
Ein bei Erdarbeiten beschädigter Gasanschluss hat am Montagmittag einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei im Offenbacher Stadtteil Bieber ausgelöst. In der Hamburger Straße trat nach Angaben der Feuerwehr Erdgas aus einer beschädigten Leitung aus. Drei umliegende Wohngebäude wurden vorsorglich geräumt. Menschen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden.
Das Gasleck in Offenbach-Bieber entstand gegen 13.30 Uhr bei Baggerarbeiten an einem Wohngebäude. Betroffen war nach den vorliegenden Angaben eine im Erdreich verlaufende Hausanschlussleitung. Nachdem die Leitung beschädigt worden war, strömte Gas in die Umgebung. Die ausführende Baufirma verständigte daraufhin über den Notruf 112 die Feuerwehr.
Die Leitstelle alarmierte den Löschzug der Berufsfeuerwehr Offenbach sowie die Freiwillige Feuerwehr Bieber. Zugleich wurde der Notdienst des zuständigen Gasversorgers verständigt. Messungen der Einsatzkräfte bestätigten nicht nur einen Gasaustritt, sondern auch eine explosionsfähige Konzentration des Gases.
Die Feuerwehr bereitete deshalb vorsorglich einen Löschangriff vor. Gemeinsam mit der Polizei wurden die Bewohner aus drei umliegenden Wohngebäuden gebracht. Hit Radio FFH bezifferte die Zahl der Betroffenen unter Berufung auf eine direkte Auskunft der Feuerwehr auf rund 15 Personen. Eine davon unabhängige veröffentlichte Zahl der Polizei lag am Montagabend zunächst nicht vor.
Die Räumung diente dazu, Menschen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich zu bringen, während der Gasaustritt gestoppt wurde. Bei austretendem Erdgas kann sich unter bestimmten Bedingungen ein zündfähiges Gemisch bilden. Im konkreten Fall hatten die Messgeräte der Feuerwehr eine entsprechende Konzentration festgestellt.
Der Notdienst des Gasversorgers traf nach Angaben der Feuerwehr kurzfristig an der Einsatzstelle ein. Mit einer technischen Maßnahme wurde verhindert, dass weiteres Erdgas aus der beschädigten Leitung austrat. Anschließend wurde die Hausanschlussleitung wieder gesichert und verschlossen.
Nachdem kein weiteres Gas mehr austrat und sich das zuvor freigesetzte Erdgas verflüchtigt hatte, konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden. Verletzte gab es nicht. FFH berichtete, dass die Bewohner anschließend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.
Eine konkrete Uhrzeit für das Ende des Einsatzes wurde zunächst nicht veröffentlicht. Damit ließ sich auch die genaue Einsatzdauer am Montagabend nicht beziffern. Ebenso lagen zunächst keine gesicherten Angaben dazu vor, ob die Hamburger Straße vollständig oder nur im unmittelbaren Bereich der Einsatzstelle für den Verkehr gesperrt wurde.
Bestätigt ist, dass drei Wohngebäude in der Umgebung der beschädigten Leitung geräumt wurden. Die Zahl von rund 15 Bewohnern wurde von FFH unter Berufung auf die Feuerwehr genannt. Die veröffentlichte Einsatzdarstellung, die auf Angaben der Feuerwehr Offenbach zurückgeht, nennt dagegen lediglich die drei betroffenen Gebäude und keine konkrete Personenzahl.
Zum entstandenen Sachschaden gab es zunächst keine belastbare Summe. Auch zu möglichen Folgen für die Gasversorgung weiterer Häuser wurden zunächst keine Angaben veröffentlicht. Hinweise auf Verletzte oder medizinisch behandlungsbedürftige Personen gab es nicht.
Von der Polizei war am Montag bis zum Abend keine eigene Pressemitteilung zu dem Gasleck veröffentlicht worden. Die Polizei unterstützte nach den Angaben zum Feuerwehreinsatz jedoch die Räumung der Wohngebäude. Eine gesonderte Mitteilung des Netzbetreibers zu Reparaturarbeiten, möglichen Versorgungsausfällen oder zum weiteren Zustand der Hausanschlussleitung war zunächst ebenfalls nicht öffentlich verfügbar.
Für die Offenbacher Feuerwehr kam erschwerend hinzu, dass nahezu zeitgleich ein weiterer Einsatz gemeldet wurde. In der Steinheimer Straße hatte ein Rauchwarnmelder in einem Wohngebäude ausgelöst. Dort waren Brandgeruch und Rauch wahrnehmbar. Weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Rumpenheim sowie ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Frankfurt wurden alarmiert.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass angebranntes Essen die Rauchentwicklung verursacht hatte. Nach der Belüftung der Wohnung konnte auch dieser Einsatz beendet werden. Damit mussten die Offenbacher Einsatzkräfte am Montagnachmittag zwei Lagen nahezu parallel bewältigen.
Der Einsatz in Bieber war beendet, nachdem der Gasaustritt unterbunden und die beschädigte Leitung gesichert worden war. Eine Gefahr durch weiter austretendes Gas bestand danach nach den veröffentlichten Angaben nicht mehr.
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