Bonpflicht abschaffen: Was die Kassenreform 2026 bedeutet

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Die Bonpflicht abschaffen – das haben CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag 2025 vereinbart und damit eine der umstrittensten Pflichten des deutschen Handels auf die Abschlussliste gesetzt. Gleichzeitig soll ab 2027 eine bundesweit einheitliche Registrierkassenpflicht kommen. Was Haendler und Verbraucher jetzt wissen muessen, erklaert dieser Ueberblick.

Bonpflicht abschaffen: Was der Koalitionsvertrag vorsieht

Seit dem 1. Januar 2020 sind Haendler mit elektronischen Kassensystemen verpflichtet, bei jedem Kauf automatisch einen Kassenbon auszugeben – unabhaengig davon, ob der Kunde den Beleg haben moechte oder nicht. Diese Belegausgabepflicht, umgangssprachlich als Bonpflicht bekannt, wurde zur Bekaempfung von Steuerbetrug eingefuehrt. Nun soll sie fallen: Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist die Abschaffung der Bonpflicht ausdruecklich festgelegt. Ein fertiger Gesetzentwurf liegt derzeit noch nicht vor; Fachverbaende und Steuerberater rechnen mit dem Inkrafttreten im Laufe des Jahres 2026. Handel, Gastronomie und Handwerk begrueszen die Ankuendigung grossmehrheitlich – sie versprechen sich davon weniger Buerokratie, geringere Druckkosten und ein Ende der Diskussionen an der Ladentheke.

Thermopapier und Umwelt: Warum die Bonpflicht kritisiert wird

Ein zentrales Argument gegen die Bonpflicht ist die enorme Menge an Papiermüll, die sie erzeugt. Kassenbons bestehen in der Regel aus Thermopapier, das chemische Farbentwickler im Anteil von 0,5 bis 3 Prozent enthaelt. Diese Substanzen machen das Papier nur bedingt recyclebar und stehen als potenziell gesundheitsschaedlich in der Kritik. Laut Umweltbundesamt ist Thermopapier aufgrund seiner Zusammensetzung in der Wertstofftonne problematisch. Viele Verbraucher nehmen den Bon nach dem Kauf gar nicht erst mit oder werfen ihn sofort weg. Kritiker haben seit 2020 auf diesen Widerspruch hingewiesen: eine Pflicht, die jedes Jahr Millionen unnoetige Thermobons erzeugt, passt nicht zur Ressourcenschonung. Beim Einkauf an Feiertagen wie Himmelfahrt 2026 ist das Kassenthema fuer Haendler ohnehin praesent.

Registrierkassenpflicht ab 2027: Was auf Betriebe zukommt

Parallel zur geplanten Abschaffung der Bonpflicht plant die Bundesregierung eine bundesweit einheitliche Registrierkassenpflicht ab dem 1. Januar 2027. Betroffen sollen Unternehmen sein, die mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz erzielen und Bargeldgeschaefte taetigen. Diese Betriebe muessen dann ein zertifiziertes elektronisches Kassensystem mit technischer Sicherheitseinrichtung (TSE) einsetzen. Die Umsatzschwelle bezieht sich auf den Gesamtumsatz des Unternehmens, nicht nur auf Bareinnahmen. Bislang betreiben viele Kleinbetriebe, Markststaende und Handwerksbetriebe ihre Kasse noch ohne elektronische Registrierpflicht – das soll sich 2027 grundlegend aendern. Der Handel steht damit vor einem doppelten Wandel: Auf der einen Seite weniger Papierpflichten, auf der anderen neue Investitionen in zertifizierte Kassensysteme und TSE-Loesungen.

Bonpflicht abschaffen: Was sich fuer Verbraucher aendert

Fuer Verbraucher aendert sich durch die Bonpflicht-Abschaffung im Alltag zunaechst wenig Spuerbares. Wer einen Kassenbon moechte, kann ihn weiterhin verlangen – die Pflicht zur unaufgeforderten Ausgabe entfaellt jedoch. Haendler koennen staerker auf digitale Belege per E-Mail oder App setzen oder den Bon nur noch auf Wunsch ausdrucken. Das langfristige Ziel der Reform ist eine vollstaendig digitale Fiskalspur: strukturierte Kassendaten, standardisierte Schnittstellen und hohere Pruefbarkeit fuer die Finanzverwaltung. Steuerhinterziehung soll damit effektiver bekaempft werden – ohne den Aufwand von Millionen Papierbons. Experten empfehlen Betrieben, sich bereits jetzt mit den technischen Anforderungen der Registrierkassenpflicht 2027 vertraut zu machen, um rechtzeitig die passende Kasse zu beschaffen und zertifizieren zu lassen.

Quellen: Tageskarte, Haufe, drohnen.de, Business Insider, Umweltbundesamt

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