
Beim SV Werder Bremen kommt es erneut zu einer Veränderung in der sportlichen Führung. Markus Pilawa verlässt den Fußball-Bundesligisten mit sofortiger Wirkung. Der 49-Jährige war erst im Mai als Leiter Kaderplanung und Transferstrategie an die Weser gekommen. Als Grund für seinen Abschied nennt Werder persönliche Gründe. Seine Aufgaben sollen zunächst innerhalb des Vereins verteilt werden, über eine dauerhafte Nachfolgeregelung will der Klub zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
Transfermarkt berichtete am Mittwoch, 30. September 2026, über den Abgang und verwies dabei auf Pilawas kurze Amtszeit sowie die Einschätzung des Vereins, er habe in Bremen wichtige Impulse gesetzt. Der SV Werder Bremen bestätigte den Abschied am selben Tag in einer eigenen Mitteilung. Damit ist auch der sofortige Zeitpunkt des Ausscheidens offiziell bestätigt.
Werder-Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz erklärte zum Ausscheiden des Kaderplaners: „Markus hat uns seine Entscheidung offen mitgeteilt. Wir respektieren sie, auch wenn wir seinen Abschied bedauern.“ Pilawa habe sich während seiner Zeit in Bremen stark eingebracht und nach Darstellung des Vereins wichtige Impulse geliefert. Weitere Einzelheiten zu den persönlichen Gründen nannte Werder nicht.
Auch Pilawa selbst äußerte sich in der Vereinsmitteilung zu seinem Abschied. „Es waren sehr intensive Monate in einem tollen Verein“, erklärte der 49-Jährige. Er bedankte sich bei der Geschäftsführung für das Vertrauen und das Verständnis für seine Entscheidung sowie bei den Beschäftigten des Vereins für die Zusammenarbeit. Nach seinen Angaben fiel ihm die Entscheidung nicht leicht. Konkretere Angaben zu den Hintergründen machte auch Pilawa nicht.
Damit bleibt es bei der offiziellen Begründung mit persönlichen Gründen. Hinweise auf sportliche Differenzen, Konflikte innerhalb der Vereinsführung oder einen unmittelbar bevorstehenden Wechsel zu einem anderen Klub wurden vom SV Werder Bremen nicht genannt.
Markus Pilawa war am 17. Mai 2026 als neuer Leiter Kaderplanung und Transferstrategie vorgestellt worden. Seine Arbeit nahm er nach damaligen Angaben des Vereins am Mittwoch, 20. Mai, auf. Er folgte auf Johannes Jahns, den Werder im Zuge seiner Saisonanalyse von seinen Aufgaben freigestellt hatte.
Pilawa sollte eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung des Profikaders sowie im Scouting übernehmen. Bei seiner Verpflichtung hatte Fritz auf dessen Erfahrung, sein Netzwerk und seine früheren Tätigkeiten bei zwei der größten deutschen Klubs verwiesen. Werder verband die Personalentscheidung ausdrücklich mit einer strategischen Neuaufstellung im Bereich Scouting und Kaderplanung.
Pilawas Laufbahn im Scouting begann 2004 beim VfL Bochum. 2012 wechselte er zu Borussia Dortmund. Anfang 2017 stieg er dort zum Chefscout auf. Von 2022 bis 2024 arbeitete er anschließend in gleicher Funktion beim FC Bayern München. Seine Tätigkeit beim deutschen Rekordmeister endete im September 2024. Werder führte bei seiner Verpflichtung keine weitere Vereinsstation zwischen dem FC Bayern und seinem Einstieg in Bremen auf.
Der Zeitpunkt des Abgangs ist auch deshalb bemerkenswert, weil Pilawa die zurückliegende Transferphase in verantwortlicher Position begleitete. Als Leiter Kaderplanung und Transferstrategie gehörte die Zusammenstellung und längerfristige Ausrichtung des Profikaders zu seinem Arbeitsbereich.
Bei Pilawas Verpflichtung hatte Werder das Ziel formuliert, eine Mannschaft mit einer Mischung aus entwicklungsfähigen jüngeren Spielern und erfahrenen Profis aufzubauen. Der Verein verstand seine Personalie zugleich als Teil einer bereits zuvor begonnenen strategischen Neuordnung. Im Mai erklärte auch Werders Aufsichtsrat, mit Pilawas Verpflichtung sollten neue Impulse im Scouting und in der Kaderplanung gesetzt werden.
Zu einzelnen Transfers ordnete Werder in seiner Abschiedsmitteilung keine persönlichen Zuständigkeiten Pilawas zu. Eine solche direkte Verantwortlichkeit für bestimmte Verpflichtungen lässt sich deshalb nicht aus der offiziellen Mitteilung ableiten. Berichte über seinen Einfluss auf einzelne Transfers gehen teilweise über die Angaben des Vereins hinaus.
Fest steht dagegen, dass Markus Pilawa Werder Bremen bereits nach gut vier Monaten wieder verlässt. Damit endet die im Mai begonnene Neuordnung auf dieser Führungsposition deutlich früher als ursprünglich zu erwarten war.
Eine direkte Nachfolge präsentierte Werder am Mittwoch nicht. Die bisherigen Aufgaben Pilawas sollen zunächst intern verteilt werden. Wie die Position dauerhaft besetzt wird, will der Bundesligist nach eigenen Angaben zu gegebener Zeit entscheiden.
Damit muss Werder innerhalb weniger Monate erneut die Leitung seiner Kaderplanung organisieren. Im Mai war Johannes Jahns nach der Saisonanalyse freigestellt und durch Pilawa ersetzt worden. Jahns hatte zuvor den Bereich Kaderplanung verantwortet.
Die Veränderungen beschränkten sich in diesem Jahr nicht auf diesen Bereich. Bereits Anfang Februar trennte sich Werder von Cheftrainer Horst Steffen. Daniel Thioune übernahm anschließend das Traineramt, Jan Hoepner kam als zusätzlicher Co-Trainer nach Bremen.
Im Sommer folgten weitere Anpassungen im Funktionsteam. Im Juli verpflichtete Werder Axel Zehle als festen Mental-Coach. Gleichzeitig übernahm Julian Webendörfer die neu benannte Funktion als Koordinator Kit, Equipment & Logistik von Boban Aleric, der den Verein auf eigenen Wunsch verließ. Schon zum Jahresbeginn hatte es Veränderungen im Reha- und Analysebereich gegeben.
Pilawas Ausscheiden betrifft allerdings eine besonders zentrale Stelle. Seine Position war ausdrücklich geschaffen beziehungsweise neu besetzt worden, um Scouting, Transferstrategie und Kaderplanung auf Führungsebene zusammenzuführen. Bei seiner Vorstellung hatte Fritz hervorgehoben, dass Werder mit Pilawa den bereits begonnenen strategischen Umbau fortsetzen wolle.
Nur gut vier Monate später muss diese Arbeit nun ohne den bisherigen Leiter weitergeführt werden. Kurzfristig setzt der Verein auf eine interne Verteilung der Aufgaben. Wer diese Verantwortung übernimmt und ob Werder erneut einen eigenständigen Leiter für Kaderplanung und Transferstrategie verpflichtet, war am Mittwochabend noch nicht bekannt.
Der bestätigte Stand ist damit klar: Markus Pilawa verlässt Werder Bremen auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung aus persönlichen Gründen. Einen Nachfolger gibt es bislang nicht. Weitergehende Hintergründe zu seiner Entscheidung wurden nicht veröffentlicht.






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