
Ein Großbrand in Lindloh bei Haren im niedersächsischen Landkreis Emsland hat am Mittwochmorgen eine weithin sichtbare Rauchentwicklung ausgelöst. Betroffen war eine Halle eines landwirtschaftlichen Betriebs, in der unter anderem Zwiebeln gelagert wurden. Die Behörden warnten zeitweise die Bevölkerung vor den Rauchgasen und riefen dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am Mittag war das Feuer unter Kontrolle. Die Lagerhalle brannte vollständig aus. Nach Angaben der Polizei wird der entstandene Schaden auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt.
Der Großbrand in Haren führte am Mittwochvormittag zu einer starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehr und Rettungsleitstelle Ems-Vechte veranlasste deshalb eine Warnung für den Bereich Haren-Lindloh. Die Gefahreninformation wurde gegen 9.18 Uhr verbreitet.
Menschen im betroffenen Gebiet wurden aufgefordert, den Bereich des Brandes zu meiden und auch Nachbarn auf die Situation aufmerksam zu machen. Zudem sollten Fenster und Türen geschlossen sowie Lüftungsanlagen und Klimaanlagen abgeschaltet werden. Einsatzkräfte führten Messungen im Umfeld der Brandstelle durch, um die Belastung durch den Rauch zu überprüfen.
Die Warnung wurde später wieder aufgehoben. Damit entfielen auch die zuvor ausgegebenen Verhaltensempfehlungen. Hinweise auf Verletzte gab es nach bisherigem Stand nicht.
Das Feuer erfasste eine Halle in Lindloh, einem Ortsteil von Haren nahe der niederländischen Grenze. In dem Gebäude wurden nach Angaben der Feuerwehr Zwiebeln gelagert. In ersten Informationen war das betroffene Gebäude auch als landwirtschaftliche Werkstatt bezeichnet worden. Im weiteren Verlauf wurde bekannt, dass die Halle vollständig ausbrannte.
Für die Feuerwehr erschwerte die Lage des Betriebs die Löscharbeiten. In dem ländlichen Gebiet stand Wasser nicht unmittelbar in der Menge zur Verfügung, die für einen solchen Großeinsatz benötigt wird. Nach Angaben des Einsatzleiters der Feuerwehr Rütenbrock lag der nächste weitere Hydrant rund 1,5 Kilometer entfernt.
Am Mittag hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Beendet war der Einsatz damit allerdings noch nicht. Die Löscharbeiten liefen weiter. Gerade bei größeren Hallenbränden können Glutnester und schwer erreichbare Brandbereiche umfangreiche Nacharbeiten erforderlich machen.
Das Ausmaß der Schäden ist erheblich. Nach ersten Angaben der Polizei beläuft sich der Sachschaden auf etwa 2,5 Millionen Euro. Die Summe ist eine erste Schätzung und kann sich im Zuge der weiteren Ermittlungen noch verändern.
Nach bisherigem Stand wurde bei dem Feuer niemand verletzt. Auch die zunächst ausgegebene Warnung bezog sich vor allem auf die starke Rauchentwicklung und mögliche Belastungen in der Umgebung des Brandortes.
Eine offiziell bestätigte Gesamtzahl der eingesetzten Feuerwehrkräfte lag am frühen Mittwochnachmittag zunächst nicht vor. Ebenso gab es zu möglichen längerfristigen Straßensperrungen rund um die Einsatzstelle zunächst keine gesicherten Angaben.
Wie das Feuer in der Halle ausbrechen konnte, war zunächst nicht bekannt. Die genaue Brandursache blieb am Mittwochmittag ungeklärt. Angaben zu einem möglichen technischen Defekt oder anderen Auslöser lagen nicht vor.
Erst nach Abschluss der Löscharbeiten und sobald das Gebäude beziehungsweise die Brandstelle gefahrlos betreten werden kann, können weitere Untersuchungen zur Entstehung des Feuers folgen. Bis dahin lassen sich keine belastbaren Rückschlüsse auf den Ausgangspunkt des Brandes ziehen.
Der Einsatz zeigt zugleich die besonderen Herausforderungen bei größeren Bränden auf landwirtschaftlichen Anwesen in dünn besiedelten Gebieten. Anders als in dicht bebauten Stadtteilen können längere Wege zu Hydranten die Löschwasserversorgung erschweren. In Lindloh musste die Feuerwehr die Wasserversorgung entsprechend über größere Entfernungen organisieren.
Für die Bevölkerung stand am Vormittag vor allem die große Rauchwolke im Mittelpunkt. Die behördliche Warnung sollte verhindern, dass Menschen unnötig mit den Brandgasen in Kontakt kommen. Neben geschlossenen Fenstern und Türen wurde ausdrücklich empfohlen, Lüftungen und Klimaanlagen auszuschalten.
Nachdem die Lage unter Kontrolle gebracht worden war, hoben die Behörden die Warnung wieder auf. Der unmittelbare Warnhinweis für die Bevölkerung bestand damit am Mittag nicht mehr.
Die Löscharbeiten an der ausgebrannten Lagerhalle gingen jedoch weiter. Wann der Einsatz vollständig beendet werden kann, war zunächst nicht bekannt. Offen blieb auch, wann Ermittler mit der Untersuchung der Brandstelle beginnen können. Fest stand am frühen Mittwochnachmittag: Der Großbrand in Haren hat eine Lagerhalle vollständig zerstört und nach erster Schätzung einen Schaden in Millionenhöhe verursacht.






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