Polizei bei den Arbeiten an der Unfallstelle unterstützt.
Dass der Bereich des Bahnpostens 39 besondere Verkehrsmaßnahmen erforderlich machen kann, zeigen auch frühere dokumentierte Einsätze der Feuerwehr Höxter. Bei einer früheren Unfallaufnahme wurde die B64/83 dort vollständig gesperrt und der Verkehr über die Freizeitanlage Godelheim umgeleitet.
Für die Unfallaufnahme und die Arbeiten an der beschädigten Infrastruktur soll die B64 vollständig gesperrt worden sein. Nach dem regionalen Bericht dauerte die Sperrung bis nach 1 Uhr in der Nacht. Besonders betroffen sei der Schwerlastverkehr gewesen. Mehrere Lastwagen hätten an der Unfallstelle nicht wenden können und deshalb die Freigabe der Bundesstraße abwarten müssen.
Wann die Strecke anschließend wieder vollständig ohne Einschränkungen befahrbar war und ob wegen der beschädigten Bahnschranke weitere Sicherungsmaßnahmen am Übergang notwendig wurden, war zunächst nicht abschließend bekannt.
Auch eine belastbare Schadenssumme war zunächst nicht veröffentlicht. Angesichts der Schäden am Pkw sowie an Andreaskreuz, Schranke und deren Verankerung dürfte neben dem Fahrzeugschaden insbesondere die Bahninfrastruktur betroffen sein. Eine konkrete Summe lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Warum der Wagen von der B64 abkam, blieb zunächst offen. Die Polizei nahm den Unfall auf und untersucht den genauen Hergang. Gesicherte Angaben zu Geschwindigkeit, technischen Ursachen, Witterungseinflüssen oder möglichen Fehlern des Fahrers lagen zunächst nicht vor.
Damit bleibt der entscheidende Punkt der Unfallursache Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Fest steht bislang, dass der Pkw von der Straße abkam, sich nach den Angaben aus dem Einsatzgeschehen überschlug und zwei junge Insassen verletzt wurden. Trotz der erheblichen Schäden am Bahnübergang kam es nicht zu einem Zusammenstoß mit einem Zug.
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