RB Leipzig: Johan Bakayoko steht nach nur 25 Spielen vor einem möglichen Abschied

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei RB Leipzig zeichnet sich eine überraschende Personalentscheidung ab. Der belgische Offensivspieler Johan Bakayoko könnte den Fußball-Bundesligisten bereits im kommenden Winter verlassen. Dabei war der 23-Jährige erst im Sommer 2025 von der PSV Eindhoven nach Sachsen gewechselt und hatte einen Vertrag bis 2030 unterschrieben. Nun soll er in den sportlichen Planungen kaum noch eine Rolle spielen. Eine offizielle Entscheidung über seine Zukunft gibt es bislang nicht.

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RB Leipzig soll einem Winterwechsel offen gegenüberstehen

Wie die Sport Bild am 29. Oktober 2026 berichtete, könne Johan Bakayoko RB Leipzig bereits in der kommenden Wintertransferperiode verlassen. Der Verein wolle dem belgischen Nationalspieler bei einem möglichen Wechsel keine Hindernisse in den Weg legen. Das Sportportal sport.de griff diese Informationen am 30. Oktober auf. Bereits am 12. Oktober hatte Sky Sport über einen möglichen Winterabschied berichtet. Damals galt neben einem dauerhaften Transfer auch eine Ausleihe als denkbare Lösung.

Eine offizielle Bestätigung für konkrete Verkaufsabsichten oder eine Einigung mit einem anderen Verein liegt bislang nicht vor. Auch ein möglicher neuer Arbeitgeber wurde in den aktuellen Berichten nicht konkret benannt. Bakayokos Vertrag läuft weiterhin bis zum 30. Juni 2030. Damit verfügt RB Leipzig grundsätzlich über mehrere Möglichkeiten, sollte sich eine Veränderung im Winter ergeben.

Nur drei Pflichtspiele in der laufenden Saison

Die sportliche Situation des Rechtsaußen hat sich seit seinem Wechsel deutlich verändert. In der Bundesliga-Saison 2025/26 absolvierte Bakayoko 20 Spiele für RB Leipzig. Dabei erzielte er zwei Tore, eine direkte Torvorlage gelang ihm nicht. Hinzu kamen zwei Einsätze und ein Treffer im DFB-Pokal. Insgesamt stand er in seiner ersten Saison somit 22-mal in Pflichtspielen auf dem Platz und kam auf drei Tore.

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In der laufenden Spielzeit 2026/27 fällt seine Bilanz noch geringer aus. Bis zum 30. Oktober stehen lediglich zwei Bundesliga-Einsätze mit insgesamt 80 Spielminuten und ein Auftritt im DFB-Pokal mit 64 Minuten zu Buche. Ein Tor oder eine Vorlage gelangen ihm dabei nicht. Insgesamt kommt der Belgier seit seinem Wechsel nach Leipzig auf 25 Pflichtspiele und drei Treffer.

Sein bislang letzter Pflichtspieleinsatz datiert vom 5. September 2026. Bei der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen stand Bakayoko 63 Minuten auf dem Platz. Anschließend blieb er in den weiteren Begegnungen ohne Einsatz. Die geringe Spielzeit verdeutlicht, wie schwer es für den Offensivspieler geworden ist, sich einen festen Platz in der Leipziger Mannschaft zu sichern.

Trainer Martin Demichelis setzt auf andere Offensivspieler

Unter Trainer Martín Demichelis steht Bakayoko derzeit in einem intensiven Konkurrenzkampf. Auf der rechten Offensivseite erhalten insbesondere Brajan Gruda, Tidiam Gomis und Andrija Maksimović den Vorzug. Nach Darstellung der Sport Bild vom 29. Oktober liegen die wesentlichen Gründe für seine geringe Einsatzzeit im sportlichen Bereich.

Für Aufmerksamkeit sorgte bereits seine Nichtberücksichtigung beim 6:0 gegen Eintracht Frankfurt am 10. Oktober. Demichelis erklärte zwei Tage später auf einer Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Eindhoven, Bakayoko habe einen kleinen Fehler gemacht. Der Trainer betonte zugleich, dass die Angelegenheit intern geklärt sei. Er bezeichnete den Belgier als guten Jungen und kündigte dessen Rückkehr in den Kader an.

Über die genauen Hintergründe äußerte sich Demichelis nicht. Die Sport Bild berichtete später über wiederholte Unpünktlichkeit. Diese weitergehenden Angaben wurden vom Verein nicht im Einzelnen bestätigt. Eine öffentliche Erklärung von Demichelis oder der Leipziger Geschäftsführung, wonach Bakayoko den Klub verlassen müsse, lag zunächst ebenfalls nicht vor.

Jürgen Klopp spielte bei der Verpflichtung eine wichtige Rolle

Bakayokos Wechsel im Juli 2025 war mit großen sportlichen Erwartungen verbunden. Der belgische Nationalspieler kam vom niederländischen Meister PSV Eindhoven nach Leipzig. Dort hatte er sich als schneller, dribbelstarker Angreifer etabliert und mit der PSV unter anderem zwei niederländische Meisterschaften gewonnen.

Die Verpflichtung wurde am 16. Juli 2025 offiziell bekannt gegeben. Über die Ablöse machte RB Leipzig keine verbindliche öffentliche Angabe. Nach damaligen Informationen von Sky Sport lag die feste Transfersumme bei rund 18 Millionen Euro. Durch mögliche Bonuszahlungen hätte sie auf bis zu 22 Millionen Euro steigen können. Der Verein stattete den damals 22-Jährigen mit einem Fünfjahresvertrag aus.

Eine besondere Rolle beim Transfer spielte Jürgen Klopp, der zu diesem Zeitpunkt als Head of Global Soccer für Red Bull tätig war. Bakayoko bestätigte bei seiner Vorstellung am 25. Juli 2025 selbst, dass er mit Klopp über seine sportliche Zukunft gesprochen habe. Der ehemalige Liverpool-Trainer habe ihm eine klare Vision vermittelt und aufgezeigt, welche Bedeutung er innerhalb der Mannschaft übernehmen könne.

Dass Klopp persönlich mit dem Spieler sprach und ihn für das Leipziger Projekt gewinnen wollte, ist damit belegt. Die Sport Bild berichtete ergänzend von einem etwa zweistündigen Gespräch. Eine genauere Darstellung des internen Entscheidungsprozesses beim Transfer wurde vom Klub nicht veröffentlicht.

Kaderplanung bei RB Leipzig könnte sich erneut verändern

Bei seiner Verpflichtung hatte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer die besonderen Qualitäten des Belgiers hervorgehoben. Bakayoko sollte mit seiner Geschwindigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Torgefahr insbesondere den rechten Flügel verstärken. Der Transfer war Teil eines größeren Umbaus des Leipziger Kaders im Sommer 2025, als unter anderem auch Andrija Maksimović und Yan Diomande verpflichtet wurden.

Inzwischen hat sich die personelle Situation verändert. Mit Brajan Gruda steht eine weitere Offensivkraft zur Verfügung, während auch jüngere Spieler wie Gomis und Maksimović Einsatzzeiten erhalten. Für Bakayoko sind die Möglichkeiten dadurch deutlich eingeschränkt.

Ein vorzeitiger Abschied würde zugleich eine wirtschaftliche Entscheidung bedeuten. Leipzig hatte für den Nationalspieler eine erhebliche Ablöse investiert und ihn langfristig gebunden. Ob der Bundesligist bei einem möglichen Verkauf eine bestimmte Ablösesumme verlangen würde oder zunächst eine Leihe bevorzugt, ist nicht bekannt.

Damit bleibt Johan Bakayoko vorerst Spieler von RB Leipzig. Bestätigt sind sein langfristiger Vertrag und seine aktuell geringe Einsatzzeit. Ein Wechsel im Winter 2026/27 ist dagegen weiterhin eine Möglichkeit, über die unter anderem Sky Sport und Sport Bild berichtet haben. Eine endgültige Personalentscheidung des Vereins steht bislang aus.

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