
In Radevormwald wurde am Mittwochnachmittag, 22. April 2026, ein sechsjähriges Kind von einem Auto angefahren und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Köln geflogen. Das Kind erlitt dabei eine Beinfraktur sowie schwere Kopfverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Unfall ereignete sich in einer Sackgasse und erschüttert die Anwohner der Gemeinde im Oberbergischen Kreis.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr ein 72-jähriger Anwohner aus seiner Grundstückseinfahrt in den dortigen Wendehammer ein. Von dort aus wollte er weiter an einer mit Büschen bewachsenen Verkehrsinsel vorbei in Richtung Stadtzentrum fahren. Dabei habe er offenbar zwei spielende Kinder im Bereich der Verkehrsinsel übersehen. Eines der beiden Kinder wurde von dem Fahrzeug erfasst. Radevormwald ist eine Stadt im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen mit rund 22.000 Einwohnern. Derartige ruhige Wohnstraßen und Wendehammer gelten normalerweise als sichere Spielbereiche für Kinder.
Das sechsjährige Kind kam nach notärztlicher Erstversorgung am Unfallort per Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Köln. Rettungshubschrauber kommen bei schwer verletzten Patienten zum Einsatz, wenn ein schneller Transport in ein Traumazentrum notwendig ist oder die Verletzungen eine spezialisierte Behandlung erfordern. Der Einsatz des Hubschraubers unterstreicht die Schwere der Verletzungen. Nach dem Unfall ermittelt nun die Polizei des Oberbergischen Kreises zum genauen Unfallhergang. Auch bei einem Hubschraubereinsatz auf der B62 in Netphen nach einem schweren Motorradunfall hatte die Polizei die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Der 72-jährige Anwohner habe die beiden spielenden Kinder im Bereich der Verkehrsinsel offenbar nicht wahrgenommen. Nach aktuellen Informationen ermittelt die Polizei zum Unfallhergang. In solchen Fällen, in denen ein Fahrzeugführer spielende Kinder in einem Wendehammer übersieht und eines davon erfasst, stehen strafrechtliche Konsequenzen wegen fahrlässiger Körperverletzung im Raum. Genaue Angaben zum Zustand des Kindes nach der Einlieferung in die Klinik lagen zunächst nicht vor. Anwohner und Schaulustige versammelten sich nach dem Unfall an der Unfallstelle im Bereich des Wendehammers.
Unfälle, bei denen Kinder in Wohngebieten von Fahrzeugen erfasst werden, geschehen bundesweit immer wieder. Häufige Ursachen sind Unachtsamkeit, eingeschränkte Sichtverhältnisse durch parkende Fahrzeuge oder Bepflanzung sowie unterschätzte Fahrgeschwindigkeiten auch in Schrittgeschwindigkeitszonen. Besonders in Wendehammern und Sackgassen, die von Kindern als Spielfläche genutzt werden, sollten Fahrer besonders aufmerksam sein. Die Polizei Oberbergischer Kreis hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht gegebenenfalls Zeugen des Unfalls in Radevormwald.
Quellen: Oberberg-Aktuell, Polizei NRW Oberbergischer Kreis
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