
Der deutsche Aktienmarkt ist mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der DAX am 21. September 2026 schloss auf Xetra bei 25.575,01 Punkten und damit 1,07 Prozent höher als am Freitag. Der Leitindex machte damit einen Teil seiner jüngsten Verluste wieder wett und behauptete sich deutlich oberhalb der Marke von 25.000 Punkten.
Unterstützung kam vor allem von sinkenden Ölpreisen, rückläufigen Renditen am Anleihemarkt und kräftigen Kursgewinnen bei Technologiewerten. Angeführt wurde der DAX von Infineon. Gleichzeitig standen einige Immobilienaktien nach dem Ausgang der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus unter Druck.
Die Infineon-Aktie beendete den Handel mit einem Plus von 4,35 Prozent und war damit der stärkste Wert im DAX. Der Halbleiterkonzern profitierte von der freundlichen Stimmung für Technologiewerte, die sich am Montag auch an anderen europäischen und amerikanischen Börsen zeigte.
Zu den weiteren starken DAX-Titeln gehörten Siemens mit einem Kursplus von rund 3,6 Prozent, MTU Aero Engines mit gut 3,0 Prozent sowie die Commerzbank mit knapp 3,0 Prozent. Die DHL Group legte ebenfalls deutlich zu.
Technologieaktien erhielten zusätzlichen Rückenwind von der internationalen Börsenentwicklung. In den USA standen Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter und künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Auch der europäische Technologiesektor verbuchte deutliche Gewinne.
Auf der anderen Seite verlor die Volkswagen-Vorzugsaktie rund 2,0 Prozent und gehörte damit zu den schwächsten DAX-Werten. Fresenius gab rund 1,8 Prozent nach. Vonovia verlor 1,24 Prozent. Auch Brenntag und RWE schlossen schwächer.
Ein wichtiger Faktor für die bessere Stimmung waren die deutlich gesunkenen Rohölpreise. Niedrigere Energiepreise können die Kosten für Unternehmen reduzieren und zugleich den Inflationsdruck abschwächen. Das wiederum kann die Erwartungen an die weitere Entwicklung der Zinsen beeinflussen.
Am frühen Montagabend kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zeitweise knapp weniger als 100 US-Dollar. Zu diesem Zeitpunkt lag der Preis rund 3,4 Prozent unter dem Niveau des vorherigen Handelstages. Im späteren US-Handel wurde der November-Kontrakt für Brent bei 100,34 Dollar je Barrel abgerechnet. Das entsprach ebenfalls einem Rückgang von 3,4 Prozent.
Der auslaufende Oktober-Kontrakt für die US-Sorte West Texas Intermediate, kurz WTI, fiel zum Settlement um 4,51 Prozent auf 95,78 Dollar je Barrel. Der November-Kontrakt notierte bei 92,47 Dollar. Beide wichtigen Referenzsorten erreichten damit ihre niedrigsten Niveaus seit dem 9. September.
Für Entspannung sorgten unter anderem Anzeichen dafür, dass sich die Öllieferungen Saudi-Arabiens teilweise erholen. Zugleich richtete sich der Blick der Märkte auf mögliche diplomatische Gespräche zwischen den USA und Iran am Rande der UN-Generalversammlung. Ob daraus konkrete Fortschritte entstehen, war am Montag allerdings offen.
Während der Gesamtmarkt zulegte, bewegten sich deutsche Immobilienaktien teilweise in die entgegengesetzte Richtung. Im DAX traf dies insbesondere Vonovia. Die Aktie verlor 1,24 Prozent.
Im Mittelpunkt stand dabei vor allem das Ergebnis der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus vom Sonntag. Die Linke wurde mit 25,3 Prozent stärkste Kraft. Im Wahlkampf hatte sie unter anderem eine Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbestände zum Thema gemacht.
Das sorgte bei Anlegern für neue Unsicherheit über den regulatorischen Rahmen für große Wohnungskonzerne mit umfangreichen Beständen in Berlin. Vonovia und die zum Konzern gehörende Deutsche Wohnen verfügen zusammen über eine erhebliche Zahl von Wohnungen in der Hauptstadt.
Eine Umsetzung entsprechender Pläne steht allerdings keineswegs fest. Sie wäre mit rechtlichen, politischen und finanziellen Fragen verbunden und hängt zudem von der künftigen Regierungsbildung in Berlin ab.
Auch Aktien außerhalb des DAX wie TAG Immobilien standen zeitweise unter Druck. Das Unternehmen besitzt allerdings wesentlich weniger Wohnungen in Berlin als Vonovia und Deutsche Wohnen.
Neben Berlin wurde am Sonntag auch in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Dort wurde die AfD mit 38,2 Prozent stärkste Kraft vor der SPD mit 35,5 Prozent. Die CDU kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 4,9 Prozent und verpasste damit den Einzug in den Landtag.
Für den deutschen Aktienmarkt insgesamt spielten die beiden Wahlergebnisse am Montag jedoch eine deutlich geringere Rolle als die Entwicklung an den Rohstoff-, Technologie- und Anleihemärkten. Unmittelbar sichtbar war eine Reaktion vor allem bei den Wohnimmobilienwerten aufgrund der politischen Debatte in Berlin.
International waren die Vorgaben freundlich. Der europäische Stoxx 600 legte deutlich zu, wobei insbesondere Technologie- und Bankaktien gefragt waren. Gleichzeitig gerieten Energiewerte wegen der fallenden Rohölpreise unter Druck.
Damit bleibt der Ölmarkt ein wichtiger Faktor für die Börsen. Nach mehreren Wochen mit starken Ausschlägen bei Energiepreisen, Inflationssorgen und geopolitischen Risiken sorgte der Preisrückgang am Montag zunächst für Entlastung. Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, hängt unter anderem von der weiteren Versorgungslage im Nahen Osten und den diplomatischen Entwicklungen der kommenden Tage ab.






Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu