
Der Norddeutsche Rundfunk hat beim Deutschen Podcast Award 2026 gleich zweimal abgeräumt. Der NDR gewann am 13. Mai 2026 in Berlin sowohl den Preis für journalistische Leistung als auch in der Kategorie Fiktion — eine bemerkenswerte Doppelauszeichnung für einen der größten öffentlich-rechtlichen Sender Deutschlands.
Die feierliche Verleihung des Deutschen Podcast Award 2026 fand am 13. Mai 2026 im Großen Sendesaal des rbb in Berlin statt. Rund 750 geladene Gäste aus der deutschen Podcast- und Medienbranche erlebten die Preisverleihung live. Der Deutsche Podcast Award gilt als wichtigste Auszeichnung der deutschsprachigen Podcast-Branche und wird jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben — von Journalismus über Fiktion bis hin zu Unterhaltung und Bildung. In diesem Jahr stach der NDR heraus: Gleich zwei Produktionen aus Hamburg holten Preise nach Hause. Damit unterstreicht der Sender seine Stellung als einer der führenden Podcast-Produzenten im deutschen Sprachraum. Für Podcasts als Medium ist die Auszeichnung ein Zeichen der wachsenden Bedeutung dieses Formats.
Den Preis in der Kategorie Journalistische Leistung gewann der fünfteilige Storytelling-Podcast Rape Tapes, der für den NDR unter dem Podcast-Label 11KM Stories produziert wurde. Die Journalistinnen Isabell Beer und Isabel Ströh haben für diesen Podcast jahrelange Undercover-Recherchen durchgeführt — gemeinsam mit dem NDR-Format STRG_F, das im funk-Angebot verbreitet wird. Im Mittelpunkt der Recherche steht ein internationales Netzwerk, in dem Frauen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Opfer von Straftaten wurden und die Taten gefilmt und in sozialen Netzwerken verbreitet wurden. Die investigative Arbeit des Teams führte zu einer breiten öffentlichen Debatte über digitale Gewalt und strafrechtliche Lücken bei der Verfolgung solcher Netzwerke. Der zweite Teil des Podcasts erzielte bereits über 14 Millionen Aufrufe — ein außergewöhnlicher Reichweitenwert für einen investigativen Journalismuspodcast. Die Preisverleihung honoriert damit eine Rechercheleistung, die weit über die Podcast-Branche hinaus wahrgenommen wurde und investigativen Audiojournalismus auf ein neues Niveau gehoben hat. Investigativer Journalismus im digitalen Raum hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.
Den zweiten NDR-Preis des Abends holte Barmbek Bump – Prange vs. Rohde in der Kategorie Fiktion. Der Podcast erzählt eine dramatische Geschichte aus dem Hamburger Stadtteil Barmbek — einem Quartier, das selbst innerhalb Hamburgs oft unterschätzt wird, aber eine lebendige kulturelle Identität besitzt. Prange vs. Rohde ist ein fiktiver Rechtsstreit, der mit Mitteln des Audiodrama erzählt wird und sowohl spannend als auch gesellschaftlich relevant ist. Die Auszeichnung in der Fiktion-Kategorie zeigt, dass öffentlich-rechtliche Sender wie der NDR nicht nur im dokumentarischen, sondern auch im fiktionalen Podcast-Bereich höchstes Niveau erreichen können. Barmbek Bump ist damit ein weiterer Beleg dafür, dass Hamburg als Medienstandort für hochwertigen Audio-Content steht.
Mit dem Doppelerfolg beim Deutschen Podcast Award 2026 setzt der NDR ein klares Signal: Öffentlich-rechtliche Sender können im digitalen Podcast-Markt nicht nur mithalten, sondern Maßstäbe setzen. Investigativer Journalismus, der über Jahre aufgebaut wird und dann in einem hochwertigen Audio-Format kulminiert — das ist das Modell, das Rape Tapes verkörpert. Die Preisverleihung in Berlin hat das noch einmal eindrucksvoll bestätigt. Auch für die Branche insgesamt ist die Doppelauszeichnung eine Botschaft: Qualität setzt sich durch, auch in einem Markt, in dem täglich tausende neue Podcast-Folgen erscheinen. Für Medienschaffende in Deutschland ist das ein ermutigendes Signal.
Quellen: NDR Presseportal, Presseportal.de, Deutscher Podcast Award
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