
In Zeitz im Burgenlandkreis steht eine längerfristige Straßensperrung bevor. Wegen des Neubaus einer Brücke über den Abschlagsgraben wird die Geschwister-Scholl-Straße ab Montag, 2. November 2026, im Übergang zur Wasservorstadt vollständig gesperrt. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis zum 25. Juni 2027 dauern. Autofahrer müssen während dieser Zeit eine ausgeschilderte Umleitung nutzen. Für Fußgänger gibt es eine Ausweichstrecke über die sogenannte Eselsbrücke. Insgesamt kostet das Bauvorhaben mehr als 980.000 Euro.
Die Sperrung der Geschwister-Scholl-Straße in Zeitz betrifft die Brücke über den Abschlagsgraben am Mühlgraben. Das eigentliche Baustellenfeld liegt nach Angaben der Stadtverwaltung im Bereich des Grundstücks Wasservorstadt 5c. Damit wird die bisherige Straßenverbindung zwischen der Kreuzung am ehemaligen Zekiwa-Gelände und dem Kreisverkehr Wasservorstadt unterbrochen. Eine Durchfahrt ist während der Bauarbeiten nicht möglich. Die Sperrung beginnt nach der Ankündigung der Stadt am 2. November. Eine genaue Uhrzeit wurde nicht genannt.
Die Verkehrsführung wird an beiden Seiten der Baustelle angepasst. Sowohl von der Zekiwa-Kreuzung als auch vom Kreisverkehr Wasservorstadt aus können Fahrzeuge nur noch bis zur jeweiligen Absperrung fahren. Die betroffenen Straßenabschnitte werden damit zu Sackgassen. Für Anwohner und Betriebe ist entscheidend, dass die Stadt die Erreichbarkeit aller Grundstücksbereiche außerhalb des unmittelbaren Baufeldes zugesichert hat. Eine durchgehende Verbindung für den Autoverkehr besteht zwischen den beiden Seiten der Baustelle allerdings nicht mehr.
Das geplante Ende der Arbeiten ist für den 25. Juni 2027 vorgesehen. Damit erstreckt sich die Baumaßnahme über mehrere Monate und reicht vom Herbst über den Winter bis in den Frühsommer. Der Termin ist eine vorläufige Planung und keine verbindlich zugesagte Verkehrsfreigabe. Ein gesondertes Datum für die Wiederaufnahme des regulären Straßenverkehrs hat die Stadt nicht veröffentlicht.
Für den motorisierten Verkehr richtet die Stadt eine großräumige Umleitung ein. Diese führt über die Baenschstraße und wird entsprechend ausgeschildert. Eine alternative Verbindung unmittelbar an der Baustelle ist für Autos nicht vorgesehen. Wer die bisherige Route zwischen der Geschwister-Scholl-Straße und der Wasservorstadt nutzt, muss deshalb ab Anfang November seine Fahrtstrecke anpassen. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.
Auf der Baenschstraße wird zusätzlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern pro Stunde eingerichtet. Diese Maßnahme soll nach Angaben der Stadtverwaltung dem Schutz von Fußgängern dienen. Damit verbindet die Verkehrsregelung die Umleitung des Autoverkehrs mit einer zusätzlichen Sicherheitsvorgabe auf der Ausweichstrecke. Die Beschilderung vor Ort wird für die Verkehrsführung während der Bauphase maßgeblich sein.
Fußgänger können den gesperrten Straßenabschnitt über die Mühlgrabenbrücke umgehen. Die auch als Eselsbrücke bekannte Verbindung ermöglicht einen vergleichsweise ortsnahen Weg in Richtung Wasserberg. Für Radfahrer wurden zunächst keine gesonderten Umleitungsstrecken oder Regelungen zur Nutzung dieser Verbindung veröffentlicht. Ob Fahrräder über die Fußgängerroute geführt werden können, geht aus der Ankündigung der Stadt nicht hervor.
Hintergrund der Sperrung ist der vollständige Neubau der Brücke über den Abschlagsgraben. Das Projekt steht im Zusammenhang mit einer früheren Änderung der Straßenklassifizierung. Die Landesstraße L193 wurde bereits 2016 herabgestuft. Aus dieser Entscheidung ergeben sich nach Angaben der Stadt Zeitz noch ausstehende Leistungen der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt Süd. Zu diesen gehört der jetzt angekündigte Brückenneubau.
Die veranschlagten Gesamtkosten liegen bei mehr als 980.000 Euro. Davon übernimmt die Stadt Zeitz nach eigenen Angaben rund 600.000 Euro. Der kommunale Anteil macht damit einen erheblichen Teil der vorgesehenen Finanzierung aus. Welche weiteren Finanzierungsanteile im Einzelnen vorgesehen sind und ob Fördermittel in das Projekt fließen, wurde nicht näher aufgeschlüsselt. Auch zu technischen Einzelheiten wie der neuen Brückenkonstruktion, den Abmessungen oder den einzelnen Bauphasen wurden zunächst keine konkreten Angaben gemacht.
Die Baumaßnahme wird gemeinsam von der Stadtverwaltung und der zuständigen Landesstraßenbaubehörde begleitet. Beide Stellen haben auf die bevorstehenden Einschränkungen hingewiesen und die Verkehrsteilnehmer um Verständnis gebeten. Der Neubau betrifft damit nicht nur die unmittelbare Straßenverbindung, sondern auch ein kommunales Infrastrukturprojekt, dessen finanzielle Grundlagen teilweise auf eine bereits zehn Jahre zurückliegende Änderung im Straßennetz zurückgehen.
Welche Folgen die Sperrung für den öffentlichen Busverkehr hat, war zunächst nicht konkret benannt. Angaben zu betroffenen Linien, ausfallenden Haltestellen oder möglichen Ersatzhaltestellen lagen nicht vor. Auch die Personenverkehrsgesellschaft Burgenlandkreis (PVG) hatte in ihren veröffentlichten Verkehrsmeldungen noch keine entsprechende Linienänderung für den Brückenneubau aufgeführt. Fahrgäste können aktuelle Verbindungen über die INSA-Fahrplanauskunft und die Verkehrsinformationen der PVG prüfen.
Für Anlieger bleibt während der Arbeiten insbesondere die Zufahrt zu den Grundstücken von Bedeutung. Die Stadt hat zugesichert, dass die Bereiche außerhalb des unmittelbaren Baustellenfeldes erreichbar bleiben. Allerdings ist eine Zufahrt nur noch von der jeweils zugänglichen Seite möglich, da die Straße an der Brücke unterbrochen wird. Gesonderte Zufahrtsregelungen innerhalb der Baustelle oder besondere Durchfahrtsrechte wurden nicht angekündigt.
Mit dem Beginn der Arbeiten am 2. November verändert sich die Verkehrsführung zwischen dem ehemaligen Zekiwa-Gelände und der Wasservorstadt für voraussichtlich knapp acht Monate. Die Umleitung über die Baenschstraße und der Fußweg über die Eselsbrücke sollen während dieser Zeit die Erreichbarkeit der angrenzenden Stadtbereiche ermöglichen. Bis zur geplanten Fertigstellung am 25. Juni 2027 bleibt die direkte Straßenverbindung für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
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