Deutscher stirbt nach Treffen über Dating-App auf Gran Canaria

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Ein 82 Jahre alter Deutscher ist auf Gran Canaria nach einem Treffen gestorben, das zuvor über eine Dating-App zustande gekommen sein soll. Die spanische Policía Nacional nahm in Santa Cruz de Tenerife einen 23 Jahre alten Mann und eine 43 Jahre alte Frau fest. Dem Mann wird eine tödliche Gewalttat vorgeworfen, die Frau soll nach bisheriger Darstellung im Umfeld von Logistik und Mobilität eine Rolle gespielt haben.

Angriff in Playa del Inglés

Der Vorfall ereignete sich nach den vorliegenden Angaben in der Nacht vom 14. auf den 15. März 2026 in Playa del Inglés im Gemeindegebiet San Bartolomé de Tirajana. Der 82-Jährige hielt sich dort zeitweise in einem touristischen Komplex auf. Er wurde später schwer verletzt in der Öffentlichkeit aufgefunden und in das Hospital Insular gebracht. Am 25. März wurde den Ermittlern sein Tod gemeldet.

Ermittler rekonstruieren ein Treffen im Apartment

Sicherheitsaufnahmen sollen gezeigt haben, dass der Deutsche mehrfach den Komplex betrat und verließ, offenbar während er auf jemanden wartete. Danach soll er mit dem 23-Jährigen in sein Apartment gegangen sein. Nach etwa 80 Minuten verließen beide die Unterkunft. In der Nähe des Ausgangs kam es nach Darstellung der Ermittler zu einer plötzlichen Gewalteinwirkung, durch die der Mann zu Boden fiel. Der Verdächtige soll anschließend mit zwei Mobiltelefonen geflohen sein.

Zwei Festnahmen auf Teneriffa

Die Polizei lokalisierte die beiden Verdächtigen in Santa Cruz de Tenerife. Der 23-Jährige kam nach Angaben spanischer Quellen in Untersuchungshaft. Zur 43-jährigen Frau lagen zunächst weniger gesicherte Angaben vor. Bestätigt war zunächst, dass sie ebenfalls festgenommen wurde und im Zusammenhang mit Bewegungen zwischen Teneriffa und Gran Canaria genannt wird.

Verdacht auf weiteres Vorgehen über Dating-Apps

Die Ermittler gehen nach den vorliegenden Angaben davon aus, dass der 23-Jährige über Dating-Apps gezielt Kontakt zu verletzlichen Personen gesucht haben könnte. Dabei sollen private Treffen genutzt worden sein, um Mobiltelefone zu entwenden und anschließend auf digitale Finanzdienste zuzugreifen. Eine unabhängige Bestätigung einzelner weiterer Fälle lag zunächst nicht vor.

Gran Canaria bleibt stark vom Tourismus geprägt

Der Fall betrifft eine Region, in der internationale Besucher einen erheblichen Teil des öffentlichen Lebens prägen. Playa del Inglés und Maspalomas gehören zu den bekanntesten Ferienorten auf Gran Canaria. Gerade deshalb erhält der Tod des Deutschen über Spanien hinaus Aufmerksamkeit, ohne dass daraus allgemeine Rückschlüsse auf die Sicherheitslage auf den Kanaren gezogen werden können.

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