Neues Total-Body-PET-CT am UKM erweitert Diagnostik in Münster

UKM Uniklinik Münster
Foto (UKM/Wibberg): Die Klinikdirektoren der Nuklearmedizin, Prof. Michael Schäfers (l.), und der Radiologie, Privat-Dozent Dr. Michael Köhler, vor dem neuen Total-Body-PET-CT. Beide Kliniken arbeiten interdisziplinär zusammen, um die maximale Expertise für PET und CT zusammenzubringen.

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Münster. Mit dem neuen Total-Body-PET-CT in Münster hat das Universitätsklinikum Münster eine weitere Spezialtechnik für Diagnostik und Forschung in Betrieb genommen. Das Gerät wurde am Dienstag im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung vorgestellt. Nach Angaben des UKM handelt es sich um die bislang größte Eigeninvestition des Hauses in ein medizinisches Gerät. Zugleich gehört die Anlage in Münster aktuell zu nur fünf dieser Art in Deutschland.

Was die neue Technik am UKM leisten soll

Das neue System verbindet Positronen-Emissions-Tomografie und Computertomografie. Dabei werden Stoffwechselvorgänge und molekulare Signale mit anatomischen Bildern aus dem Körperinneren zusammengeführt. Nach Angaben des UKM liegt der Unterschied zur bisherigen Technik vor allem im deutlich größeren gleichzeitig erfassbaren Bereich: Während herkömmliche PET-CT-Systeme demnach nur etwa 15 bis 20 Zentimeter in axialer Richtung gleichzeitig abbilden, erfasst das neue Total-Body-PET-CT 106 Zentimeter und damit den Rumpf mit den inneren Organen einschließlich des Gehirns zeitgleich. Eingesetzt werden soll die Technik unter anderem in der Onkologie, Neurologie und Kardiologie. Betrieben wird das Gerät gemeinsam von der Klinik für Nuklearmedizin und der Klinik für Radiologie.

Welche Folgen das für Patienten und Forschung haben kann

Für Patientinnen und Patienten verbindet das UKM mit dem neuen System mehrere Erwartungen. Genannt werden eine genauere Diagnostik, geringere Strahlenbelastung und kürzere Untersuchungszeiten. Außerdem soll sich der Erfolg von Therapien genauer bewerten und künftige Behandlungen individueller steuern lassen. Auch für die Forschung sieht das Klinikum neue Möglichkeiten, weil Wechselwirkungen zwischen Organen, Zellen und molekularen Signalwegen nach eigener Darstellung erstmals im ganzen Körper gleichzeitig sichtbar gemacht werden können. Die offizielle Einweihung fand am Dienstag mit einem Rundgang und einer anschließenden Veranstaltung im Studienlabor statt.

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