
Bei einem schweren Brand im Feuerwehrgerätehaus von Offenbach an der Queich in Rheinland-Pfalz ist in der Nacht zum Montag erheblicher Schaden entstanden. Die Staatsanwaltschaft Landau und das Polizeipräsidium Rheinpfalz schätzten den Sachschaden am Montagmittag auf rund fünf Millionen Euro. Betroffen sind das Gebäude, Feuerwehrfahrzeuge und weitere technische Ausrüstung. Menschen wurden nach Angaben der Behörden nicht verletzt. Die Ursache des Feuers war am Montagabend weiterhin ungeklärt.
Das Feuer war kurz nach Mitternacht im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr ausgebrochen. Nach Angaben des Landkreises Südliche Weinstraße erfolgte die Alarmierung um 0.34 Uhr. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später eintrafen, stand die Hauptfahrzeughalle bereits vollständig in Flammen. Feuerwehrleute leiteten die Brandbekämpfung ein und versuchten zugleich, angrenzende Bereiche zu schützen.
Nach dem aktuellen Stand von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden insgesamt sieben Feuerwehrfahrzeuge durch das Feuer beschädigt oder zerstört. Hinzu kommen feuerwehrtechnische Geräte und Schäden am Gerätehaus selbst. Eine genauere amtliche Aufschlüsselung dazu, wie viele der sieben Fahrzeuge vollständig zerstört wurden und wie viele noch repariert werden können, lag zunächst nicht vor.
Der Landkreis hatte bereits in den frühen Morgenstunden mitgeteilt, dass Feuerwehrangehörige noch mehrere Fahrzeuge aus der Halle fahren konnten, bevor sich das Feuer weiter ausbreitete. Damit konnte zumindest ein Teil der vorhandenen Einsatztechnik vor den Flammen geschützt werden.
Frühere Berichte des SWR hatten zunächst von sieben zerstörten Feuerwehrfahrzeugen gesprochen. Eine spätere SWR-Veröffentlichung nannte dagegen vier gerettete und drei ausgebrannte Fahrzeuge. Die gemeinsame Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei formuliert vorsichtiger und spricht bei sieben Fahrzeugen insgesamt von Beschädigungen und Zerstörungen. Belastbar ist damit zunächst, dass sieben Fahrzeuge unmittelbar vom Brand betroffen waren.
Die Höhe des Sachschadens wurde im Laufe des Montags konkretisiert. Während am Morgen zunächst von mehreren Millionen Euro die Rede war, bezifferten Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Rheinpfalz den Schaden später auf rund fünf Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eine vorläufige Schätzung nach dem derzeitigen Ermittlungsstand.
Verletzt wurde nach amtlichen Angaben niemand. Das ist angesichts des frühen Brandverlaufs besonders relevant, weil die Fahrzeughalle beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits in Vollbrand stand. Der Landkreis sprach von einem hohen Sachschaden am Gebäude und an den dort abgestellten Fahrzeugen.
Der SWR berichtete am Morgen, dass das Feuer gegen 5 Uhr gelöscht gewesen sei. Das Feuerwehrgebäude liegt am Rand von Offenbach an der Queich, einer Gemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße unweit von Landau in der Pfalz.
Der Brand trifft ausgerechnet die Infrastruktur, die normalerweise bei Bränden und anderen Notlagen ausrückt. Deshalb musste die Einsatzbereitschaft für Offenbach an der Queich kurzfristig neu organisiert werden.
Nach Angaben des Landkreises wird der Brandschutz in der Verbandsgemeinde derzeit durch weitere Feuerwehren sichergestellt. An dem nächtlichen Einsatz waren Kräfte aus der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich sowie aus Landau-Land, Herxheim und der Stadt Landau beteiligt. Damit sollen Einsätze in der Region auch nach dem Ausfall des Gerätehauses weiter abgedeckt werden.
Für Feuerwehren bedeutet ein solcher Schaden mehr als den Verlust eines Gebäudes. In Gerätehäusern befinden sich Fahrzeuge, Schutz- und Löschtechnik sowie weitere Ausrüstung, die für den täglichen Einsatzbetrieb benötigt wird. Welche Geräte in Offenbach ersetzt werden müssen und wie schnell Ersatzfahrzeuge bereitgestellt werden können, war am Montag zunächst nicht abschließend bekannt.
Zur Ursache des Feuers gab es bis Montagabend keine gesicherten Angaben. Die Staatsanwaltschaft Landau und die Kriminalpolizei Landau haben Ermittlungen aufgenommen. Für die Untersuchung der Brandstelle wurde nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz ein Brandsachverständiger beauftragt.
Damit ist derzeit offen, wo genau das Feuer seinen Ausgang nahm und wodurch es ausgelöst wurde. Behördliche Angaben zu einem technischen Defekt, Fahrlässigkeit oder einer vorsätzlichen Brandlegung lagen zunächst nicht vor.
Bereits der Landkreis hatte am frühen Montagmorgen ausdrücklich mitgeteilt, dass die Brandursache unbekannt sei und eine Untersuchung eingeleitet werde. Solange die Begutachtung der Brandstelle nicht abgeschlossen ist, lässt sich zu den Hintergründen keine belastbare Aussage treffen.
Neben der Ursache dürfte in den kommenden Tagen auch das genaue Ausmaß der Schäden weiter untersucht werden. Die derzeit genannten rund fünf Millionen Euro sind eine erste behördliche Schätzung. Erst nach der Begutachtung von Gebäude, Fahrzeugen und technischer Ausrüstung dürfte genauer feststehen, welche Teile vollständig ersetzt werden müssen.
Fest steht bislang: Die Hauptfahrzeughalle wurde durch den Brand schwer getroffen, sieben Feuerwehrfahrzeuge wurden beschädigt oder zerstört und weitere Technik ist betroffen. Personen kamen nicht zu Schaden. Der örtliche Brandschutz wird vorerst von anderen Feuerwehren unterstützt. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an.






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