Dacia Hipster könnte 2027 zum günstigen Elektro-Kleinstwagen werden

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Der Dacia Hipster sorgt erneut für Aufmerksamkeit. Ein aktueller Bericht des britischen Automagazins Autocar nennt für den bislang nur als Studie vorgestellten Elektro-Kleinstwagen einen möglichen Produktionsstart im Jahr 2027 und einen angestrebten Preis von weniger als 10.000 Pfund. Umgerechnet entspricht das derzeit ungefähr 11.000 Euro. Eine offizielle Bestätigung für den Serienstart oder einen Verkaufspreis gibt es von Dacia allerdings noch nicht.

Das Dacia Hipster Elektroauto existiert bislang offiziell lediglich als Konzeptfahrzeug. Dacia hatte die Studie am 6. Oktober 2025 vorgestellt und dabei bewusst keinen Termin für eine Serienversion genannt. Auch ein Verkaufspreis oder konkrete technische Daten für ein mögliches Produktionsmodell wurden damals nicht veröffentlicht.

Bericht nennt Produktionsstart im Jahr 2027

Autocar berichtet unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Projekts, Dacia bereite eine Serienfertigung des Hipster für 2027 vor. Das Fahrzeug solle demnach in China produziert und in Großbritannien für weniger als 10.000 Pfund angeboten werden. Auch eine Batterie mit rund 15 Kilowattstunden sowie ein Elektromotor mit ungefähr 15 Kilowatt Leistung werden genannt. Dacia selbst hat diese Angaben bislang nicht bestätigt.

Damit ist auch die häufig genannte Marke von rund 11.000 Euro kein angekündigter deutscher Listenpreis. Sie ergibt sich aus der Umrechnung des genannten britischen Preisziels. Steuern, Ausstattung, Transportkosten und die Preisgestaltung für einzelne europäische Länder können unterschiedlich ausfallen.

Auch ein deutscher Marktstart im Jahr 2027 ist bislang nicht offiziell angekündigt. Auf den aktuellen offiziellen Seiten von Dacia wird der Hipster weiterhin als Konzept geführt.

Dacia zeigte den Hipster erstmals 2025

Das bestätigte Ausgangsmodell ist der Dacia Hipster Concept. Die Studie misst lediglich drei Meter in der Länge, 1,55 Meter in der Breite und 1,53 Meter in der Höhe. Trotzdem sieht das Konzept vier Sitzplätze vor. Der Gepäckraum lässt sich nach Angaben des Herstellers je nach Nutzung von 70 auf bis zu 500 Liter erweitern.

Dacia entwickelte die Studie mit dem Ziel, Gewicht und Komplexität möglichst stark zu reduzieren. Der Hipster Concept ist laut Hersteller rund 20 Prozent leichter als der damalige Spring. Dazu gehören einfache Lösungen wie Schiebefenster an den Seiten, wenige lackierte Karosserieteile und textile Schlaufen statt herkömmlicher äußerer Türgriffe. Für Navigation und Multimedia ist im Konzept vor allem das Smartphone vorgesehen.

Dacia machte bei der Vorstellung allerdings keine konkrete Angabe zur Batteriekapazität oder zur Reichweite. Der Hersteller erklärte lediglich, das Konzept sei für typische Alltagswege ausgelegt und solle bei diesem Nutzungsmuster mit zwei Ladevorgängen pro Woche auskommen.

Hipster könnte kein klassischer Pkw werden

Ein entscheidender Unterschied zu einem normalen Kleinwagen betrifft nach dem aktuellen Autocar-Bericht die Fahrzeugklasse. Die mögliche Serienversion soll als Fahrzeug der europäischen Klasse L7e ausgelegt werden. Auch diese konkrete Einordnung des Serienmodells ist bislang nicht offiziell von Dacia bestätigt.

L7e bezeichnet nach den europäischen Vorschriften schwere vierrädrige Kraftfahrzeuge. Für bestimmte geschlossene Personenfahrzeuge dieser Kategorie gilt unter anderem eine maximale Nenndauerleistung von 15 Kilowatt. Die zulässige Masse und weitere Anforderungen unterscheiden sich ebenfalls von denen eines gewöhnlichen Pkw der Klasse M1. Für schwere Vierradmobile zur Personenbeförderung sieht die EU außerdem höchstens vier Sitzplätze vor.

Ein möglicher Hipster wäre damit nicht einfach ein besonders billiger gewöhnlicher Kleinwagen. Die Fahrzeugkategorie ermöglicht ein anderes technisches Konzept und andere regulatorische Rahmenbedingungen als bei klassischen Pkw.

Das erklärt zugleich, weshalb ein Preis deutlich unterhalb vieler aktueller Elektroautos grundsätzlich denkbar wäre. Ob Dacia das Konzept tatsächlich in dieser Form umsetzt, ist noch offen.

Dacia baut Angebot günstiger Elektroautos aus

Fest steht dagegen, dass Dacia seine Elektrostrategie ausweitet. Die Renault Group hat angekündigt, dass die Marke bis 2030 vier vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt bringen will. Der neue Spring ist das erste Modell dieser Produktplanung. Dacia nennt für seine Elektrostrategie ausdrücklich das Ziel, vergleichsweise einfache und preisgünstige Fahrzeuge anzubieten.

Die neue Generation des Spring wird in Novo Mesto in Slowenien produziert. Sie bietet laut Renault Group bis zu 250 Kilometer Reichweite nach WLTP und soll ohne staatliche Förderung in allen Varianten weniger als 20.000 Euro kosten. Seit dem Start des Spring im Jahr 2021 wurden nach Unternehmensangaben mehr als 210.000 Fahrzeuge in mehr als 40 Ländern verkauft.

Der Hipster würde innerhalb dieser Strategie noch eine Stufe unterhalb eines klassischen Elektro-Kleinwagens ansetzen. Dacia hatte bei der Vorstellung der Studie ausdrücklich erklärt, mit dem Konzept eine besonders zugängliche Form elektrischer Mobilität untersuchen zu wollen. Eine Serienfreigabe veröffentlichte der Hersteller damals jedoch nicht.

11.000 Euro sind noch kein deutscher Verkaufspreis

Für Käufer in Deutschland sind deshalb derzeit drei Punkte voneinander zu trennen. Das Konzeptfahrzeug selbst ist offiziell und seine Abmessungen sowie grundsätzliche Ausrichtung sind von Dacia dokumentiert. Der mögliche Produktionsstart 2027, die Fertigung in China und technische Daten wie eine Batterie mit rund 15 Kilowattstunden stammen dagegen aus dem aktuellen Autocar-Bericht. Das Preisziel von weniger als 10.000 Pfund stammt ebenfalls aus dieser Darstellung.

Einen deutschen Preis von 11.000 Euro hat Dacia nicht angekündigt. Ebenso gibt es bislang keinen bestätigten Bestellstart, keine veröffentlichte deutsche Ausstattungsliste und keinen offiziellen Termin für die Markteinführung.

Damit zeichnet sich zwar eine mögliche Richtung für eines der günstigsten Elektrofahrzeuge der Marke ab. Ob der Hipster tatsächlich 2027 als Serienmodell erscheint und zu welchen Konditionen er in Deutschland angeboten würde, war am 28. September 2026 noch nicht offiziell bestätigt.

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