DAX startet fester: Ölpreis sinkt nach neuen Iran-Gesprächen

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der DAX am Mittwoch ist mit Gewinnen in den Handel gestartet. Kurz nach der Eröffnung am 23. September 2026 lag der deutsche Leitindex gegen 9.14 Uhr bei rund 25.685 Punkten und damit etwa 0,4 Prozent über dem Schlussstand vom Dienstag. Gleichzeitig blieb der Ölpreis deutlich unter der Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Neue Gespräche zwischen den USA und Iran haben die Erwartungen auf eine mögliche Entspannung im Nahen Osten verstärkt.

DAX gewinnt zum Handelsstart

Am Dienstag hatte der DAX den Handel nahezu unverändert bei 25.578,85 Punkten beendet. Zur Wochenmitte setzte sich der Index zunächst nach oben ab. Der MDAX mit den mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann am Morgen ebenfalls und lag gegen 9.14 Uhr bei rund 31.617 Punkten, ein Plus von etwa 0,3 Prozent.

Neben der Entwicklung im Nahen Osten wirkten auch die Vorgaben aus den USA auf den Handel. Der technologielastige Nasdaq hatte am Dienstag zwischenzeitlich ein Rekordhoch erreicht. Die breiteren US-Indizes entwickelten sich dagegen uneinheitlich. Damit blieb das internationale Börsenumfeld trotz der freundlicheren Stimmung von mehreren gegenläufigen Faktoren geprägt.

Brent wieder unter 100 Dollar

Besonders deutlich hatten sich zuletzt die Ölpreise bewegt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Mittwoch im frühen Handel gegen 7.46 Uhr rund 98,30 Dollar und damit knapp ein Prozent weniger als zuvor. Der Preis war bereits in den vergangenen Tagen kräftig gefallen und hatte die Marke von 100 Dollar unterschritten.

Noch in der vergangenen Woche hatte Brent zeitweise in Richtung 110 Dollar je Barrel tendiert. Hintergrund waren Sorgen um die Versorgung aus der Golfregion und insbesondere um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Vor Beginn der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran lief durch die Meerenge rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung.

Neben den diplomatischen Signalen wirkt sich auch die Lage in Saudi-Arabien auf den Ölmarkt aus. Das Land hat den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen. Über die Verbindung kann Rohöl an die Küste des Roten Meeres transportiert werden, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen. Die Pipeline war nach Drohnenangriffen zwischenzeitlich außer Betrieb.

USA und Iran bestätigen neue Kontakte

US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag in New York, Vertreter beider Seiten hätten miteinander gesprochen. Er äußerte zugleich die Erwartung, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Vereinbarung erreicht werden könne. Eine konkrete Einigung lag zunächst nicht vor.

Bereits zuvor hatte ein hochrangiger iranischer Vertreter erklärt, Teheran könne die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder umfassender für den Schiffsverkehr öffnen, falls die USA ihren militärischen Druck reduzierten und die Blockade iranischer Häfen beendeten. Nach iranischer Darstellung war Washington bereits über Vermittler ein entsprechender Vorschlag übermittelt worden.

Die Gespräche bedeuten damit noch keine gesicherte politische Entspannung. Die Bedingungen beider Seiten liegen weiterhin auseinander. Noch am Dienstag hatte Trump bei der UN-Generaldebatte einen harten Kurs gegenüber Teheran vertreten. US-Außenminister Marco Rubio hatte zugleich erklärt, Washington sei grundsätzlich zu Gesprächen bereit, sofern diese Aussicht auf konkrete Ergebnisse hätten.

Niedrigerer Ölpreis entlastet Inflationssorgen

Die Entwicklung der Energiepreise ist für die Aktienmärkte auch deshalb relevant, weil teures Öl die Produktions- und Transportkosten vieler Unternehmen erhöhen kann. Steigende Energiepreise können zudem den Inflationsdruck verstärken und damit die Entscheidungen großer Zentralbanken beeinflussen.

Der kräftige Ölpreisanstieg infolge der Kämpfe mit Iran hatte solche Sorgen zuletzt verschärft. Mehrere Notenbanken hatten ihre Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Inflationsentwicklung gerichtet. Ein sinkender Rohölpreis kann diesen Druck verringern, garantiert aber weder dauerhaft niedrigere Verbraucherpreise noch eine bestimmte Reaktion der Zentralbanken.

Für den weiteren Handel bleiben deshalb mehrere Unsicherheitsfaktoren bestehen. Dazu zählen die tatsächliche Entwicklung der Gespräche zwischen Washington und Teheran, die Versorgungslage am Ölmarkt sowie die weitere Geldpolitik in den USA und Europa. Die Kursbewegungen am Mittwochmorgen spiegeln lediglich den aktuellen Stand des Handels wider und stellen keine Prognose für den weiteren Börsenverlauf dar.

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