Busunfall Sachsen S101: Renault Trafic prallt ungebremst in Linienbus – sechs Verletzte

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Am Donnerstagmorgen ereignete sich auf der Staatsstraße S101 in der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal im Landkreis Bautzen, Sachsen, ein schwerer Verkehrsunfall. Ein polnischer Kleintransporter des Typs Renault Trafic fuhr dabei ungebremst in einen stehenden Linienbus. Sechs Menschen wurden verletzt, darunter eine Frau schwer. Zwei Rettungshubschrauber und sechs Rettungswagen rückten an den Unfallort – die S101 ist aktuell vollständig gesperrt.

Renault Trafic kracht ungebremst in stehenden Linienbus

Nach ersten Informationen der Polizeidirektion Görlitz stand der Linienbus zum Zeitpunkt des Unfalls an einer regulären Haltestelle auf der S101. Der polnische Kleintransporter Renault Trafic befuhr die Strecke aus Richtung Crostwitz kommend in Richtung Königswartha, als er aus bislang ungeklärter Ursache ohne erkennbares Abbremsen in das Heck des Linienbusses prallte.

Der Aufprall war offenbar so heftig, dass die Beifahrerin des Kleintransporters im Fahrzeug eingeklemmt wurde. Kräfte der Feuerwehr mussten sie mit schwerem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreien. Anschließend wurde die Frau mit einem der eingesetzten Rettungshubschrauber zur Weiterbehandlung in eine nahegelegene Klinik geflogen. Ihr Zustand war nach dem Unfall schwer. Alle sechs Verletzten waren Insassen des Kleintransporters – Fahrgäste und Fahrer des Linienbusses blieben offenbar unverletzt.

Ähnlich dramatische Einsätze erfordern Rettungskräfte immer wieder: Erst kürzlich musste auch bei einem Unfall in Radevormwald ein Rettungshubschrauber ein verletztes Kind in eine Klinik fliegen.

Großaufgebot: Zwei Hubschrauber und sechs Rettungswagen vor Ort

Die Alarmierung erfolgte umgehend: Mehrere Einheiten der Feuerwehr, der Polizei sowie sechs Rettungswagen rückten zur Unfallstelle auf der S101 bei Ralbitz-Rosenthal aus. Zusätzlich wurden zwei Rettungshubschrauber angefordert – einer startete aus Dresden, ein weiterer aus Bautzen. Auch ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst koordinierte die Maßnahmen vor Ort.

Der Einsatz zeigt erneut, wie wichtig die schnelle Verfügbarkeit von Luftrettungsmitteln bei schweren Verkehrsunfällen auf Landstraßen ist. Gerade auf Strecken abseits der Autobahnen dauert es oft länger, bis Krankenhäuser erreichbar sind. Bei einem schweren Motorradunfall auf der B62 in Netphen mit Vollsperrung war die Situation ähnlich – auch dort wurde schnell ein Hubschrauber alarmiert.

S101 vollgesperrt – Polizeidirektion Görlitz bestätigt Sperrung

Aufgrund der Bergungsarbeiten und der laufenden Unfallaufnahme ist die S101 zwischen Crostwitz und Königswartha derzeit vollständig für den Verkehr gesperrt. Dies bestätigte die Polizeidirektion Görlitz auf Nachfrage von blick.de. Verkehrsteilnehmer, die die Strecke regulär nutzen, müssen auf Ausweichrouten ausweichen. Wann die Sperrung aufgehoben wird, war zunächst nicht bekannt.

Vollsperrungen nach schweren Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen sind leider keine Seltenheit. Erst kürzlich sorgte ein schwerer Unfall auf der A9 bei Helmbrechts für eine stundenlange Vollsperrung mit mehreren Verletzten. Auch dort dauerten Bergung und Unfallaufnahme erhebliche Zeit.

Unfallursache weiterhin unklar – Ermittlungen laufen

Warum der Fahrer des polnischen Renault Trafic nicht abgebremst hat, ist bislang unklar. Die Polizeidirektion Görlitz hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Mögliche Ursachen wie ein medizinischer Notfall des Fahrers, ein technischer Defekt oder Unaufmerksamkeit am Steuer sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Offizielle Ergebnisse der Ermittlungen lagen am Donnerstagvormittag noch nicht vor.

Autofahrer, die in der Region Bautzen unterwegs sind, sollten die S101 im Bereich Ralbitz-Rosenthal bis auf Weiteres meiden und aktuelle Verkehrsmeldungen verfolgen. Informationen werden unter anderem über den MDR-Verkehrsservice und die Polizeidirektion Görlitz aktualisiert.

Weitere Details zum genauen Unfallhergang und zum Zustand der Verletzten werden von der Polizeidirektion Görlitz im Laufe des Tages erwartet.

Quelle: blick.de

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