
Marvels erste Familie ist zurück im Kino und übernimmt sofort die Spitze der deutschen Charts. Mit Blick auf die Fantastic Four Deutschland Kinocharts zeigt sich: 215.000 verkaufte Tickets am Eröffnungswochenende bedeuten Platz eins — aber kein Massenereignis auf dem Niveau früherer Marvel-Blockbuster. International sieht das Bild deutlich stärker aus: Weltweit spielte der Film zum Auftakt 218 Millionen Dollar ein und lieferte sich damit ein enges Fernduell mit DCs „Superman“, der kurz zuvor mit rund 217 Millionen Dollar gestartet war.
In den deutschen Kinos reichten 215.000 verkaufte Karten, um „The Fantastic Four: First Steps“ direkt an die Spitze der Kinocharts zu bringen. Für Marvel ist das zunächst ein wichtiges Signal. Nach mehreren schwankenden Ergebnissen im Superhelden-Kino beweist der Neustart der Fantastic Four, dass bekannte Comicmarken weiterhin Zugkraft haben.
Ganz ohne Einschränkung fällt die Bilanz aber nicht aus. Branchenbeobachter ordnen das deutsche Ergebnis eher verhalten ein. Das liegt vor allem am Vergleich mit „Deadpool & Wolverine“: Der Marvel-Film hatte im Vorjahr am Startwochenende in Deutschland rund 575.000 Besucher erreicht — mehr als doppelt so viele Tickets wie Fantastic Four jetzt.
International sieht die Lage für Marvel deutlich spektakulärer aus. Mit 218 Millionen Dollar weltweitem Einspielergebnis zum Start liegt „The Fantastic Four: First Steps“ praktisch gleichauf mit „Superman“. Der DC-Film war zwei Wochen zuvor mit rund 217 Millionen Dollar gestartet. Damit liefern sich Marvel und DC ausgerechnet im Sommer der großen Superhelden-Neustarts ein bemerkenswert enges Rennen.
Für Marvel ist dieser Auftakt auch deshalb wichtig, weil die Fantastic Four lange als schwierige Marke galten. Frühere Kinoadaptionen blieben hinter den Erwartungen zurück. Nun sollen Reed Richards, Sue Storm, Johnny Storm und Ben Grimm nicht nur ein neues Publikum erreichen, sondern das Marvel Cinematic Universe in eine neue Phase führen.
Im Mittelpunkt steht eine Besetzung, die auf Prestige und Serienerfahrung setzt. Pedro Pascal spielt Reed Richards alias Mr. Fantastic, Vanessa Kirby übernimmt die Rolle von Sue Storm alias Invisible Woman. Joseph Quinn ist als Johnny Storm (Human Torch) zu sehen, Ebon Moss-Bachrach spielt Ben Grimm alias The Thing. Auch die Gegenspieler sind prominent besetzt: Ralph Ineson verkörpert Galactus, Julia Garner spielt den Silver Surfer.
Der Film setzt damit nicht auf eine kleine Ursprungsgeschichte, sondern auf große kosmische Einsätze, Familienkonflikte und den Versuch, Marvels erste Superheldenfamilie endlich angemessen im Kino zu verankern.
Auffällig ist vor allem der Look des Films. „The Fantastic Four: First Steps“ spielt in einer retro-futuristischen, von den 1960er-Jahren inspirierten Welt. Statt grauer Gegenwartsoptik setzt der Film auf Pop-Art-Flair, Weltraumfantasie und ein Design, das sich bewusst von vielen anderen Marvel-Produktionen abhebt. Genau dieser Stil dürfte ein Grund dafür sein, warum die Kritiken überwiegend positiv ausfallen. Experten sprechen von einem der besten Marvel-Filme seit Jahren.
Das deutsche Startwochenende bleibt damit ein gemischtes Ergebnis. Platz eins ist für Marvel ein klarer Erfolg — die 215.000 Tickets zeigen, dass die Marke zieht. Gleichzeitig bleibt die Zahl weit entfernt von den ganz großen Marvel-Momenten. Für Disney wird nun entscheidend sein, ob positive Mundpropaganda den Film in den kommenden Wochen stabil hält.
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