
Bei einem Brand in Wiesbaden sind am Mittwochnachmittag zwei Menschen leicht verletzt worden. Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs im Ferdinand-Knettenbrech-Weg in Mainz-Amöneburg geriet ein größerer Sperrmüllhaufen in Brand. Wegen der starken Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr die Bevölkerung. Der Warnbereich wurde im Laufe des Nachmittags vergrößert. Am späten Nachmittag war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch weiter an.
Das Feuer brach am Mittwoch, 30. September, auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs im Ferdinand-Knettenbrech-Weg aus. Die Feuerwehr Wiesbaden informierte gegen 15 Uhr über den Einsatz in Mainz-Amöneburg. Ein größerer Haufen Sperrmüll stand in Flammen und verursachte eine weithin wahrnehmbare Rauchentwicklung. Neben Rauch meldete die Feuerwehr auch Geruchsbelästigungen und teilweise eingeschränkte Sicht.
Mainz-Amöneburg gehört politisch zu Wiesbaden und liegt zwischen Biebrich und Mainz-Kastel unmittelbar am Rhein. Die Rauchwolke war nach örtlichen Angaben auch in Biebrich wahrnehmbar und von der gegenüberliegenden Rheinseite aus zu sehen. Die Feuerwehr weitete den Warnbereich um 15.27 Uhr aus. Welche einzelnen Stadtteile die vergrößerte Warnzone vollständig umfasste, ging aus der veröffentlichten Warnmeldung zunächst nicht hervor.
Die Feuerwehr warnte ausdrücklich vor längerem Kontakt mit dem Brandrauch. Rauch bei Bränden könne gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Menschen im Ausbreitungsbereich sollten deshalb den Kontakt mit der Rauchwolke möglichst vermeiden. Die Warnung wurde über das Modulare Warnsystem verbreitet.
Anwohner wurden nach Angaben der Feuerwehr aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen und Klimaanlagen auszuschalten. Wohnungen sollten nach Möglichkeit nicht verlassen werden, solange sie von der Rauchentwicklung betroffen sind. Die Feuerwehr setzte außerdem Messfahrzeuge ein, um die Ausbreitung der Rauchwolke und eine mögliche Belastung zu kontrollieren.
Die Warnung blieb auch bestehen, nachdem die eigentlichen Flammen unter Kontrolle gebracht worden waren. Der Grund waren Glutnester im Sperrmüll. Beim Auseinanderziehen des Materials mit Baggern konnte erneut Rauch freigesetzt werden.
Zwei Betriebsangehörige wurden bei dem Feuer leicht verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr erlitten sie Rauchgasverletzungen, nachdem sie zunächst selbst versucht hatten, den Brand zu löschen. Sie wurden medizinisch versorgt. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur kamen die beiden Verletzten in Wiesbadener Krankenhäuser.
Am späten Nachmittag waren rund 50 Einsatzkräfte an dem Brand beteiligt. Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer unter anderem mit mehreren Strahlrohren und dem Wenderohr einer Drehleiter. Eine weitere Ausbreitung des Feuers auf Gebäude des Betriebsgeländes konnte verhindert werden.
Neben der Berufsfeuerwehr Wiesbaden waren nach Angaben aus dem Einsatzumfeld auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Biebrich und Erbenheim beteiligt. Für die vollständige Brandbekämpfung musste der Sperrmüll mit Baggern auseinandergezogen werden, damit verdeckte Glutnester erreicht und abgelöscht werden konnten.
Am späten Nachmittag meldete die Feuerwehr, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Die Arbeiten waren damit allerdings noch nicht abgeschlossen. Gerade bei dicht gelagertem Sperrmüll können sich Brandstellen tief im Material befinden. Deshalb mussten Teile des Haufens Stück für Stück bewegt und kontrolliert werden. Während dieser Arbeiten war weitere Rauchentwicklung möglich, weshalb die Warnung für die Bevölkerung zunächst aufrechterhalten wurde.
Zu größeren Straßensperrungen im Umfeld des Brandorts lagen zunächst keine behördlich bestätigten Angaben vor. Auch eine abschließende Entwarnung für den zuvor vergrößerten Warnbereich war zunächst nicht veröffentlicht.
Wie der Sperrmüllhaufen in Brand geriet, war zunächst nicht geklärt. Eine amtlich bestätigte Brandursache lag am Mittwochabend nicht vor. Auch zur Höhe eines möglichen Sachschadens gab es zunächst keine gesicherten Angaben.
Der Einsatzort liegt in einem gewerblich und industriell geprägten Bereich zwischen Amöneburg und Biebrich. Bereits die Lage nahe dicht besiedelter Stadtteile sowie die starke Rauchentwicklung machten eine Warnung über das öffentliche Warnsystem erforderlich. Für Anwohner im betroffenen Bereich galt deshalb weiterhin, die Hinweise der Feuerwehr zu beachten und den Kontakt mit Brandrauch zu vermeiden.






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