Rot-Weiss Essen verliert Torjäger Telalovic bis ins neue Jahr: Weitere Verletzte verschärfen die Personalprobleme

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Rot-Weiss Essen muss in der 3. Liga einen weiteren personellen Rückschlag verkraften. Mittelstürmer Semir Telalovic wird dem Verein voraussichtlich bis ins neue Jahr fehlen. Der 26-Jährige soll wegen einer Schulterverletzung operiert werden und kann nach der aktuellen Prognose erst Ende Januar 2027 wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Die Nachricht trifft den Drittligisten in einer Phase, in der bereits mehrere Spieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Besonders im Angriff sind die Möglichkeiten von Trainer Uwe Koschinat eingeschränkt.

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Semir Telalovic muss nach Schulterverletzung voraussichtlich operiert werden

Die Verletzung von Semir Telalovic hatte Rot-Weiss Essen bereits am 22. Oktober 2026 öffentlich gemacht. Der Angreifer hatte sich im Training an der Schulter verletzt. Zunächst ging der Verein davon aus, dass der Mittelstürmer voraussichtlich bis zum Winter pausieren müsse.

Am Freitag, 30. Oktober, folgte eine neue medizinische Einschätzung. Nach Angaben des Vereins wird Telalovic aller Voraussicht nach in Kürze an der Schulter operiert. Seine Rückkehr in den Trainingsbetrieb sei nach derzeitigem Stand für Ende Januar 2027 vorgesehen.

Damit steht fest, dass der Angreifer im verbleibenden Kalenderjahr nicht mehr für Pflichtspiele eingeplant werden kann. Ein genauer Termin für sein nächstes Spiel steht allerdings nicht fest. Auch nach der geplanten Rückkehr ins Mannschaftstraining dürfte zunächst die sportliche Belastbarkeit entscheidend sein. Eine konkrete Prognose für den ersten Pflichtspieleinsatz hat der Verein nicht veröffentlicht.

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Telalovic hatte bereits die Begegnungen gegen Jahn Regensburg und RB Leipzig verletzungsbedingt verpasst.

Sechs Ligatore zeigen die Bedeutung des Stürmers für RWE

Der Ausfall wiegt für Rot-Weiss Essen auch wegen der bisherigen Leistungen des Angreifers schwer. Telalovic gehört in der laufenden Spielzeit zu den erfolgreichsten Torschützen der Mannschaft.

Nach den offiziellen Daten des Deutschen Fußball-Bundes absolvierte der 26-Jährige in der Saison 2026/27 bislang zehn Spiele in der 3. Liga. Dabei erzielte er sechs Tore. Hinzu kommt ein Treffer in einem Einsatz im DFB-Pokal. Insgesamt stehen damit sieben Pflichtspieltore in elf Begegnungen zu Buche.

Der Mittelstürmer hatte sich nach seinem Wechsel schnell in der Essener Offensive etabliert. Mit seinen Treffern leistete er einen erheblichen Beitrag zur bisherigen Punkteausbeute. Sein längerfristiger Ausfall nimmt Trainer Koschinat damit eine wichtige Option im Angriffszentrum.

Vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen: Telalovics bisherige Karriere

Semir Telalovic wurde am 23. Dezember 1999 geboren und wechselte am 11. Juli 2026 auf Leihbasis vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg nach Essen. Die Vereinbarung gilt für die Saison 2026/27. Angaben zu einer möglichen Leihgebühr veröffentlichte Rot-Weiss Essen bei der Verpflichtung nicht.

Der Mittelstürmer hatte zuvor bereits mehrere Stationen im deutschen und internationalen Profifußball durchlaufen. Nach seiner Zeit beim FV Illertissen spielte er für die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach und kam außerdem zu drei Kurzeinsätzen in der Bundesliga. Anschließend wechselte er zum englischen Klub Blackburn Rovers.

In der Saison 2024/25 erzielte Telalovic für den SSV Ulm zwölf Treffer in 29 Spielen der 2. Bundesliga. Im Sommer 2025 schloss er sich dem 1. FC Nürnberg an. Dort blieb er in acht Zweitligabegegnungen ohne Torerfolg.

Während der Rückrunde 2025/26 wurde der Angreifer an Arminia Bielefeld ausgeliehen. Für die Ostwestfalen bestritt er 14 Zweitligaspiele und erzielte zwei Treffer. Insgesamt kam er in der vergangenen Zweitligasaison somit auf 22 Einsätze und zwei Tore.

Bei seiner Verpflichtung hatte Essens Direktor Profifußball Marcus Steegmann insbesondere die Kombination aus Geschwindigkeit, Laufwegen in die Tiefe und Fähigkeiten im Zusammenspiel hervorgehoben. Die bisherigen Torerfolge in Essen unterstrichen die sportliche Bedeutung des Neuzugangs.

Weitere Verletzte bei Rot-Weiss Essen belasten mehrere Mannschaftsteile

Neben Telalovic muss RWE weitere Ausfälle verkraften. Besonders deutlich werden die Probleme beim Blick auf die Offensive.

Marvin Obuz zog sich im Oktober im Training einen Bänderriss am Knöchel zu. Der Verein bestätigte am 22. Oktober, dass der Außenbahnspieler mehrere Wochen fehlen werde. Einen genauen Rückkehrtermin nannte RWE nicht.

Auch Jaka Cuber Potocnik steht derzeit nicht zur Verfügung. Der vom 1. FC Köln ausgeliehene Mittelstürmer verletzte sich am 23. Oktober gegen Jahn Regensburg am Fuß. Trainer Koschinat äußerte anschließend die Befürchtung einer Verletzung im Bereich des Außenbandes. Eine verbindliche Ausfalldauer wurde nicht bekannt gegeben.

Bereits seit Anfang September fehlt Mittelfeldspieler Tony Menzel wegen einer schweren Bänderverletzung im linken Sprunggelenk. Rot-Weiss Essen hatte zunächst eine Pause bis voraussichtlich Dezember angekündigt. Nach einer weiteren Vereinsmitteilung vom 20. Oktober verläuft die Rehabilitation positiv. Menzel soll demnach im Dezember wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Innenverteidiger Max Geschwill fällt aufgrund einer starken Reizung im linken Kniegelenk aus. Ursprünglich hatte der Verein von einer mehrwöchigen Pause gesprochen. Die WAZ berichtete am 29. Oktober unterdessen über die Gefahr eines erheblich längeren Ausfalls. Eine entsprechende verbindliche Prognose des Vereins lag zunächst nicht vor.

Hinzu kommt Paul Pöpperl, den RWE erst am 20. Oktober verpflichtet hatte. Der zentrale Mittelfeldspieler erlitt bereits im Februar 2026 einen Kreuzbandriss und befindet sich weiterhin im Aufbautraining. Nach Angaben des Vereins soll er spätestens nach der Winterpause für den Spielbetrieb zur Verfügung stehen. Anders als bei den jüngsten Verletzungen handelt es sich hierbei um eine bereits bei der Verpflichtung bekannte Einschränkung.

Koschinat erhält mit Dardari eine weitere Offensivoption zurück

Trotz der zahlreichen Ausfälle gab es am Freitag auch eine positive Personalnachricht. Aiman Dardari konnte nach muskulären Problemen im Oberschenkel wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

Der 21 Jahre alte Außenbahnspieler soll nach Angaben von Rot-Weiss Essen am Sonntag, 1. November, beim Auswärtsspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach wieder zum Spieltagskader gehören.

Bei Marek Janssen ist die Situation dagegen noch offen. Der Mittelstürmer hatte das Pokalspiel gegen RB Leipzig wegen Rückenbeschwerden verpasst und konnte auch am Freitag nicht trainieren. Die sportlich Verantwortlichen äußerten jedoch vorsichtigen Optimismus hinsichtlich einer möglichen Kadernominierung für das Wochenende.

Koschinat hatte bereits vor dem Pokalspiel gegen Leipzig deutlich gemacht, dass die zahlreichen Ausfälle auch anderen Spielern Möglichkeiten eröffnen könnten. Als personelle Alternative für das Angriffszentrum hatte er unter anderem Dickson Abiama genannt.

Rot-Weiss Essen prüft seine Möglichkeiten für die Winterpause

Die angespannte Personalsituation beeinflusst auch die Überlegungen der sportlichen Leitung. Rot-Weiss Essen muss die verbleibenden Pflichtspiele bis zur Winterpause mit einem eingeschränkten Kader bestreiten.

Die WAZ hatte bereits am 26. Oktober berichtet, dass die Verantwortlichen zunächst keinen kurzfristigen Nottransfer vornehmen wollten. Vielmehr solle die Mannschaft die kommenden Wochen mit den vorhandenen Spielern überbrücken.

Am 29. Oktober berichtete die Zeitung außerdem über Überlegungen zur personellen Verstärkung im Winter. Konkrete zusätzliche Verpflichtungen waren damit zunächst nicht offiziell bestätigt.

Eine erste personelle Entlastung könnte sich durch die geplanten Rückkehrer ergeben. Sowohl Tony Menzel als auch Paul Pöpperl sollen nach den bisherigen Vereinsangaben im Dezember wieder in das Mannschaftstraining einsteigen beziehungsweise spätestens nach der Winterpause zur Verfügung stehen.

Für Semir Telalovic liegt der erwartete Zeitpunkt dagegen später. Der Mittelstürmer dürfte frühestens Ende Januar 2027 wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Damit verliert Rot-Weiss Essen seinen bislang erfolgreichsten Ligatorschützen für einen erheblichen Teil der laufenden Saison und muss die Offensive zumindest vorübergehend ohne ihn organisieren.

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