
Bürstner beendet ab der Saison 2027 die Wohnwagenproduktion. Die Traditionsmarke aus Kehl will sich künftig auf Reisemobile und Camper Vans konzentrieren. Für Besitzerinnen und Besitzer bestehender Bürstner-Wohnwagen sollen Service und Ersatzteilversorgung weiter gesichert bleiben.
Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, die Bürstner unter dem Namen „Bürstner Reloaded“ vorantreibt. Dabei sollen Entwicklung, Produktion und Modellplanung stärker auf motorisierte Freizeitfahrzeuge ausgerichtet werden. Im Mittelpunkt stehen künftig also Reisemobile und Campingbusse, nicht mehr klassische Caravans.
Für Bürstner bedeutet der Schritt einen deutlichen Einschnitt. Die Marke war jahrzehntelang auch mit Wohnwagen auf dem Markt vertreten. Nun konzentriert das Unternehmen seine Ressourcen auf Fahrzeugsegmente, in denen es nach eigener Darstellung künftig mehr Entwicklungsspielraum sieht.
Der vollständige Ausstieg aus dem Wohnwagenbau kommt nicht völlig überraschend. Bereits zum Modelljahr 2026 hatte Bürstner das Caravan-Programm stark reduziert. Viele bisherige Baureihen wurden nicht mehr weitergeführt. Übrig blieb im Kern nur noch die Sonderedition B66.
Damit war die Richtung bereits erkennbar. Aus einem breiten Wohnwagenangebot wurde zunächst ein stark verkleinertes Programm. Ab 2027 soll nun auch dieses letzte Kapitel enden. Neue Wohnwagen der Marke Bürstner wird es dann vorerst nicht mehr geben.
Für Kundinnen und Kunden, die bereits einen Bürstner-Wohnwagen besitzen, ist vor allem die weitere Versorgung wichtig. Nach den vorliegenden Informationen sollen After-Sales-Service und Ersatzteilversorgung erhalten bleiben. Wartung, Reparaturen und Ersatzteile sollen damit weiterhin möglich sein.
Der Schritt betrifft also vor allem das Neugeschäft. Wer künftig einen neuen Wohnwagen kaufen möchte, wird bei Bürstner ab 2027 nicht mehr fündig. Bestehende Fahrzeuge bleiben aber nicht ohne Betreuung.
Der Rückzug von Bürstner bedeutet nicht, dass Wohnwagen innerhalb der Erwin Hymer Group verschwinden. Andere Marken des Konzerns bleiben nach bisherigen Angaben im Caravan-Segment aktiv. Dazu zählen unter anderem LMC, Dethleffs und Eriba.
Für Käuferinnen und Käufer heißt das: Wohnwagen aus dem Konzernumfeld wird es weiterhin geben, nur nicht mehr unter der Marke Bürstner. Die Entscheidung ist damit weniger ein kompletter Abschied des Konzerns vom Caravan-Markt als vielmehr eine klare Spezialisierung einzelner Marken.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der sich die Caravaning-Branche verändert. Reisemobile und Camper Vans gelten für viele Hersteller als zentrale Zukunftsfelder. Klassische Wohnwagen stehen dagegen stärker unter Druck, auch weil sich Reisegewohnheiten, Fahrzeugkonzepte und Kundenerwartungen verändern.
Bürstner reagiert darauf mit einer klaren Fokussierung. Ab 2027 soll die Marke vollständig für motorisierte Freizeitfahrzeuge stehen. Ob Wohnwagen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zurückkehren, bleibt offen. Zunächst ist der Kurs aber eindeutig: Bürstner baut künftig keine neuen Wohnwagen mehr.
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